Paleo Jerky – ein leckerer, gesunder Snack

paleo jerky

paleo jerkyIch bin ja immer auf der Suche nach einem Paleo-konformen Snack – mit Zöliakie ist es noch schwieriger, sich unterwegs Paleo zu ernähren, da ich ja wirklich auf jeden Krümel achten muss. Um so mehr hat es mich gefreut, als ich die Paleo Jerkys gefunden habe! Zuerst war ich etwas sketpisch, da ich schon mal auf die normalen Beef Jerkys aus dem Supermarkt allergisch reagiert habe – da sind dann aber auch alle möglichen Inhaltsstoffe drin, die ich sowieso nicht essen möchte, mal ganz abgesehen von der zweifelhaften Haltung und Fütterung der Rinder.

Die Paleo Jerkys sind da anders. Das Fleisch stammt von Rindern aus Großbritanien und Irland, die zwei bis drei Jahre natürlich und draußen leben durften, und mit Gras gefüttert wurden. Auf jeder Packung ist ein Link abgedruckt zu der Farm, von der das Rind kam. Um 450g Paleo Jerky zu erhalten, werden 1 Kilo Weiderind schonend getrocknet. Das hat natürlich seinen Preis! Eine Packung mit 35g kostet 3,90 Euro, so dass es für den täglichen Genuß leider zu teuer ist.

Die Verpackung ist aus Plastik, da man eine luftdichte Verpackung brauchte – Papier so zu präparieren, dass man Fleisch darin lagern kann, wäre schlechter für die Umwelt als die recycelbare Plastikverpackung.

Mir gefällt besonders, dass die Logistik, also Lager, Verpackung und Versand über die Delphin Werkstätten in Berlin Pankow erfolgt. Dies ist eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung und ich weiß aus unserer Familie, wieviel gutes solch eine Werkstatt Betroffenen bieten kann.

Da es ein Paleo-Lebensmittel ist, sind die Paleo Jerkys natürlich frei von künstlichen Aromen und Farbstoffen. Ein Minuspunkt ist, dass sie die Konservierungsmittel Kaliumsorbat und Natriumnitrat enthalten, allerdings in den kleinsten möglichen Mengen und damit das Fleisch nicht schimmelt.

Die Paleo Jerkys gibt es in 4 verschiedenen Geschmacksrichtungen, von Original über Meeretich (scharf), Habaero (sehr scharf!) bis zu BBQ (sehr leckere Würzung).

Die Packungen nur online bestellbar, ab 45€ entfallen die Versandkosten. Man kann auch ein Abo mit einer monatlichen Lieferung abschließen und erhält dann 5% Rabatt.
Es gibt mittlerweile auch ein paar Geschäfte, in denen man die Jerkys findet, hier findet Ihr die Karte mit einem Überblick:
https://www.paleojerky.de/geschaeft/

Ich werde mir noch ein paar auf Vorrat bestellen, denn gerade wenn ich auf Geschäftsreise bin, ist es eine gute Verpflegung!

https://www.paleojerky.de/

 

Zutaten:

Original
Rindfleisch, Salz, Koriander, Essig, Chili, Muskatnuss, Pfeffer, Konservierungsstoffe Nitritpökelsalz, Kaliumsorbat

Meeretich
Rindfleisch, Salz, Koriander, Essig, Chili, Muskatnuss, Meeretich, Pfeffer, Konservierungsstoffe Nitritpökelsalz, Kaliumsorbat

Habanero
Sehr scharf, guter Geschmack vom Fleisch geht unter
Rindfleisch, Salz, Koriander, Essig, Knoblauch, Chili, Muskatnuss, Pfeffer, Konservierungsstoffe Nitritpökelsalz, Kaliumsorbat

BBQ
Rindfleisch, Salz, Koriander, Essig, Knoblauch, Chili, Muskatnuss, Pfeffer,Konservierungsstoffe Nitritpökelsalz, Kaliumsorbat


Die Allergy & Free From-Messe in Berlin 2016

Almgold - Aus der Käsealm Moosbrugger

Dieses Jahr wollte ich unbedingt zur Allergy & Free From-Messe in Berlin. Also Kind und mich plus mehrere Kilo Proviant eingepackt (ich ernähre mich ja nach Paleo und kenne in Berlin noch nicht die Läden, in denen ich gute Produkte kaufen kann) und ab in den Zug. Die Tage vor der Messe haben wir erstmal mit Zoobesuch, dem Naturkundemuseum und ein wenig Sightseeing verbracht. Mein Sohn weiß jetzt, dass Frau Merkel in einer „kaputten Waschmaschine“ arbeitet. *kicher*
Freitag war es dann soweit, wir sind extra früh und am ersten Messetag hingefahren, damit es nicht zu voll ist. Nach einer ersten Runde über die Messe habe ich dann meinen Sohn und den Opa ins benachbarte Technikmuseum geschickt, damit ich in Ruhe stöbern konnte – wobei die Ruhe auch nur eine Stunde hielt. Es gab viel zu sehen auf der Messe und das nächste Mal möchte ich unbedingt mehr Zeit habe!

