Glutenfreie Maniok-Kastanien-Brötchen

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maniok kastanien brötchen, glutenfrei, paleoIch habe schon unzählige Versuche mit glutenfreiem Brot und Brötchen hinter mir – aber dieses Rezept schmeckt mir am Besten! Und auch wenn ich nach Paleo lebe, habe ich zwischendurch mal Lust auf ein Brötchen – ich gebe es ja zu. 😉 Auf der Suche nach einem Rezept bin ich auf das Rezept von Svenja gestoßen, dass Ihr hier findet. Das Tolle an dem Rezept von Svenja ist, dass es ganz ohne Nüsse oder Kokosmehl auskommt. Ich wollte allerdings keinen reinen Maniok-Geschmack und habe anstatt 200g Gari nur 100g genommen und 100g Kastanienmehl hinzugefügt, sowie noch Schwarzkümmel und Leinsamen.

Außerdem habe ich mal kein Brot gebacken, sondern Brötchen in der „berühmten“ Tchibo-Form. Wenn Ihr nicht so eine Form habt,  könnt Ihr es auch in einer rechteckigen Kuchenbackform backen, die Backzeit beträgt dann 40 anstatt 20-25 Minuten. Die Brötchen kann man super einfrieren, sie halten sich im Kühlschrank aber auch mehrere Tage.

Gari und Maniok- oder auch Cassava-Mehl bekommt Ihr am besten in einem Asialaden, Kastanienmehl im Reformhaus oder Bioladen. Nächste Woche schreibe ich dann auch mal einen Blogbeitrag zu Gari/Maniok/Cassava!

Glutenfreie Maniok-Kastanien-Brötchen
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 9
Zutaten
  • 100g Maniokmehl
  • 100g Gari
  • 100g Kastanienmehl
  • 5 Eier
  • 200 ml Kokosmilch
  • Eine größere Prise Salz
  • 2 TL Schwarzkümmel
  • 2 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 TL Natron
  • Schuss Apfelessig
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Zuerst die 3 Mehle in eine große Schüssel geben.
  3. Dann die Eier und die Kokoksmilch dazugeben.
  4. Anschließend das Salz, den Schwarzkümmel und die Leinsamen zufügen.
  5. Zum Schluss kommt das Natron und den Schuss Apfelessig.
  6. Sofort alles gründlich verrühren.
  7. Den Teig in die Form geben.
  8. Im Ofen für 20-25 Minuten backen.

 


Paleo und Schwangerschaft

paleo, schwangerschaft

paleo, schwangerschaftIch bin auf Facebook gefragt worden, was ich zum Thema Paleo und Schwangerschaft halte. Da ich selber eine sehr schwierige Schwangerschaft hatte, inklusive Hypernemesis Gravidarum (bis zu 10 Mal am Tag übergeben di ganze Schwangerschaft hindurch) und Schwangerschaftsdiabetes, wünschte ich mir, ich hätte bereits in der Schwangerschaft mit Paleo angefangen, denn ich bin der Überzeugung, dass mir dies viel erspart hätte. Stattdessen konnte ich mich zwischendurch nur noch von Popcorn ernähren, dass bekanntlich nicht viele Nährwerte enthält – aber wenigstens unten blieb. Paleo ist eine sehr gesunde Ernährungsform, bzw. ja mehr als nur das. Durch die Kombination von frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln und dem Weglassen von allem, was Entzündungen und ähnliches hervorruft, sind die wichtigsten Nährstoffe, die eine Schwangere braucht, bereits abgedeckt! Trotzdem hat man als Schwangere vielleicht Zweifel, ob man sich weiter nach Paleo ernähren kann. Deshalb hier ein paar dieser Zweifel und die Paleo-Sicht darauf:

Ich mag kein Fleisch essen!
Gerade in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft kann es sein, dass man kein Fleisch essen kann (ich musste sogar bei einer Kochshow im Fernsehen zur Toilette stürzen, da bei mir allein der Anblick vom Fleisch schon reichte). Dies ist vollkommen normal, denn der Körper schützt einen vor dem Essen, das Bakterien wie Salmonellen enthalten kann. Hört einfach auf Euer Bauchgefühl (im wahrsten Sinne des Wortes) und probiert es mit Eiern und Fisch.

