Buchtipp: „Inspiralisiert“ – Nudeln, Reis und Snacks aus Gemüse von Alissandra „Ali“ Maffucci

In diesem Buch dreht sich alles um modernes Kochen, welches Low-Carb-Alternativen zur normalen Ernährung aufzeigen möchte ohne auf gutes Essen verzichten zu müssen.
Es werden kalorien- wie auch kohlenhydratärmere Möglichkeiten geboten wie man Nudeln, Reis, Brot, Süßes, Pommes, Tortillas oder auch Nachos gesünder umstellen kann ohne eine schwierige Diät beginnen zu müssen.
Diese Art Kochbuch hilft Menschen, die gesünder leben wollen, ihr Gewicht reduzieren wollen, Menschen mit Zöliakie aber auch Menschen die sich nach Paleo oder Raw ernähren wollen.

In der Einführung berichtet die italienisch stämmige Alissandra Maffucci über ihre Beweggründe dieses Kochbuch zu schreiben. Sie erzählt über das gute Essen bei ihren Großeltern, über ihr „Genuss-Semester“ in Europa wie auch über ihre Mutter, die sie erst auf den Gedanken brachte einen Spiralschneider zu nutzen aber auch über ihre Idee das Ganze in ein Buch zu verwandeln.
Im nächsten Buchteil „lassen sie sich inspiralisieren“ erklärt die Autorin, was der gesundheitliche Nutzen an der Veränderung der Ernährung ist, wenn man statt Kohlenhydraten und Zucker gesunde Ausweichmöglichkeiten nutzt. Mit einer Beispieltabelle werden die Nährwerte von normalen Nudeln und Nudeln aus Gemüse verglichen. Ebenfalls schafft sie es zu vermitteln, dass auch Kinder mit viel Spaß und Appetit an diese Art er Ernährung herangeführt werden können.
Auf die Plätze, fertig, Spirale marsch! Nun geht es um praktische Tipps. Was sollte man beachten? Welche Obst- und Gemüsesorten sind geeignet? Was kann man alles mit einem Spiralschneider zaubern? Wie kann man sogar Reis aus Gemüse herstellen? Brötchen aus Gemüse? Welche Küchenutensilien werden noch gebraucht? Es geht um die Veränderung im Kauf von Produkten und natürlich ganz wichtig: wie man das vor einem liegende Buch überhaupt richtig benutzt mit den Rezeptsymbolen und anderem.

Jetzt geht es los! Ich habe, um mir einen besseren Eindruck von den Rezepten zu verschaffen, aus jeder Sparte 3 Rezepte ausgesucht und diese 1:1 nachgekocht.
Beim Thema Frühstück, welches 9 Rezepte beinhaltet, entschied ich mich u.a. für die Blaubeer-Süßkartoffel-Waffeln.

Das Gericht ist sehr übersichtlich, es werden nur 6 Zutaten benötigt, auch eine Nährwertangabe ist direkt dabei. Zuerst wird beschrieben, was das Besondere an diesem Rezept ist und danach wird in vier einfachen Schritten der Vorgang erklärt. Auch beim Nachkochen funktioniert alles wunderbar und es klappt auf Anhieb. Lecker ist das Ergebnis auf jeden Fall!
spiralisiertesBei den Snacks und Beilagen kann man sich zwischen 10 Rezepten entscheiden und auch hier ist es möglich in einfachen Schritten und mit nur wenigen Zutaten schöne Gerichte nachzukochen.
Das nächste Thema umfasst 15 Gerichte aus den Kategorien Suppen, Eintopfgerichte und Salate, anschließend werden 9 Ideen für die Zubereitung von Sandwiches, Wraps und mehr angeboten. Das Buch bietet ebenfalls noch 9 Ofengerichte, 9 Reisgerichte, 15 Pasta- & Nudelgerichte sowie 9 Desserts.
Bei den Desserts habe ich getestet, ob auch Kinder mit den Rezepten gut klarkommen. Es wurden die Süßkartoffel-Muffins mit Schokostücken getestet welche 9 Zutaten benötigen. Die Erklärung ist kindgerecht und leicht nachzuvollziehen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Zum Schluss werden noch wichtige Themen im Buch aufgegriffen. 21 Obst- und Gemüsesorten werden detailiert erläutert wie man sie am besten für das Buch und die Rezepte nutzen kann. Das sind beispielsweise Äpfel, der Butternusskürbis aber auch Kochbananen. Im Anschluss gibt es Tabellen mit Nährwerten, Obst- und Gemüsegewicht und Nudelertrag wie auch die besten Zubereitungsarten für Obst- und Gemüsestreifen.
Alles in allem ist das Kochbuch sehr gut gelungen. Es beinhaltet viele interessante Rezepte , es ist einfach zu handhaben und die Ergebnisse sehen wirklich gut aus und sind geschmacklich top. Auch die Informationen, die man unabhängig von den Rezepten bekommt, sind sehr interessant und verständlich.
Ich würde das Buch persönlich weiterempfehlen und werde es auch weiterhin nutzen.