Neben dem Stand der Deutschen Zöliakie Gesellschaft, der ECARF und MeinAllergiePortal waren es vor allem Lebensmittelhändler, die ihre „freefrom“-Produkte zeigten und die Besucher probieren ließen. Und natürlich konnte man auch fast alles kaufen – mein Plan, einen leichteren Koffer auf der Rückfahrt zu haben, da ich ja meinen Proviant aufgegessen hatte, ging also so überhaupt nicht auf.

Im folgenden möchte ich Euch ein paar einzelne Hersteller und Produkte vorstellen – andere Hersteller wie Schär, Genius, Hammermühle und Online-Shops wie die Foodoase oder Queerfood und Spezialanbieter die Delicardo etc. habe ich nur im Vorbeigehen gesehen oder kurz Hallo gesagt.

Lizza Superfood Teig aus Leinsamen und ChiasamenLizza
Sehr gefreut hatte mich, dass Lizza einen eigenen Stand hatte. Lizza ist ein – wie sie es nennen – Superfood Teig aus Leinsamen und Chiasamen, der sich für Pizza, Flammkuchen oder auch als Frühstücksbrot eignet. Er ist sowohl glutenfrei wie auch vegan und low-carb. Leider habe ich es nicht geschafft, ein Stück zu probieren, da immer wenn ich da war, schon Tomaten-Sauce drauf war (Tomate vertrage ich wegen der Histaminintoleranz nicht) und gerade, als mein Sohn mich von der Messe zerrte, kam eine freundliche Dame von Lizza und meinte, jetzt sei ein Stück ohne Tomate fertig. Ich habe aber eine Packung mitgenommen und werde sie in einem eigenen Blogbeitrag vorstellen.
www.lizza.de

The Primal Pantry, Paleo, RiegelThe Primal Pantry
Ein weiteres Highlight für mich war der Riegelhersteller The Primal Pantry aus England. Sie stellen Paleo-Riegel her, die einfach nur köstlich sind. Ganz neu sind auch Eiweiß-Riegel mit Hanfprotein, die ich aber als trocken und krümelig empfand – im Gegensatz zu den normalen Riegeln. Ich habe von jeder Sorte einen Riegel mitgenommen und werde auch darüber noch einen eigenen Blogbeitrag schreiben!
Mehr Infos: www.primalpantry.de

Almgold – Aus der Käsealm Moosbrugger
Da ich die ganzen glutenfreien Ersatzprodukte mit Mais- und Reismehl nicht vertrage, war ich schon etwas traurig, dass ich so viele Produkte nicht probieren konnte (ich hatte keine Lust, den Rest des Tages in Berlin mit furchtbaren Bauchschmerzen zu verbringen). Doch dann kam ich am Stand von Almgold vorbei. Sie verkaufen Rohmilchkäse, z.B. auch mit Blumen darin, wie auch Schinken und Würstchen. Alle Produkte sind gluten- und laktosefrei, frei von Geschmacksverstärkern, Phosphaten, Emulgatoren und Farbstoffen. In einigen Würsten lässt sich das Pökelsalz nicht vermeiden, aber – so erklärte mir der freundliche Herr am Stand – sie verwenden so wenig wie möglich und sind weit unter der gesetzlichen Vorgabe. Die Kühe werden auf der Weide gehalten und vernünftig gefüttert. Das merkt man den Produkten an, sie schmecken alle intensiv und nicht künstlich. Da schlägt das Paleo-Herz höher!
Besonders nett fand ich den „Kussechten Knoblauchspeck“ – der Knoblauchgeshcmack ist so zart, dass man kurze Zeit danach wieder jemanden küssen kann. Leider war mein Mann nicht mitgekommen, sonst hätten wir es getestet. 😉
Mehr zu den Produkten und zum Online-Shop findet Ihr hier: www.almgold.deAlmgold - Aus der Käsealm Moosbrugger

PÄX
PÄX stellt knuspriges Obst und Gemüse her, dass in mehreren Schritten getrocknet wird. Der Geschmack und die Konsistenz sind wirklich großartig, denn es sind nicht die üblichen klebrigen Trockenfrüchte, sondern extrem knusprige Varianten – ohne gefriergetrocknet zu sein. Ich habe z.B. Physalis probiert, die ganz unscheinbar getrocknet aussieht, aber eine wahre Geschmacksexplosion in dieser Variante ist. Neben eher typischen Sorten wie Erdbeeren, Ananas oder Äpfeln bietet Päx auch Zwiebeln, Zucchini, Tomaten und Paprika an – alle knusprig. Da werde ich mir bestimmt noch einiges bestellen!
Mehr Informationen: www.paexfood.de

Seitz
Nicht Paleo, aber eine interessante glutenfreie Alternative sind die neuen Fit’n’Free-Nudeln von Seitz. Es gibt bisher 3 Sorten: Rote Linsen, Kichererbsen und Buchweizen.