Bekomme ich und mein Kind genügend Vitamine und Mineralstoffe?
Definitiv ja! Eisen ist in Fleisch enthalten, Jod und Selen im Fisch ebenso wie gesunde Fettsäuren. Vitamin D könnte zu wenig enthalten sein, weil wir uns zu wenig in der Sonne aufhalten. Also mach zwischendurch einfach mal einen Spaziergang.

Und was ist mit Folsäure?
Folsäure bezeichnet die im Labor künstlich hergestellte Variante des Vitamins aus dem Bereich der B-Vitamine. Auch die findest Du im normalen Paleo Ernährungsplan, z.B. in Spargel, grünes Gemüse, Brokkoli, Blumenkohl, Zitrusfrüchten, Nüssen, Samen (nicht zu viel von beidem!) usw. Trotzdem kann es wichtig sein, noch zusätzlich Folsäure einzunehmen, vor allem wenn Du geplant schwanger werden willst. Das solltest Du mit Deinem Arzt abklären und ihm dabei auch aufzeigen, wieviel Folsäure Du über die Nahrung schon aufnimmst.

Kann ich weiter in Ketose oder Low-Carb bleiben?
Definitiv nein. Gerade die Ketose sollte während der Schwangerschaft nicht aufrecht erhalten werden, da es zu schwierig für Deinen Körper wird. Auch Low-Carb ist nicht empfehlenswert, denn Dein Körper leistet jetzt Schwerstarbeit und dafür brauchst Du Kohlenhydrate. Das heisst jetzt nicht, dass Du Dich mit Chips und Brot oder leeren Kalorien vollstopfen darfst. 😉 Probier mal, wie es Dir mit Süßkartoffeln, Kochbananen, Maniokstärke usw. geht und teste selber die Menge aus. Leider kann ich Dir nicht einfach eine Grammzahl hier im Blog angeben, denn die Menge der Kohlenhydrate hängt auch von Deinem Gewicht und Körpertyp ab.

Esse ich zuviel Protein?
Vermutlich ja. In der Schwangerschaft dürfen allerhöchstens 20% der Kalorien aus Protein kommen, besser weniger. Hier musst Du Deinen Essensplan etwas anpassen, entweder eher fettreiches Fleisch auswählen oder eben ein wenig mehr Kohlenhydrate zu Dir nehmen.

Aber wenn ich Heißhunger habe?
Das Klischee-Bild von Schwangeren ist ja, dass sie nachts um drei den Ehegatten zur Tankstelle schicken, um ein Eis zu holen, oder Gurken mit Nutella drauf essen. 😉
Bei einer Heißhunger-Attacke kannst Du es mit achtsamer Ernährung versuchen: Versuche, Dich abzulenken oder trink ganz bewusst ein Glas Wasser. Wenn das alles nichts hilft und Du trotzdem der Snickerslust nachgegeben hast, dann ist es eben so. Rede Dir selbst keine Schuldgefühle ein, sondern mach einfach weiter mit der gesunden Ernährung. Du wirst mit ein paar kleinen Ausrutschern Deinem Kind nicht schaden!

Mein Arzt/Hebamme/Freundin hält mich für verrückt!
Tröste Dich, das taten sie vorher auch schon. Aber als Schwangere meinen alle um einen herum, dass sie gute Tipps geben müssten, was manchmal sehr verunsichernd sein kann oder zu endlosen Diskussionen führt. Lass Dich nicht beirren. Es ist Dein Bauch, Dein Baby und Deine Schwangerschaft. Letztendlich entscheidest Du, was für Dich und Dein Baby das Beste ist.

Ich wünsche jeder werdenden Mama vom Herzen das Allerallerbeste. Genießt diese besondere Zeit!