Autor: Alissandra „Ali“ Maffucci
Titel: „Inspiralisiert“ Nudeln, Reis und Snacks aus Gemüse
Gattung: modernes Kochbuch
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: riva Verlag

Save


Buchtipp: Paläo Vegan von Ellen Jaffe Jones

paläo veganMit diesem Buch habe ich mich auf ein Experiment eingelassen: vegane Paleo-Ernährung! Für mich ist das ein Widerspruch in sich, obwohl sich auf der anderen Seite auch vieles ähneln sollte, also z.B. der Versuch, so viel in Bioqualität, frisch und regional zu kaufen, wie irgendwie möglich. Auch nach der Lektüre des Buches muss zugeben – ich war und bin immer noch skeptisch bei einer veganen Paleo-Ernährung, oder pegan, wie es mittlerweile genannt wird. Doch das hängt damit zusammen, aus welchen Gründen man sich nach Paleo ernähren möchte. Für mich persönlich war das Weglassen von entzündungsfördernden Stoffen wichtig, und das ist bei der veganen Paleo-Ernährung leider nicht möglich, weil ja Hülsenfrüchte und Getreide als Ersatz für Stoffe im Fleisch verzehrt werden müssen. Auf der anderen Seite hat dieses Buch für mir auch die Augen geöffnet, da ich ja als Coach und Ernährungsberaterin immer aus der Sicht der Nahrungsmittelallergien, Intoleranzen und Autoimmunerkrankungen auf Paleo schaue. Doch das sind natürlich nicht die einzigen Gründe, warum man sich nach den Paleo-Prinzipien ernähren kann und warum sollten Veganer auf die Vorteile der Paleo-Ernährung verzichten.

Mit dieser für mich veränderten Sichtweise macht das Buch für mich Sinn. Denn das „cheaten“ mit Hülsenfrüchten oder z.B. hochwertigem Sojaprodukten und Getreide fällt somit unter die 15-20% Prozent-Regel, die man je nach Paleo-Autor an nicht Paleo-Lebensmitteln verzehren darf. Wie man das aufteilt, also z.B. pro Mahlzeit oder bei ca. 21 Mahlzeiten pro Woche 4x mit Getreide/Hülsenfrüchten bleibt dann jedem selbst überlassen. Wie gesagt, für Menschen mit Zöliakie, Autoimmunerkrankungen etc., die wie ich mit Paleo gute Erfahrungen gemacht haben, wäre diese Variante nichts, für alle anderen die aber auf Fleisch verzichten wollen oder müssen, ist das ein interessanter Ansatz.

Man muss sich allerdings bewusst werden, dass der Paleo-Gedanke an einigen Stelle doch sehr verwässert wird, z.B. in dem Amaranth, Buchweizen und Quinoa als Paleo-Nahrungsmittel betitelt werden.

Die Autorin des Buches Ellen Jaffe Jones ist zertifizierte Personal Trainerin, Reporterin und Autorin, aktiv im Verbraucherschutz tätig und lebt seit 30 Jahren vegan. Ihr Co-Autor Alan Roettinger ist Schriftsteller, Food Designer, Blogger und Reporter und hat mehrere vegane Kochbücher veröffentlicht.