Zöllis
Die beiden Macher von Zöllis hatten keinen eigenen Stand, sondern wurden mir von Paddy und Jürgen Schmidtlein vom Zöliakie Austausch vorgestellt. Sie sind dabei über Crowdfunding ein komplett glutenfreies Restaurant in Nürnberg aufzubauen. Aber das ist noch nicht alles! Das Restaurant und der Lieferservice wird auch andere Allergien und Unverträglichkeiten berücksichtigen und eine Kundendatei führen, so dass man bei der Bestellung nicht alles wieder auflisten muss, sondern nur seinen Namen nennt und schon bekommt man ein individuell sicheres Essen. Eine wirklich großartige Idee!
Ich wünsche den beiden sympathischen Gründern viel, viel Erfolg, mehr Informationen findet Ihr hier
www.zoellis.de
www.startnext.de/zoellis

Neue Pralinen von Frankonia
Ein Highlight aus laktosefreier Sicht sind die neuen Pralinen von Frankonia, die sie auf der Messe vorgestellt haben. Auf meinem Schwester-Blog findet Ihr eine genaue Beschreibung: http://www.einfach-laktosefrei-leben.de/2016/04/die-neuen-laktosefreien-pralinen-von-frankonia/

BASIC Textur
Ein sehr überraschendes Produkt habe ich von BASIC Textur gefunden. Es ist eine Art Paste, auf deren Basis man viele Speisen wie z.B. Suppen, Emulsionen, Saucen, Schäume, Sorbets, Farcen usw. herstellen kann. Die BASIC Textur besteht aus Wasser und Fruchtfleisch von Zitrusfrüchten. Die Früchte werden erntefrisch entsaftet, entölt und getrocknet und dann in einem Spezialverfahren mit Wasser gemischt. Von der ECARF (der Europäischen Stiftung für Allergieforschung) wurde diese Paste mit dem „Allergiefreundlich Qualitätsgeprüft“-Siegel versehen. Die Paste selbst sieht eher unspektakulär aus und hat auch keinen Eigengeschmack, aber die Anwendungsgebiete sind extrem vielfältig. Bislang war sie vor allem für die Gastronomie gedacht, mittlerweile gibt es aber neben den großen Packungen von 1,5kg und 4,5kg auch eine kleine Packung für zuhause mit 500g. Leider habe ich sie aber noch nicht im Supermarkt gefunden.
Mehr Informationen: www.basic-textur.de


Paleo auf der Anuga 2015

Frische Kokosnuss bei Dr. Goerg

Paleo ist als Trend – wahrscheinlich muss man sagen: zum Glück – auf der Anuga, einer der größten Lebensmittelmessen der Welt, noch nicht angekommen. Es ist natürlich auch schwierig, Produkte an Menschen zu vermarkten, die keine fertigen Produkte essen wollen. 😉 Vier Anbieter konnte ich trotzdem finden, die Paleo anbieten und daneben noch zwei, die interessante Zutaten haben.

Dr. Goerg kennen die meisten ja wahrscheinlich schon. Diese Firma hat sich darauf spezialisiert, Kokosnüsse innerhalb von 72 Stunden zu verarbeiten, z.B. zu Kokosöl, Kokosmilch usw. – natürlich alles fairtrade und in Bio-Qualität. Sehr interessant fand ich das Kokosspeisefett, dass nur durch die Desodierung durch Wasserdampf seinen Kokosgeschmack verliert und so ein geschmacksneutrales Bratfett ist. Die knusprigen Kokos-Chips waren sehr lecker, aber ich durfte noch etwas anderes probieren, von dem ich seitdem schwärme: eine junge, grüne Trinkkokosnuss! Diese müssen erst mit einem speziellen Kokosnussöffner eingestochen werden (eine Bohrmaschine ginge aber auch, meinte der nette Mitarbeiter, der geduldig eine Kokosnuss nach der anderen öffnete). Durch das Loch kann man mit einem Strohhalm das Kokoswasser trinken, Dann kann man sie öffnen und das noch junge und weiche Fruchtfleisch genießen. Ich habe noch nie in meinem Leben so frische Kokosnuss gegegessen und der Geschmack und die weiche Konsistenz sind unglaublich!
www.drgoerg.com

Frische Kokosnuss bei Dr. Goerg

Frische Kokosnuss bei Dr. Goerg

Eine andere Firma, die mich durch ihre Produkte überzeugt hat, ist Pödör. Sie stellen eigentlich kaltgepresste, unraddinierte und ungefilterte Premium-Öle her, haben aber bei der Herstellung der Öle gemerkt, dass man auch den Presskuchen als Mehl weiter verwerten kann. Auf der Anuga haben sie jetzt das Erdmandel Presskuchenmehl vorgestellt, dass glutenfrei, reicht an Ballaststoffen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren ist. Sie bieten mittlerweile aber auch Chiamehl, Kürbiskernmehl undvier weitere Mehle an. Ich habe am Stand das Erdmandelöl probiert, dass einen sehr weichen, fast süßen Geschmack hat. Für Paleo sind die Öle und Mehle sehr geeignet, da ja soviel wie möglich verwertet wird.
www.podor.de

Erdmandelpresskuchenmehl von Pödör

Erdmandelpresskuchenmehl von Pödör

Da Foodloose mit ihren „Raw Smoothie Bars“ der Gewinner des anuga taste-Awards dieses Jahr war und diesen auch mit „Paleo“ beworben hatten, musste ich mir die Smoothies in Riegelform natürlich anschauen. Leider sind die noch in der Entwicklung und die Konsistenz war noch etwas krümelig. Geschmacklich waren sie aber auf jeden Fall gut. Alle sind auf Datteln-Basis und haben dann zum Beispiel Karotte und Kürbis oder Spinat, Moringa und Minze mit drin. Wenn sie die Konsistenz noch etwas fester hinbekommen, wird das eine gute Alternative zu den englischen Riegeln.
www.foodloose.net