Und wenn Du noch mehr zu dem Thema lesen möchtest: in diesem Artikel (auf Englisch!) beschreibt eine Paleo-Hebamme genau, was bei jedem Trimester zu beachten ist:
http://cavegirlplusone.com/blog/2013/9/16/how-to-eat-paleo-during-pregnancy-a-guide-to-every-trimester


Leckere glutenfreie Paleo-Pfannkuchen – aus Maniok-Mehl

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pfannkuchen, tapioka, paleo, glutenfreiWas haben wir hier nicht alles probiert, um glutenfreie Pfannkuchen hinzubekommen. Diverse Mehlmischungen gekauft, selber Mehle gemischt, französische Buchweizencrepes ausprobiert. Aber so richtig glücklich waren wir nie – vor allem mein Mann nicht, der da sehr wählerisch ist. Aber seit ein paar Wochen experimentieren wir mit Tapioka und haben die erstaunlichsten Ergebnisse. So auch beim Pfannkuchen! Diese Pfannkuchen kann man dünn backen, und sie sind trotzdem schön fluffig. Natürlich hat Tapioka einen ganz eigenen Geschmack – ich finde, es schmeckt etwas erdig  – aber ich mag ihn. Und die Pfannkuchen kann man ja auch individuell belegen, z.B. mit Apfelpüree oder besonders auch exotischen Früchten.
Anstatt der Kokosmilch kann man auch normale Milch nehmen.
Das Rezept ergibt 8 Pfannkuchen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

3.0 from 2 reviews
Leckere glutenfreie Paleo-Pfannkuchen - aus Tapioka-Mehl
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 250g Maniok-Mehl (ich nehme Fufu aus dem Asialaden)
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 Dose Kokosmilch (400ml)
  • Bei Bedarf 1 EL Wasser
Zubereitung
  1. Alles in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen zu einem glatten Teig vermischen. Am Anfang bilden sich ziemlich viele Klümpchen, die lösen sich aber schnell auf.
  2. Dann wie normalen Pfannkuchen dünn in der Pfanne backen. Achtung, das Bräunungsverhalten ist anders, als bei normalen Pfannkuchen, aber das habt Ihr schnell raus.

 


Geschmorte Lamm-Herzen im Speckmantel

Gastbeitrag von Nina Weber vom Spiel- und Mama-Entspannungs-Blog Land der Abenteuer.

Nina ist Anfang letzten Jahres mit ihrer Familie nach Katar ausgewandert. Sie versuchen, auch im fernen Nahen Osten nach dem Paleo-Prinzip zu leben. Oft ist das schwierig, aber es gibt auch frische Zutaten, die zu Koch-Experimenten verlocken … Wenn Nina nicht mit ihren 2 Söhnen ihre neue Heimat erkundet, schreibt sie Fantasybücher und Ratgeber wie „Mama macht mal Pause“ oder den „Trotzphasen-Survivalguide“.

Seit Tagen haben mich in der Fleischtheke die Lamm-Herzen aus Australien angelacht. Hatte noch im Ohr, dass man als Steinzeit-Esser auch immer mal wieder Innereien essen soll. Das haben wir seit unserem Umzug nach Arabien noch nicht gemacht. Also ran ans Werk.

Rezepte für Lamm-Herzen gegoogelt und das hier ausgewählt: http://www.greatbritishchefs.com/community/bacon-stuffed-braised-lamb-heart-recipe. Beim Kochen dann wild herumgeflucht, weil der Teufel im Detail steckte und man viel improvisieren muss mit dem Rezept.

Hier jetzt, für euch, die new & improved Version des Rezepts.

Unser Fazit: Bei den ersten Bissen dachten wir alle “urgs, das ist nicht so meins”. Dann fanden wir’s alle einen sehr leckeren und spannenden Geschmack, besonders in der Kombination mit dem zitronigen Gremolata. Das fand sogar mein Mann, der sonst kein Lamm-Fan ist. Die Kinder haben sich nochmal den Teller vollgeladen, ganz freiwillig, und gefragt, wann es wieder Herzen gibt. Bald! 🙂

Die Zubereitungsbeschreibung ist lang — lasst euch davon nicht abschrecken. Das meiste ist verschiedenstes Gemüse und Kräuter kleinschnippeln. Das liest sich lang, geht aber schnell. 😉