Dieses Kochbuch enthält über 80 unaufgeregte Rezepte, die leicht nachzukochen sind. Schön sind die genauen Nährwertangaben bei jedem Rezept und einfach zu befolgende Anweisungen.
Hier ein paar Beispiele:

  • Gebackene Artischocken
  • Curry mit Zwiebeln und grünen Paprika
  • Butternutsskürbis mit Haselnüssen
  • Ananas-Avocado-Salsa
  • Harissa
  • Geröstete Möhren und Pastinaken

Auch wenn ich persönlich mich schwer tue mit pegan, so gibt mir dieses Buch doch viele schöne Anregungen, was man mit Gemüse noch alles machen kann.


Buchtipp: Backen Low Carb von Anja Leitz und Ulrike Gonder

backen low carb

backen low carbAusnahmsweise möchte ich mal kein reines Paleo-Kochbuch vorstellen, sondern ein Low-Carb-Koch-Buch, dass die verschiedenen Diät-Formen wie Paleo, Keto und eben Low Carb miteinander vereint. Das Buch heisst „Backen Low Carb“ von Anja Leitz und Ulrike Gonder und ist im Riva Verlag erschienen.

Auf den ersten 40 Seiten wird eine Einführung in die gesamte Thematik gegeben und die verschiedenen Ernährungsformen anschaulich erläutert, so dass man gut informiert sich an die Rezepte wagen kann.

An diesen Erklärungsteil schließen sich 80 Rezepte an, von Brötchen und Broten, über Riegel, Cookies, Kuchen und Torten(böden), Nachmittagskuchen, Flans bis zu Crackern. Alle Rezepte sind glutenfrei, häufig braucht man dann Mandelmehl, Chiasamen, Buchweizen, Leinsamen etc., die meisten Zutaten findet man aber mittlerweile im Supermarkt oder in den Drogeriemärkten. Was mir sehr gut gefällt, dass neben den üblichen Angaben zur Zubereitungszeit und Portionen auch angegeben ist, in welchem Maß das Rezept Low Carb/High Fat ist und für welche Jahreszeit und für welche Uhrzeit ein Rezept geeignet ist ausgehend vom Stoffwechsel. Gut, letzteres übersehe ich persönlich beflissentlich, da ich auch morgens um 7 Uhr schon einen Schweinebraten essen kann. 😉
Schön sind auch die Optimierungsvorschläge und Tipps zu jedem Rezept.

Hier einige Highlights der Rezepte:

  • Schwarzwälder Sport-Cookie (vegetarisch, moderat low carb)
  • Genussriegel (low carb, high fat, vegetarisch, ketogen)
  • Orangen-Schokoladen-Kuchen (moderat low carb, high protein)
  • Osterkuchen (moderat low carb, vegetarisch, high fat)
  • Feigenbrot (moderat low carb, high protein, vegetarisch, paleo – allerdings mit Whey-Protein-Pulver)
  • Speckstangen (very low carb, ketogen, high fat)

Aus Paleo-Sicht stört mich allerdings sehr, das bei den als Paleo gekennzeichneten Rezepten häufig Inulin oder Whey-Protein-Pulver benutzt wird – beides hochverarbeitet und absolut gegen den Paleo-Gedanken.

Überhaupt wird in dem Buch viel mit laktosehaltigen Zutaten gearbeitet, so dass es für Betroffene mit einer Milchallergie oder Laktoseintoleranz nicht zu empfehlen ist. Für alle anderen ist es ein schöner Einstieg in das Backen in der Low Carb-Variante.


Buch-Tipp: „Alles beginnt mit dem Essen“ von Dallas und Melissa Hartwig

Alles beginnt mit dem Essen, HartwigAls ich die Ankündigung vom riva-Verlag las, dass das Buch „Alles beginnt mit dem Essen“ von Dallas und Melissa Hartwig auf Deutsch erscheint, dachte ich als erstes: endlich! Denn auf diesem Buch baut sich das in der Paleo-Szene bekannte „Whole30“ Programm auf, also das 30 Tage Programm, dass den Ein- und Umstieg auf Paleo begleitet.