Raw Smoothie Bars

Raw Smoothie Bars

Eher zufällig habe ich den Stand von Black Bear entdeckt (schräg gegenüber von Foodloose)- bislang kannte ich die Marke nur aus der Werbung bei Facebook. Sie bieten nur nur zwei Produkte an: einen Frucht-Nuss-Riegel und einen Protein-Riegel. Bei letzterem ist die Besonderheit, dass er anders als andere Riegel dieser Art ohne Proteinpulver auskommt, sondern nur mit natürlichen Zutaten hergestellt wird. Er ist extrem sättigend (und das nach all der Lupinen/italienischem-Dessert/Quinoa-Chips-Völlerei), allerdings fand ich den normalen Riegel vom Geschmack her wesentlich besser.
www.black-bear.ch

Paleo-Riegel von Black Bear

Paleo-Riegel von Black Bear

Die Firma Svanso aus Dänemark hat neben 3 Paleo-Riegeln auch noch eine Paleo-Brotmischung als neuen Backtrend im Programm. Ein Brot habe ich probiert und es war in Ordnung, allerdings bestand es zum größten Teil aus Samen und Nüssen. Wenn man überhaupt so einen Nachbau möchte, dann kann man es auch selbst zusammenstellen, oder? Ob und wann die Produkte nach Deutschland kommen, steht noch nicht fest.
http://www.svansoe.com/da-DK/Produkter/Produkter-Stenalder.aspx

Brotbackmischungen von Svanso

Brotbackmischungen von Svanso

Sehr enttäuscht war ich von dem „Paleo-Müsli“ von Bio Lifestyle. Denn ähnlich wie beim „Paleo-Müsli“ von myMüsli ist auch dieses nur von den Zutaten her glutenfrei, nicht aber von der Verarbeitung her. es wird an der gleichen Stelle, wie die normalen glutenhaltigen Müslis zusammengemischt und ist dadurch für Menschen mit Zöliakie (wie mich) ungeeignet. Es ist schade, dass da Firmen auf den Paleo-Zug aufspringen, ohne es wirklich zu durchdenken und zu überlegen, dass zumindest ein Teil der Paleo-Leute sich danach ernährt, weil sie eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie haben.
www.biolifestyle.at

Paleo-Müsli von BioLifestyle - nicht bei Zöliakie geeignet!

Paleo-Müsli von BioLifestyle – nicht bei Zöliakie geeignet!

Zum Schluss noch ein Produkt, dass zwar nicht Paleo, dafür aber mal etwas ganz anderes ist: Helga, ein Erfrischungsgetränk aus Algen. Den ersten Schluck fand ich sehr merkwürdig, aber dann war Helga lecker und sehr erfrischend. Das Getränk wird aus der Süßwasseralge hergestellt, und ist so auch kein Problem für die, die auf Jod achten müssen. Außerdem enthält Helga weniger Kalorien als Apfelschorle. Ich drücke den Entwicklern die Daumen, dass sie jetzt über das Crowdfunding es schaffen, Helga auf den Markt zu bringen!
Mehr dazu: http://www.hallohelga.at/index.php/algen/

Der Algendrink "Helga"

Der Algendrink „Helga“

Mehr über glutenfreie und laktosefreie Produkte auf der Anuga 2015 findet Ihr über die Links in diesem Satz!


Buch-Tipp: „Paläo-Küche für jeden Tag“ von Danielle Walker

Danielle Walker, Paläo-Küche

Danielle Walker, Paläo-KücheIch muss gestehen, ich bin ein Fan von Danielle Walker und liebe ihren Blog, ihre Facebookposts, ihr erstes Paleo-Kochbuch – und jetzt natürlich auch ihr zweites „Paläo-Küche für jeden Tag“. Wieder sind über 100 köstliche Rezepte ohne Gluten, Getreide und Milchprodukte enthalten – und alle, die ich nachgekocht habe, sind wunderbar gelungen.

Das Buch beginnt mit einer kleinen Einführung und ihrer persönlichen Geschichte. Dann gibt es Tipps zum Einkaufen, Tipps für Einsteiger in Paleo, einen Überblock über die Küchenausstattung und Grundregeln. Sehr hilfreich ist ihr 8-Wochen-Plan inklusive einer Einkaufsliste zum Heraustrennen.

Das Tolle ist, dass nicht nur einfach Rezepte im Buch enthalten sind, sondern neben Zubereitungstipps auch bei jedem Rezept daneben steht, ob es eifrei, nussfrei, frei von Nachtschattengewächsen und für die SCD-Ernährung geeignet ist. Auch der Hinweis, dass nur ein Topf gebraucht wird oder ein Slow Cooker kann sehr hilfreich sein.

Im hinteren Teil des Buches folgen die Nährwertangaben für jedes Rezept, Allergen- und Diätangaben, was die Suche nach einem geeigneten Rezept sehr vereinfacht, Einkaufslisten und einem ausführlichen Rezeptverzeichnis und Register.
Die letzten Seiten sind heraustrennbar und enthalten:

Eine Übersicht über geeignete und ungeeignete Lebensmittel

  • Ersatzmöglichkeiten
  • Übersicht: was in Bioqualität kaufen
  • Eine Lebensmittelliste für Einsteiger
  • Den 8-Wochen-Plan
  • Einkaufslisten pro Woche

Dazu kommen die wunderschöne Gestaltung und sehr appetitlichen Fotos, so dass das Buch nicht nur praktisch sondern auch appetitanregend ist.