Geschmorte Lammherzen im Speckmantel

Zubereitungszeit: etwa 3 Stunden — etwa 1 Std. aktiv kochen, 2 Stunden Schmorzeit im Ofen

Zutaten für 4 Portionen

  • 4 Lammherzen (etwa 600 g), am besten küchenfertig präpariert. Ganze oder gehälftete, das ist egal.
  • 3 kleine Zwiebeln oder 6 Schalotten
  • 3 Knoblauchzehen (nur 1 wird mitgegessen)
  • 200 Gramm frische Würstchen oder 200 g Gehacktes
  • 1 Bund Thymian (noch besser: Zitronenthymian)
  • 2 Bund frische Petersilie
  • 1 ungespritzte Zitrone
  • etwa 40 Gramm glutenfreie Semmelbrösel oder gemahlene Nüsse. Wir haben GF-Zwiebäcke in der Küchenmaschine zerlegt. *
  • etwa 400-500 Gramm Frühstücksspeck – möglichst breite, lange Streifen
  • 400 ml Rotwein, z. B. Shiraz
  • 2 Selleriestangen (kein Knollensellerie)
  • 2 dicke Möhren
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • etwa 4 EL milden Balsamico-Essig
  • eine halbe Tasse Hühnerbrühe oder ein Schuss milden Cognac etc. zum Ablöschen
  • evtl. etwas (Mandel-/Soja-)Sahne für die Sauce

Spezielles Zubehör:

  • Küchengarn
  • ofenfester Bräter
  • Metallsieb oder flotte Lotte zum Durchpassieren
  • Super wäre eine Warmhalteplatte für das fertige Fleisch, während ihr die Sauce zubereitet. Aber man kann auch improvisieren.

 

*Semmelbrösel: Hier gern eine Paleo-Entsprechung verwenden. Entweder gemahlene Mandeln oder andere Nüsse oder Brösel aus Paleo-Brot (hier gibt’s z. B. ein Rezept für ein in 5 Minuten in der Mikrowelle gegartes Stückchen Paleo-Brot). Konnte ich aus Zeitmangel gestern nicht ausprobieren.

 

Ofen auf 140°C vorheizen; Umluft ca. 120-130°C. (Können wir hier nicht ausprobieren.) Wein, Garn etc. bereitstellen, damit nachher nichts anbrennt.

Die Herzen aus dem Kühlschrank nehmen.

Die ganzen Kräuter und Gemüse vorbereiten und in separaten Schüsseln bereitstellen:

  • 3 der Zwiebeln, Sellerie und Möhren putzen, hacken und zusammen beiseite stellen.
  • Die restlichen 3 Zwiebeln sehr fein hacken. 2 Knoblauchzehen pellen und mit dem Messer zerdrücken. 2-3 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin sanft anbraten und unter Rühren 10 Minuten golden garen. Dann zum Abkühlen beiseite stellen.
  • Während die Zwiebeln garen vom Thymian etwa 8 lange Stängel abteilen, waschen und die Blättchen abstreifen. Eine Handvoll Petersilie (etwa 1/2 bis 1 Bund, je nach Dicke des Bunds) waschen, trocknen und mit der Hand oder Küchenmaschine fein hacken.
  • Die Zitrone waschen, trocknen und mit einem Zester oder der Küchenreibe die ganze Schale abziehen. Fein häckseln.
  • Wenn ihr eine zitronige Note mögt, es aber keinen Zitronenthymian gab, könnt ihr einen Hauch Zitronenzesten zu Petersilie und Thymian geben. Rest von den Zitronenzesten beiseite stellen.

Die Füllung aus den Würstchen in eine Schüssel drücken bzw. das Gehackte in die Schüssel geben. Gehäckselte Petersilie, Thymian, gegarte Zwiebeln zum Fleisch geben; Knoblauchzehen wegwerfen. Knoblauchfans können sie  fein gehackt zur Füllung geben. Semmelbrösel aus Brot/Zwieback herstellen, falls nötig.