Das Autoren-Ehepaar weiß, über was sie schreiben: Melissa ist eine zertifizierte Sport-Ernährungsberaterin und Kettlebell-Trainerin, Dallas hat zudem noch einen Master of Science und ist Physiotherapeut. Und dies merkt man dem Buch an: hier werden nicht nur die Grundsätze von Paleo vorgestellt, sondern auch wissenschaftlich – so weit möglich – begründet und mit Studien unterstützt. Ein wichtiger Satz findet sich direkt zum Anfang: „Wir beschäftigen uns deutliche mehr mit der Gesundheit als mit der Steinzeit“. Und genau deshalb heißt das Programm auch nicht Paleo30, sondern eben Whole30.

Der Großteil des Buches besteht nicht aus Rezepten, sondern aus Erklärungen, warum Diäten nicht funktionieren, weshalb Lebensmittelgruppen schädlich oder nützlich sind und was in unserem Körper und mit unserer Gesundheit geschieht. Dabei wird auch auf die Themen Entzündungen im Körper und Autoimmunerkrankungen eingegangen, was für mich ja einer der Hauptgründe war, auf Paleo umzustellen.
Besonders hilfreich ist das Kapitel „Mahlzeiten planen leicht gemacht“, weil man lernt, wie man seine Mahlzeiten so aufbaut, dass sie gesund sind und satt machen – und schmecken! Dies spiegelt sich in dem späteren Rezeptteil wieder, das mit 32 Seiten von insgesamt 368 Seiten knapp gehalten ist, denn die Formel für Mahlzeiten ist denkbar einfach:
Tierisches Eiweiss plus viel Gemüse plus hochwertiges Fett plus Gewürze.
Die Grundrezepte sind dann modular aufgebaut, so dass einem schnellen Einstieg nichts im Wege steht.
4 Kapitel sind dem eigentlichen Whole30-Programm gewidmet: was muss man beachten, warum man nicht schummeln darf und was einen auch psychisch erwartet.

Was mir persönlich am diesem Buch so gut gefällt, ist die klare Sprache und das zurückhaltende Design. Das ist kein Buch auf schickem glatten und glänzendem Papier. Sondern ein Buch, dass man durchackern kann. Es gibt einige Grafiken, die beim Verstehen helfen, aber auch diese sind sehr zurückhaltenden gestaltet. Und für 19,99€ erhält man sehr viel Wissen auf den über 350 Seiten, eine Investition, die sich wirklich lohnt.

Also: Buch kaufen, lesen und loslegen!
Mehr Informationen und ein Begleitprogramm gibt es auf der englischen Webseite:
whole30.com


Buch-Tipp: „Paläo-Küche für jeden Tag“ von Danielle Walker

Danielle Walker, Paläo-Küche

Danielle Walker, Paläo-KücheIch muss gestehen, ich bin ein Fan von Danielle Walker und liebe ihren Blog, ihre Facebookposts, ihr erstes Paleo-Kochbuch – und jetzt natürlich auch ihr zweites „Paläo-Küche für jeden Tag“. Wieder sind über 100 köstliche Rezepte ohne Gluten, Getreide und Milchprodukte enthalten – und alle, die ich nachgekocht habe, sind wunderbar gelungen.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Einführung und ihrer persönlichen Geschichte. Dann gibt es Tipps zum Einkaufen, Tipps für Einsteiger in Paleo, einen Überblock über die Küchenausstattung und Grundregeln. Sehr hilfreich ist ihr 8-Wochen-Plan inklusive einer Einkaufsliste zum Heraustrennen.

Das Tolle ist, dass nicht nur einfach Rezepte im Buch enthalten sind, sondern neben Zubereitungstipps auch bei jedem Rezept daneben steht, ob es eifrei, nussfrei, frei von Nachtschattengewächsen und für die SCD-Ernährung geeignet ist. Auch der Hinweis, dass nur ein Topf gebraucht wird oder ein Slow Cooker kann sehr hilfreich sein.