Wir haben unter anderem das Thymian-Fenchel-und-Karotten-Rezept, den gegrillten Sesamspargel mit Frühlingszwiebeln und die italienische Hochzeitssuppe ausprobiert. Mittlerweile sind die Klößchen aus der Hochzeitssuppe in der Pfanne gebraten eines unserer Lieblingsessen!

Ich kann das Buch von Danielle Walker jedem Paleo-Anfänger aber auch den „alten Hasen“ empfehlen. Denn das einzige, was stört, ist dass im Titel Paleo mit ä geschrieben wird.

Danielle Walker, Orangen, Fenchel Möhren danielle-suppe

Buch-Tipp: „Einfach Paleo: So wurde ich durch die Steinzeit-Ernährung gesund“ von Balázs Bojkó

Einfach Paleo, Balázs Bojkó

Einfach Paleo, Balázs BojkóMeine kleine, aber feine Bibliothek an Paleo-Büchern wächst und gedeiht mit jedem Monat – und leider kann ich die ganzen Kindle-Bücher nicht ins Regal stellen, sonst sähe es noch voller aus. Das neue Buch „Einfach Paleo: So wurde ich durch die Steinzeit-Ernährung gesund “ von Balázs Bojkó sticht eindeutig aus dieser Masse heraus. Denn es ist nicht ein großes Kochbuch mit einer kleiner Einführung zum Thema Paleo, sondern genau andersherum. Eine große Einführung mit einem kleinen Kochbuch – letzteres liegt als Broschüre dem Buch bei.

In dem Buch beschreibt Balázs Bojkó, wie er als Leistungssportler seinen Körper immer wieder über seine Grenzen getrieben hat und dies letztendlich mit einer schweren chronischen Darmerkrankung bezahlen musste. Wie bei so vielen in der Paleo-Szene war dies der Grund, warum er sich auf die Suche nach einer anderen und vor allem gesünderen Ernährungweise machte und schließlich auf Paleo stieß. Für ihn war es ein Weg aus der Krankheit und hinein in ein ganz neues Leben: „Meine Krankheit sehe ich heute als einen guten Freund, der mich erbarmungslos aus meiner Komfortzone riss. Ich hatte durch die Erkrankung keine andere Wahl, als mein Leben radikal zu überdenken.“
Ein Statement, das viele von uns bestimmt genauso machen könnten!

Zusätzlich zu seiner persönlichen Geschichte erklärt Balázs Bojkó das Hintergrundwissen zu Paleo, warum dabei was gegessen und was weggelassen wird. Sein Buch unterteilt sich in 6 Teile:

Im ersten Teil „Entdeckungsreise in die Paleo-Welt“ beschreibt er seinen Weg vom Leistungssport über die Krankheit hin zu Paleo. Im zweiten Teil „Paleo sein im 21. Jahrhundert“ zieht er ein Resümee von der Steinzeit bis zur heutigen Zeit. Im dritten Teil „Die ersten Schritte einer Paleo-Transformation“ geht es vor allem um den Darm, Kohlenhydrate und was Getreide und Gluten bewirken. Im vierten Teil beschreibt er den „ersten Baustein der Gesundheit – die Paleo-Ernährung“, nämlich wie welche Lebensmittel einzusetzen sind.
Im fünften Teil „Der zweite Baustein – das Körperbewusstein“ geht es um die Bewegung, während der 6. Teil „Der dritte Baustein: Verbundenheit – Paleo pur!“ die mentale und spirituelle Ebene von Paleo umfasst.

Dieses Buch ist in meinen Augen eher für den Paleo-Einsteiger gedacht, denn wirklich etwas neues erfährt man nicht mehr, wenn man selbst schon einige Monate nach Paleo gelebt hat und sich dementsprechend in das Thema eingelesen hat. Mir persönlich war das Buch etwas zu unübersichtlich, Aussagen wiederholen sich sehr oft, so dass mir manchmal etwas der rote Faden fehlt. Das liegt aber daran, dass der Autor hier wirklich mit Herzblut geschrieben hat – und das kann man ihm wirklich nicht verübeln.

Ich kann das Buch „Einfach Paleo: So wurde ich durch die Steinzeit-Ernährung gesund“ nur jedem empfehlen, der in einer gesundheitlichen Krise steckt und einen Ausweg sucht – denn vielleicht ist Paleo genau dieser Ausweg (eine Garantie gibt es natürlich nicht!).


Maniok, Gari, Tapioka – Ein Überblick

gari, maniok, tapioka

In vielen Paleo-Rezepten wird Tapioka, Maniok, Cassava, Yucca oder Gari verwendet. Doch was ist das überhaupt und was ist der Unterschied?