Die Katze hielt's nicht mehr aus und musste die Herstellung der Semmelbrösel aus der Nähe begutachten

Die Katze hielt’s nicht mehr aus und wollte die Herstellung der Semmelbrösel aus der Nähe begutachten

Gemahlene Nüsse oder Semmelbrösel zum Fleisch geben. Mit Salz und Pfeffer würzen (fertiges Wurstbrät nur wenig nachwürzen) und gründlich vermischen.

Wurstbrät und viele Kräuter - die leckere Füllung der Lammherzen

Wurstbrät und viele Kräuter – die leckere Füllung der Lammherzen

In einem ofenfesten Bräter einen großen Schuss Olivenöl erhitzen, mittlere Hitze. Sellerie-, Zwiebel- und Möhrenstücke dazugeben. Das Gemüse lange sanft schmoren, bis es einen Goldton annimmt. Immer mal wieder mit dem Pfannenwender umschichten, während ihr die Herzen vorbereitet.

Gemüse fürs "Bett"

Gemüse fürs „Bett“

Frühstücksspeck aus der Packung nehmen und auf einem Teller bereitlegen. Großen Teller für die fertigen Herzen bereitstellen, ebenso Küchengarn und Schere.

Sehen eingepackt gruslig aus, ausgepackt nicht mehr: die Lamm-Herzen

Sehen eingepackt gruslig aus, ausgepackt nicht mehr: die Lamm-Herzen

Herzen aus der Packung nehmen, abspülen und trockentupfen. Keine Scheu: Bei uns waren die Herzen eine viel unblutigere Angelegenheit als anderes rohes Fleisch. Sie lassen sich wirklich gut und ohne Ekel verarbeiten. Mit einem scharfen Küchenmesser die Herzen putzen, falls nötig. Einfach mit dem Finger über die Oberflächen fahren und alles wegschneiden, das sich nicht glatt/weich anfühlt. Äderchen/Sehnchen durchschneiden, falls noch vorhanden. Ob man die harten weißen Stückchen außen wegschneiden muss oder nicht, weiß ich nicht. Ich habe sie flach abgeschnitten. Das klingt jetzt nach mehr Arbeit, als es ist. Bei unseren Herzen kam insgesamt ungefähr ein Kinderhändchen voll Abfall zusammen.

Wenn die Herzen zerteilt verkauft wurden oder sehr klein sind,  etwas herumpuzzlen, um jeweils 2 Herz-Hälften so zu kombinieren, dass man sie gut füllen kann. Gibt es einen großen Innenraum, füllt man den. Alles nicht so genau nehmen – es kommt ja ein Speckmantel drum.

Jedes gefüllte Herzpaket mit Speckstreifen umwickeln. Man benötigt jeweils ca. 2-4 Streifen. Die Streifen wie bei Pappmaché aufbringen, so dass sie sich überlappen. Eng mit Garn umwickeln und festknoten. Wir haben keine Rouladennadeln verwendet, da ich Bedenken hatte, dass die Herzen zäh werden, wenn ich sie vor dem Anbraten mit einer Nadel durchstoße. Ich finde auch das Anbraten mit Nadeln eher nervig.

Die Pfanne, in der ihr die Zwiebeln gegart habt, sauberwischen und einen Schuss Olivenöl darin erhitzen. Die Herzen bei mittlerer bis hoher Hitze von allen Seiten anbraten.

Eine Handvoll Thymianzweige (vermutlich der Rest vom Bund) und Petersilienstängel über das Gemüse im Bräter geben. Je nach Vorliebe kann man zusätzliche Küchenkräuter dazugeben, z. B. 1 Lorbeerblatt oder etwas Rosmarin. Da die Sauce durchpassiert wird, kann alles lose in den Bräter.

Die Herzen im Speckmantel auf das Gemüse im Bräter geben. Den Bratensatz in der Pfanne mit dem Rotwein ablöschen und vom Boden freikratzen. Über die Rouladen gießen, dabei alle Rouladen benetzen. Den Bräter erhitzen, bis der Rotwein kocht. Deckel drauf. In den heißen Ofen geben. Küchenuhr auf 1 Stunde stellen.