Im hinteren Teil des Buches folgen die Nährwertangaben für jedes Rezept, Allergen- und Diätangaben, was die Suche nach einem geeigneten Rezept sehr vereinfacht, Einkaufslisten und einem ausführlichen Rezeptverzeichnis und Register.
Die letzten Seiten sind heraustrennbar und enthalten:

Eine Übersicht über geeignete und ungeeignete Lebensmittel

  • Ersatzmöglichkeiten
  • Übersicht: was in Bioqualität kaufen
  • Eine Lebensmittelliste für Einsteiger
  • Den 8-Wochen-Plan
  • Einkaufslisten pro Woche

Dazu kommen die wunderschöne Gestaltung und sehr appetitlichen Fotos, so dass das Buch nicht nur praktisch sondern auch appetitanregend ist.

Wir haben unter anderem das Thymian-Fenchel-und-Karotten-Rezept, den gegrillten Sesamspargel mit Frühlingszwiebeln und die italienische Hochzeitssuppe ausprobiert. Mittlerweile sind die Klößchen aus der Hochzeitssuppe in der Pfanne gebraten eines unserer Lieblingsessen!

Ich kann das Buch von Danielle Walker jedem Paleo-Anfänger aber auch den „alten Hasen“ empfehlen. Denn das einzige, was stört, ist dass im Titel Paleo mit ä geschrieben wird.

Danielle Walker, Orangen, Fenchel Möhren danielle-suppe

Buch-Tipp: „Einfach Paleo: So wurde ich durch die Steinzeit-Ernährung gesund“ von Balázs Bojkó

Einfach Paleo, Balázs Bojkó

Einfach Paleo, Balázs BojkóMeine kleine, aber feine Bibliothek an Paleo-Büchern wächst und gedeiht mit jedem Monat – und leider kann ich die ganzen Kindle-Bücher nicht ins Regal stellen, sonst sähe es noch voller aus. Das neue Buch „Einfach Paleo: So wurde ich durch die Steinzeit-Ernährung gesund “ von Balázs Bojkó sticht eindeutig aus dieser Masse heraus. Denn es ist nicht ein großes Kochbuch mit einer kleiner Einführung zum Thema Paleo, sondern genau andersherum. Eine große Einführung mit einem kleinen Kochbuch – letzteres liegt als Broschüre dem Buch bei.

In dem Buch beschreibt Balázs Bojkó, wie er als Leistungssportler seinen Körper immer wieder über seine Grenzen getrieben hat und dies letztendlich mit einer schweren chronischen Darmerkrankung bezahlen musste. Wie bei so vielen in der Paleo-Szene war dies der Grund, warum er sich auf die Suche nach einer anderen und vor allem gesünderen Ernährungweise machte und schließlich auf Paleo stieß. Für ihn war es ein Weg aus der Krankheit und hinein in ein ganz neues Leben: „Meine Krankheit sehe ich heute als einen guten Freund, der mich erbarmungslos aus meiner Komfortzone riss. Ich hatte durch die Erkrankung keine andere Wahl, als mein Leben radikal zu überdenken.“
Ein Statement, das viele von uns bestimmt genauso machen könnten!

Zusätzlich zu seiner persönlichen Geschichte erklärt Balázs Bojkó das Hintergrundwissen zu Paleo, warum dabei was gegessen und was weggelassen wird. Sein Buch unterteilt sich in 6 Teile:

Im ersten Teil „Entdeckungsreise in die Paleo-Welt“ beschreibt er seinen Weg vom Leistungssport über die Krankheit hin zu Paleo. Im zweiten Teil „Paleo sein im 21. Jahrhundert“ zieht er ein Resümee von der Steinzeit bis zur heutigen Zeit. Im dritten Teil „Die ersten Schritte einer Paleo-Transformation“ geht es vor allem um den Darm, Kohlenhydrate und was Getreide und Gluten bewirken. Im vierten Teil beschreibt er den „ersten Baustein der Gesundheit – die Paleo-Ernährung“, nämlich wie welche Lebensmittel einzusetzen sind.
Im fünften Teil „Der zweite Baustein – das Körperbewusstein“ geht es um die Bewegung, während der 6. Teil „Der dritte Baustein: Verbundenheit – Paleo pur!“ die mentale und spirituelle Ebene von Paleo umfasst.