Die Pflanze

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Maniok ist – obwohl einer der wichtigsten Nahrungspflanzen der Welt – in unseren Breiten so gut wie unbekannt. Für die tropische Bevölkerung ist es die viertwichtigste Kalorienquelle (nach Reis, Mais und Zuckerrohr). Die Pflanze lässt sich gut anbauen und kommt selbst mit kargen und sauren Böden und Trockenheit klar und ist gegen viele Krankheiten resistent. Deshalb wird sie meistens immer noch von Kleinbauern angebaut. Das Gute an der Maniokpflanze ist, dass sie das ganze Jahr über geerntet werden kann. Wenn die Wurzel im Boden bleibt, während die Blätter geerntet werden, halten sie sich über mehrere Monate, so dass die Kleinbauern einen regelrechten Vorrat anlegen kann.

Von der Pflanze sind die Blätter und die Wurzeln der nährstoffhaltigste Teil. Blätter konnte ich hier in den Geschäften leider noch nicht finden, aber neben den gemahlenen Formen habe ich im Asialaden auch schon ganze oder geriebene Wurzeln im Tiefkühlfach gefunden. Die frisch geernteten Wurzeln müssen sofort weiterverarbeitet bzw. tiefgekühlt werden, da sie innerhalb von 48 bis 72 Stunden verderben. Außerdem enthalten die Wurzeln bis auf einige wenige Sorten die giftige Blausäure, die durch der Verarbeitung entfernt wird. Die ungiftigen sind die süßeren Sorten, die es bei uns zu finden gibt. Die Maniokwurzel kann bis zu 1 Meter lang werden und wiegt bis zu 2,5 Kilo. Die Rinde ist nicht essbar.

Die Wurzel hat je nach Sorte, Alter, Boden und Klima andere Nährwerte. Grob gesagt besteht sie zu 60-65 % aus Wasser, 30-35% Kohlenhydraten, 1-2% Proteinen, 0,2-0,35% Fetten und ca. 1% Mineralstoffen.

Um die Wurzel genießbar zu machen, wird sie gekocht, eingeweicht, gemahlen, getrocknet, gedämpft, geröstet, fermentiert – je nach Land und gewünschtem Produkt in unterschiedlichen Reihenfolgen. Auch kann die enthaltene Stärke extrahiert werden. Dabei verändern sich natürlich auf die Zusammensetzung der Nährstoffe.

Der Name

Der Name Maniok stammt vom Wort „Maniot“ aus der Tup-Sprache. Diese war vor allem an der brasilianischen Atlantikküste verbreitet. Je nach Region hat Maniok einen anderen Namen:
In Brasilien, Argentinien und Paraguay heißt Maniok „Mandioca“. Mani-Oca ist nach einer Legende der brasilianischen Ureinwohner eine Frau, deren Körper die Maniokpflanze entsprungen sein soll. Das Wort Cassava oder Kassave kommt vom Arawak-Wort Kasabi, während sie im spanischsprachigen Lateinamerika Yuca genannt wird. Der lateinische Name ist Manihot esculenta.

Die verschiedenen Maniokprodukte

Die in Deutschland am häufigsten vorzufindende Form von Maniok ist Tapiokastärke und Maniokmehl. Aber auch Gari wird zunehmend bekannter. Die verschiedenen Verarbeitungsformen haben natürlich einen hohen Kohlenhydratanteil:

Maniokmehl: 87g KH/100g
Gari: 89g KH/100g
Tapioka: 90g KH/100g
Die tiefgefrorene Wurzeln hat nur einen KH-Anteil von maximal 35g/100g. Trotzdem sind die Mehle und Stärken sogenannte „safe starches“ und können deshalb in der Paleo-Küche in Maßen genutzt werden.

Im folgenden stelle ich Euch die einzelnen Produkte genauer vor.

Maniokmehl

Für das Maniokmehl werden die Wurzeln geschält, zerrieben bzw. geraspelt und mehrere Tage lang eingeweicht. Dann wird die Masse ausgepresst, gewaschen und im Ofen geröstet. Die Masse, die in der Presse zurückbleibt, ist das Maniokmehl – in Brasilien heisst es Farinha. Das Mehl hat eine ähnliche Konsistenz wie Weizenmehl – aber ist natürlich glutenfrei.

Tapioka

Tapioka oder brasilianisch Polviho ist ein Nebenprodukt von der Herstellung des Maniokmehls und ist die reine Stärke. Es hat die Konsistenz von Puderzucker, wird aber auch als kleine Kügelchen angeboten. Häufig findet man es auch in Perlenform. Übrigens: die Kügelchen in dem unsäglichen Bubble-Tea bestanden auch aus Tapioka. Schade, dass sich zumindest nicht die Tapioka hier durchsetzen konnte.

Gari

Besonders in Westafrika ist Gari sehr bekannt. Für die Herstellung werden die Maniokwurzeln geerntet, geschält, gewaschen, dann vermahlen und in Säcke gepackt. Diese Säcke bleiben ein paar Tage stehen, so dass eine spontane Fermentation in dem Brei stattfindet. Anschließend wird der Brei in sehr heissen Pfannen und ständigem Wenden erhitzt, bis sich er Wassergehalt auf etwa 10% reduziert. Das Endprodukt hat ein wenig Ähnlichkeit mit Sägespänen.