Lammherzen angebraten auf dem Gemüsebett

Lammherzen angebraten auf dem Gemüsebett

Den Balsamico-Essig in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze stark einkochen, bis er sirup-artig ist. Beiseite stellen.

Optional: Nach 1 Std. Garzeit die Herzen mit etwas von dem Sud übergießen. Ist nicht zwingend nötig. Uhr auf 1 weitere Stunde stellen, geschlossen weitergaren.

Gremolata herstellen: 1 Knoblauchzehe schälen und stückeln. 1 Bund Petersilie waschen, trocknen und mit dem Knoblauch im Food Processor fein häckseln. Zitronenzesten dazugeben und noch einmal kurz anhäckseln. In eine Schüssel geben und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.

Jetzt Tisch decken und die Beilagen vorbereiten. Die fertigen Herzen kühlen nämlich schnell aus.

Wir haben zu den Herzen knackig gegartes Pfannengemüse und Kartoffelpüree serviert. Wer keine Kartoffeln verwenden möchte, kann auf Selleriepüree ausweichen oder etwas ganz anderes: Alles, was euch auch zu Rouladen schmecken würde, passt.

Cognac oder Hühnerbrühe, Metallsieb, Alufolie oder dicht schließende angewärmte Schüssel bereitstellen.

Nach insgesamt 2 Stunden Garzeit die Rouladen aus dem Sud heben und in Alufolie wickeln oder in der warmen Schüssel aufbewahren. Gemüse/Sud vom Boden des Bräters loskratzen. Durch ein Metallsieb den gesamten Inhalt des Bräters nach und nach (oder auf einmal, hängt von der Siebgröße ab) zur Balsamico-Reduktion geben. Ist alles Gemüse im Sieb, mit einem Löffel reiben und pressen, um soviel Sud und Gemüseteile wie möglich durch das Sieb in die Sauce zu pressen. Inhalt des Siebs wegwerfen. Einen Schuss Cognac oder Hühnerbrühe zum Balsamico geben, wer mag auch einen Hauch Sahne. Bei hoher Hitze um etwa die Hälfte einkochen, dabei immer mal wieder umrühren. Achtung: Die Sauce sollte so dick sein, dass sie am Löffelrücken kleben bleibt, aber kein Gel werden. Das ist uns nämlich passiert 😉 Abschmecken. Wenn es zu markant oder dickflüssig ist, noch etwas Sahne oder Brühe unterrühren.

Die Herzen mit dem Speckmantel auf einem Brett mit einem scharfen Messer in  Scheiben schneiden und hübsch auf einer Fleischplatte anrichten. Gremolata (Petersilie mit Zitronenschale und Knofi) darüberstreuen und gleich servieren.

Sauce separat dazu servieren.

Leider habe ich vor lauter Hektik beim Servieren kein Foto von den angerichteten Lammherzen gemacht — ihr müsst einfach glauben, dass es sehr appetitlich aussah in dünnen Scheibchen auf dem farbenfrohen Gemüsebett mit Gremolata drüber.  Nächstes Wochenende bereiten wir das Rezept noch mal zu, dann gibt’s auch ein Foto. 😉


Hühnchen mit Fenchel und Süßkartoffeln

Hühnchen mit Fenchel und Süßkartoffeln

Hühnchen mit Fenchel und SüßkartoffelnWer nach den ganzen Feiertagen mal etwas leichtes möchte, dem sei dieses Hühnchen empfohlen.
Je nach Geschmack passt noch etwas frischer gehackter Knoblauch dazu, ich vertrage ihn nur nicht… Und sorry für das nicht so schöne Foto, aber meiner Familie ließ mir keine Zeit, ein gutes Foto zu machen – dafür roch es einfach zu lecker! Das REzept ist natürlich Paleo, glutenfrei und laktosefrei – und super einfach zu machen!