Dieses Buch ist in meinen Augen eher für den Paleo-Einsteiger gedacht, denn wirklich etwas neues erfährt man nicht mehr, wenn man selbst schon einige Monate nach Paleo gelebt hat und sich dementsprechend in das Thema eingelesen hat. Mir persönlich war das Buch etwas zu unübersichtlich, Aussagen wiederholen sich sehr oft, so dass mir manchmal etwas der rote Faden fehlt. Das liegt aber daran, dass der Autor hier wirklich mit Herzblut geschrieben hat – und das kann man ihm wirklich nicht verübeln.

Ich kann das Buch „Einfach Paleo: So wurde ich durch die Steinzeit-Ernährung gesund“ nur jedem empfehlen, der in einer gesundheitlichen Krise steckt und einen Ausweg sucht – denn vielleicht ist Paleo genau dieser Ausweg (eine Garantie gibt es natürlich nicht!).


Das Paleo-Quartett von Paleo Lifestyle

Als ich die ersten Ankündigungen eines Paleo-Quartetts auf Facebook sah, dachte ich zunächst, es sei ein Kartenspiel für Kinder. Aber weit gefehlt! Anstatt Reifengröße, maximale Stundenkilometer oder Hubraum zu vergleichen (ja, ich habe viel mit dem Nachbarsjungen gespielt), kann man hier Nährwerte gegeneinander ausspielen. Da gewinnt die Süßkartoffel gegen den Schweineschmalz beim Vitamin A-Wert und die Banane gegen den Knoblauch knapp beim Magnesiumwert.
Das Quartett beinhaltet 36 Lebensmittelkarten, sowie einen Booster (nach einem stressfreien Tag) und einem Schwarzen Peter – einer Getreidekarte, was mich sehr zum Lachen brachte. Man kann das Spiel nach der klassischen oder einfachen Variante spielen.
Besonders ansprechend finde ich die tollen Fotos der Lebensmittel. Ein besonderes Gimmick sind die QR-Codes auf der Rückseite, die zu weiteren Informationen zu dem Lebensmittel sowie Rezepten führen.
paleo quartett, paleo lifestyle
Ich persönlich finde das Quartett eine sinnvolle Ergänzung zu meinen Kochbüchern. Sicherlich, man braucht es nicht unbedingt, aber so macht das Lernen von Nährwerten mal wirklich Spaß und ich denke, ich werde es auch in der Ernährungsberatung einsetzen.

Das Quartett kostet 9,99€ und kann über die Webseite von Paleo Lifestyle bestellt werden.


DVD-Tipp: Mark Lauren: Fit ohne Geräte

Mark Lauren, Fit ohne Geräte, Mobility

Mark Lauren, Fit ohne Geräte, MobilityIch bin seit einiger Zeit großer Fan von Übungen, für die man nur sein eigens Körpergewicht und vielleicht noch eine Yoga-Matte braucht – aber sonst nicht mehr. So stieß ich auch auf die DVDs von Mark Lauren, von denen ich Euch heute die DVD „Fit ohne Geräte – Das Mobility Workout“ vorstellen möchte.

Im Gegensatz zu seinen anderen DVDs ist diese sehr viel sanfter, was mir persönlich sehr entgegenkommt, da ich noch nicht sehr trainiert bin. Klar ist es am Anfang etwas frustrierend, wenn man diesen stählernen Körper sieht, der alles mit Leichtigkeit macht, aber davon sollte man sich nicht abbringen lassen.

Dieses Programm besteht aus 2 DVDs. Auf der ersten DVD ist ein kurze Einführung, ein 10-minütiges Warm-Up, sowie ein 25-minütiges Workout zu finden. Auf der zweiten DVD ist ebenfalls ein 10-minütiges Warm-Up, sowie ein 25-minütiges Workout drauf.