Fufu oder Foufou

Bei uns noch sehr unbekannt, ist Fufu eine sehr verbreitete Maniokvariante. Dafür werden die Maniokwurzeln geschält, gewaschen, in grobe Stücke geschnitten und für 4-5 Tage gewässert. Ein Teil der Blausäure wird dadurch ausgewaschen und die Wurzeln werden weich. Danach werden die Wurzelstücke zerkleinert und durch ein Sieb gepresst. Die Paste mit der Stärke lässt man noch mehrere Stunden sich absetzen, dann wird das Wasser geklärt. Das sich abgesetzte Fufu wird gepresst und ca. 30 Minuten gekocht. Als letzten Schritt wird die Masse zu einer Paste zerstampft.

Frische und tiefgekühlte Maniok

In gut sortierten Asia-Läden findet man auch frische und tiefgekühlte Maniok-Wurzeln, meistens unter der Bezeichnung „Yucca“. Rezepte dazu findet Ihr in den nächsten Wochen hier im Blog.


Möhren-Powerballs – glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleo

Möhren-Powerballs - glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleo

Möhren-Powerballs - glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleoLeider hat mich nach einer schlimmen Erkältung nun auch noch eine Pollenallergie erwischt. Dummerweise neige ich dann dazu, mir allen möglichen Süßkram reinzuziehen, wie mein Göttergatte auch. Wahrscheinlich lechzt der Körper in dieser Situation nach schnell verwertbaren Kohlenhydraten, weil er so in Aufruhr ist. Dieses Jahr wollte ich aber nicht nach Schokolade oder Gummibärchen greifen, sondern eine gesunde Alternative erschaffen. Zum Glück vertrage ich rohe Möhren, denn die sind ein Hauptbestandteil dieser Powerballs!

Die Powerballs sind sehr leicht zu machen, man braucht nur einen guten Zerkleinerer und eine kleine Schüssel. Mit einem Zauberstab oder einem Thermomix müsste es auch gehen.

Möhren-Powerballs - glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleo
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 5-6 entsteinte Datteln
  • 30g Kokosflocken
  • 2 Möhren
  • Eine kräftige Prise Zimt
  • Vanille nach Geschmack
  • 3-4 Esslöffel Kokosmilch
Zubereitung
  1. Zerkleinere zuerst die Möhren und nimm sie dann raus.
  2. Zerkleinere nun die Datteln und die Kokosflocken, bis sie sich gut vermischt haben und zusammenkleben.
  3. Gibt die Mandeln, die Möhren, Zimt und Vanille dazu und verrühre alles im Zerkleinere, bis es gut durchgemischt ist.
  4. Gibt die Kokosmilch dazu und rühre solange weiter, bis sich alles verbunden hat. Wenn es im Zerkleinerer nicht geht, rühre mit einem Löffel weiter - bei mir war der „Teig“ so fest, dass das Messer nicht mehr rankam.
  5. Rolle den Teig in Bälle ungefähr von der Größe von großen Murmeln (oder je nach Geschmack).
  6. Am Besten im Kühlschrank aufbewahren!

 


Kokos-Cashew-Kekse: paleo, vegane, glutenfreie, laktosefreie kleine Kostbarkeiten

Kokos-Cashew-Kekse

Kokos-Cashew-KekseMein Sohn und ich sind seit fast zwei Wochen krank, ihn hatte es noch schlimmer getroffen als mich mit dem grippalen Infekt. Was mir am meisten Sorgen machte, war, dass er nur sehr wenig aß. Das einzige, was er regelrecht inhalierte, waren Cashewnüsse. Also dachte ich mir, dass ich ja mal irgendwas mit Cashew backen könnte. In den Rezepten, die ich fand, brauchte man allerdings Cashewbutter, die ich natürlich nicht da hatte. Also kam ich auf dieses Rezept. Das schöne ist, dass man keine extra Schüssel oder das Rührgerät braucht, sondern alles in einem elektrischen Zerkleinerer oder einer Moulinex machen kann. Auch im Thermomix müsste das gut gehen.
Wichtig ist, die Kekse relativ klein und flach zu machen. Ich rolle sie zu einer Kugel ungefähr von der Größe einer großen Murmel aus und drücke sie dann platt. Beim Backen muss man aufpassen, dass sie nicht zu lang im Ofen sind. Wenn die Kekse gerade anfangen, braun zu werden, sind sie gut!
Natürlich sind sie für Paleolaner nur als Cheat gedacht, aber immer noch besser, als sich Schokoladen-Doppelkekse zu genehmigen. Die Kekse sind wirklich kleine Kostbarkeiten und man muss sie als solche auch behandeln, da sie leicht bröseln. Im Mund verbindet sich dann aber der Geschmack zu einer süßen Verführung. Kommentar meines Göttergatten: „Die kannst Du häufiger machen“. Versprochen, Schatz!

Kokos-Cashew-Kekse: paleo, vegane, glutenfreie, laktosefreie kleine Kostbarkeiten
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 120g rohe, ungesalzene Chashews
  • 30g Kokosflocken
  • 30g Kokosblütenzucker
  • Etwas Vanille aus der Mühle
  • Eine Prise Natron
  • Eine Prise Salz (ich nehme Himalaya-Salz)
  • 25g geschmolzenes Koksöl
  • 1 Esslöffel Kokosmilch
Zubereitung
  1. Die Cashews und die Kokosflocken in den Zerkleinerer geben und solange zerkleinern, bis kleine Krümel entstehen.
  2. Den Kokosblütenzucker, die Vanille, das Salz und das Soda hinzugeben und wieder zerkleinern, bis sich alles gut vermischt hat.
  3. Das Kokosöl und die Kokosmilch dazugeben und wieder solange zerkleinern, bzw. rühren, bis alles vermischt ist.
  4. Mit einem Teelöffel eine kleine Menge des Teiges in die Handfläche geben und vorsichtig zu einem Ball rollen. Dann ganz saft plattdrücken.
  5. Vorsichtig auf ein Backblech mit Backpapier legen.
  6. Bei ca. 160 Grad 7-8 Minuten backen lassen. Nicht wundern, sie sind dann noch weich.
  7. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech abkühlen lassen. Achtung: nicht hochnehmen, solange sie noch warm sind, denn sonst zerfallen sie!

 


Glutenfreie und laktosefreie Osterkekse

Die fertigen Osterkekse
Mein Kleiner beim Teigrühren

Mein Kleiner beim Teigrühren

Mein Sohn und ich haben uns beide unsterblich in die süßen Oster-Ausstechformen verliebt, die es im Moment in den Geschäften gibt. Er musste nicht lange betteln, bis ich für uns welche gekauft habe. Nun stand ich aber vor dem Problem, welchen Teig ich dafür nehme. Ich wollte einen einigermaßen Paleo-tauglichen, gluten- und laktosefreien Teig und nicht schon wieder das Spekulatiusrezept nehmen. 
Mein Sohn, mittlerweile fünf, war angesichts der Zutaten, die ich für die Hasen nehmen wollte, dann aber erst mal mega skeptisch: „Ich mag keinen Honig! Ich mag kein Kokosöl!“ schrie er entsetzt, als ich alles vorbereitete, damit er den Teig rühren konnte. Ich habe ihn aber beruhigt, und das Endergebnis hat ihm so gut geschmeckt, dass er zu Ostern die Kekse für die ganze Familie backen will. 🙂

Die fertigen Osterkekse

Die fertigen Osterkekse

Man könnte die Kekse auch mit irgendeiner Glasur verzieren, allerdings waren sie bei uns zu schnell weg. 😉 Besonders gut schmecken sie in Tee oder Kaffee getunkt und frisch.

Solche Kekse sollten natürlich nur eine Ausnahme sein, wenn Ihr Euch nach Paleo ernährt, aber ich war so froh, mal wieder mit meinem Kleinen backen zu können!

Glutenfreie und laktosefreie Osterkekse
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 2 Eier (Bio oder Freiland)
  • 70g geschmolzenes Kokosöl
  • 170g flüssigen Honig
  • 190g helle gemahlene Mandeln (wir haben es mit dunkleren gemacht, deshalb sind die Kekse nicht so hell)
  • 60g Kokosmehl plus Ein wenig zum Ausrollen
  • 120g Maniokmehl
  • ½ Teelöffel Salz
  • ½ Teelöffel Natron
  • Vanille aus der Mühle
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 350f vorheizen.
  2. Backbleche mit Backpapier auslegen.
  3. Die drei Mehle, das Natron, Salz und die Vanille in einer kleinen Schüssel mischen.
  4. In einer großen Schüssel Eier, Kokosöl und Honig gründlich verrühren.
  5. Die trockenen Zutaten in die flüssigen geben und wieder gründlich verrühren.
  6. Zum Ausrollen ein Brett und den Teig immer wieder mit etwas Kokosmehl bestäuben, damit der Teig nicht zu sehr klebt.
  7. Kekse ausstechen und vorsichtig auf die Backbleche legen.
  8. Für 10-15 Minuten backen, bis die Ränder anfangen, sich zu bräunen.
  9. Nach dem Backen abkühlen lassen und genießen.

 


Das Paleo-Quartett von Paleo Lifestyle

Als ich die ersten Ankündigungen eines Paleo-Quartetts auf Facebook sah, dachte ich zunächst, es sei ein Kartenspiel für Kinder. Aber weit gefehlt! Anstatt Reifengröße, maximale Stundenkilometer oder Hubraum zu vergleichen (ja, ich habe viel mit dem Nachbarsjungen gespielt), kann man hier Nährwerte gegeneinander ausspielen. Da gewinnt die Süßkartoffel gegen den Schweineschmalz beim Vitamin A-Wert und die Banane gegen den Knoblauch knapp beim Magnesiumwert.
Das Quartett beinhaltet 36 Lebensmittelkarten, sowie einen Booster (nach einem stressfreien Tag) und einem Schwarzen Peter – einer Getreidekarte, was mich sehr zum Lachen brachte. Man kann das Spiel nach der klassischen oder einfachen Variante spielen.
Besonders ansprechend finde ich die tollen Fotos der Lebensmittel. Ein besonderes Gimmick sind die QR-Codes auf der Rückseite, die zu weiteren Informationen zu dem Lebensmittel sowie Rezepten führen.
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Ich persönlich finde das Quartett eine sinnvolle Ergänzung zu meinen Kochbüchern. Sicherlich, man braucht es nicht unbedingt, aber so macht das Lernen von Nährwerten mal wirklich Spaß und ich denke, ich werde es auch in der Ernährungsberatung einsetzen.

Das Quartett kostet 9,99€ und kann über die Webseite von Paleo Lifestyle bestellt werden.