Jedes Workout besteht aus 4 Übungen, die in 3 Runden wiederholt werden. Sehr schön sind die kurzen Erklärungen zu jeder Übung, außerdem zeigt er zu jeder Übung diverse Variationen. Man sollte sich von diesem Programm keinen großartigen Muskelaufbau erwarten. Aber es hilft, um wieder beweglich zu werden. Außerdem fühle ich mich sehr gut nach einem Durchgang.

Die deutsche Stimme von Mark Lauren finde ich etwas stören, da sie etwas blechern klingt. Sein Akzent ist natürlich  sehr nett zu hören und ich finde es toll, dass er sich die Mühe macht, auf Deut, trotzdem höre ich lieber nur die amerikanische Originalstimme. Sehr gut ist, dass man die Musik ausschalten kann, wenn sie einen stört.

Etwas irritierend ist auch, dass man die Erklärungen nur bekommt, wenn man die DVD über das WarmUp startet. Wählt man direkt das Workout aus, fehlen die Erklärungen – macht ja Sinn, wenn man die Übungen schon gut kennt, aber ich habe mich erstmal sehr gewundert, wo die Erklärungen hin sind.

Insgesamt ist es eine sehr schöne DVD, die ich nur empfehlen kann! Viel Spaß beim Üben!


Buch-Tipp: Paleo Küche für Genießer

paleokueche fuer geniesser

paleokueche fuer geniesserEndlich ist die deutsche Fassung von „Against all Grain“ von Danielle Walker auch auf Deutsch erhältlich. Vielleicht kennen ja schon einige das englischsprachige Buch bzw. ihren gleichnamigen Blog. Sie selber ist an der Autoimmunkrankheit Colitis Ulcerosa erkrankt, die den Darm schädigt. Ihre Ärzte verschrieben ihr lediglich Medikamente und waren an einer Ernährungsumstellung nicht interessiert. Ihr ging es immer schlechter, sie nahm immer weiter ab, kam immer wieder ins Krankenhaus. Sie versuchte es erst mit der SCD (spezielle Kohlenhydratdiät), aber auch das brachte noch nicht den endgültigen Durchbruch, obwohl es ihr schon besser ging. Erst als sie komplett auf Paleo umstieg und sich seitdem strikt dran hält, geht es ihr wieder gut – ein Phänomen, was ich auch am eigenen Leib erfahren habe!

In diesem Kochbuch sind 160 Paleo-Rezepte enthalten. Dies fängt beim Frühstück an, geht über Suppen, Salate und Beilagen zu Hauptspeisen, Getränken, Brot und Muffins und sogar ein paar „Süße Versuchungen“. Besonders toll finde ich das Kapitel „Für das Kind in uns“, in dem sie Rezepte vorstellt, die sogar Kinder begeistern werden.

Mini-Hack-Muffins

Mini-Hack-Muffins – die waren zu schnell weg für ein schöneres Foto!

Ich habe ein paar Rezepte ausprobiert. Besonders gelungen waren die Mini-Hack-Muffins aus dem Kinder-Kapitel. Mein Sohn (4) war zuerst sehr skeptisch, dass das Muffins aus Fleisch waren, aber er hat dann gleich zwei verdrückt – statt Blumenkohlpüree hatte ich aber einfach bei ihm Kartoffelpüree drauf gemacht, seine momentane Lieblingsspeise.
Die Hamburgerbrötchen haben mir selbst nicht so gut gefallen. Zum einen schmeckten sie zu arg nach Mandeln, zum andern waren sie so bröselig, dass sie mich zu sehr an gekaufte glutenfreie Brötchen erinnert haben.

Natürlich kritisieren die Hardcore-Paleoaner, dass Danielle wie auch die „Paleomom“ viel zu viel Backwaren in ihrem Buch integriert hat, zuviel Nussmehle benutzt und zu viele normale Gerichte nachbaut. Nur ganz ehrlich, mir geht es ja ähnlich wie ihr. Sie schreibt, dass ihr „der Geschmack und die Konsistenz meiner Lieblingslebensmittel (…) noch sehr präsent (waren)“ S. 9 und sie immer noch gegen das Verlangen kämpft „das zu mir zu nehmen, was auch alle anderen essen“ S. 10. Wer z.B. wie ich eine Zöliakie hat, kennt das Bedürfnis, wenigstens noch einmal in ein Lieblingslebensmittel der Kindheit zu beißen – bei mir sind das Weckmänner. Natürlich erlaube ich mir keine Ausnahmen, aber wahrscheinlich ist daher der Wunsch bei Danielle wie auch bei mir, zwischendurch doch mal ein Brot oder Muffins zu essen.

Für mich ist dieses Kochbuch eine echte Bereicherung in unserer Paleo-Sammlung, da es viele tolle Rezepte enthält, die recht einfach nachzukommen sind. Ich werde noch sehr viel daraus kochen!


Buchtipp: Paleo für Schokoladenfans

Paleo für Schokoladenfans, Kelly V. Brozyna

Paleo für Schokoladenfans, Kelly V. BrozynaOb Schokolade wirklich Paleo ist, sei mal dahingestellt – ebenso die Menge an Kalorien, die sich in dem Buch „Paleo für Schokoladenfans“ von Kelly V. Brozyna verstecken. Aber ab und zu muss es halt mal Schokolade sein und dann sind Kellys Rezepte sicher die bessere Variante, als sich Mars, Snickers und Co. reinzuziehen.

Das Buch beinhaltet 80 Rezepte mit Schokolade, die glutenfrei, laktosefrei und getreidefrei sind. Natürlich verwendet sie in Ihren Rezepten auch keinen Haushaltszucker, sondern mal Stevia, mal Kokosblütenzucker. Allerdings sollte man Kokosnuss mögen, denn in fast jedem Rezept besteht die ein oder andere Zutat aus Teilen der Kokosnuss, sei es als Öl, Mehl oder Fett.
Zunächst gibt sie aber eine Einführung in die Zutaten, Techniken und benötigter Ausstattung, sowie den Kakaoanbau und auf was man beim Kauf von Kakao achten sollte.

Die Rezepte sind unterteilt in

  • Frühstück
  • Kuchen und Torten
  • Kekse und Kleingebäck
  • Puddings, Pies und Pasteten
  • Eis
  • Getränke
  • Kleine Köstlichkeiten
  • Leckere Hauptgerichte

Besonders die Hauptgerichte sind beeindruckend: von einem fruchtigem Salat mit Schokoladen-Vinaigrette über Chili mit Butternusskürbis bus zu Grill-Hähnchenkeulen hat sie insgesamt 11 herzhafte Rezepte mit Schokolade kreiert.

Aber auch die süßen Rezepte sind sehr verführerisch, z.B.

  • Schokotorte mit Keksboden (aus Walnüssen, Datteln und Zimt)
  • Pfefferminz-Schoko-Gebäck
  • Schwarzwald-Cupcakes (die Creme ist aus Kokosfett, Mandeln und Kokosmehl)
  • Dekadenter Schoko-Chia-Shake

paleo, schokoladeIch habe mich an der weißen Schokolade probiert. Leider fehlte bei diesem Rezept ein Schritt – nämlich wann und mit welcher Temperatur die Kakaobutter zu den restlichen Zutaten kommt. Da ich es also nach Gefühl falsch gemacht habe, hat sich – wie im Foto zu sehen – die Kakaobutter bei mir auch nicht mit den restlichen Zutaten vermischt. Sie hat aber trotzdem geschmeckt. 😉

Ähnliche Schwierigkeiten habe ich auch bei anderen Rezepten gefunden. Manchmal fehlt auch die deutsche Gramm-Angabe für die amerikanische Angabe in Tassen – oder in einem Rezept ist es mal angegeben, mal nicht, was ich sehr verwirrend finde. Aber ansonsten lassen allein schon die wunderschönen Fotos einem das Wasser im Mund zusammenlaufen -die Autorin hat sie übrigens alle selbst gemacht! Und mehr Rezepte findet Ihr auf Englisch in Ihrem Blog: http://www.thespunkycoconut.com/