 

Hühnchen mit Fenchel und Süßkartoffeln
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 4 ganze Hähnchenschenkel
  • 2 große Süßkartoffeln
  • 1 Fenchel
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 350 ml Hühnerbrühe
  • 2 Teelöffel Olivenöl
  • Meersalz oder Himalayasalz
  • Pfeffer
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 220 Grad vorheizen.
  2. Die Süßkartoffeln in bißgroße Würfel schneiden.
  3. Den Fenchel in dünne Scheiben schneiden.
  4. Die Frühlingszwiebeln in kleine Scheiben schneiden.
  5. Das Gemüse mit der Hühnerbrühe in eine feuerfeste Form geben.
  6. Die Hähnchenschenkel mit Olivenöl einreiben und salzen (gibt einen sehr leckeren Geschmack).
  7. Die Schenkel auf das Gemüse legen und alles bei den 220 Grad für 10 Minuten in den Ofen geben.
  8. Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180 Grad reduzieren und 45 Minuten garen lassen.

 


Riesiges Angebot von US-Ebooks zu Paleo: The Family Resolution Revolution

Family Resolution Revolution

Ich habe gerade ein riesiges Angebot von englischsprachigen Ebooks zum Thema Paleo gefunden und konnte bei einem Preis von 39$ (ca. 33 Euro) einfach nicht widerstehen! Da es nur noch bis zum 4.1.2015 erhältlich ist, möchte ich es Euch kurz vorstellen:

Von insgesamt 40 namhaften Bloggern, Autoren und Experten sind Produkte dabei, also kostet jedes Produkt gerade mal 97 US-Cent. Gut, man braucht nicht alles, aber ich fand, dass sehr viel interessantes dabei ist.

Zum Beispiel Ebooks:

  • „Well Fed 2“ von The Clothes Make the Girl
  • „Easy Paleo Gelatin Treats“ E-Book von Grass Fed Girl
  • „Modern Paleo Cuisine“ von Planks, Love, and Guacamole
  • „We Can ALL Scream for Ice Cream“ von Predominantly Paleo und The Real Food Guide (das wirklich großartig ist, hatte ich mir im Sommer schon gekauft!)

Dazu sinnvolle und hilfreiche Ratgeber wie:

  • „3 Phase Paleo“ von den Paleo Parents
  • „Work Day Eats for your January Challenge“ von No Cook Paleo
  • und etwas, das für mich im Januar wichtig sein wird: „28 Days of Low FODMAP AIP“ von Clean Plate.

Da das ganze unter dem Namen „The Family Resolution Revolution“ läuft, gibt es auch drei Familienbücher – gerade auf die bin ich sehr gespannt, da mein Kleiner noch sehr skeptisch gegenüber Paleo ist:

  • „Make Your Kids’ Party Paleo“ von The Merry Maker Sisters
  • „Real Food Nutrition for Kids“ von Food Renegade
  • „Joshua’s Primal Lunchbox“ von Primal Bliss Nutrition

Dazu gibt es noch Online-Mitgliedschaften, Programme und Workshops:

  • Once a Month Meals, 1 Month Pro Membership
  • Paleo Plan 30 day Membership
  • 21 Step Body Image Remix by Summer Innanen
  • 30 Days to a Life Made Full by Shanti Landon
  • Skincare and Skin Healing from an Ancestral Perspective by Dr. Natcha Maithai

Und über was ich mich besonders freue, ist das Online-Jahresabo von den beiden US-Magazinen:

  • Paleo Magazine
  • Paleo Living Magazine

Wenn Ihr mehr erfahren wollt, klickt hier, um zum Angebot zu kommen! Das ist übrigens ein Affiliate-Link – solltet Ihr das Angebot kaufen, bekomme ich ein wenig Geld.

Wenn Ihr das nicht möchtet, nehmt einfach diesen Link!

Ich werd dann mal anfangen zu lesen… 🙂

Hier noch ein Überblick:
Family Resolution Revolution


Paleo-Spekulatius – gluten- und laktosefrei

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paleo, spekulatius, glutenfrei, laktosefreiIn Anlehnung an das Rezept für glutenfreie Weihnachtsplätzchen von Paleo360 habe ich Paleo-Spekulatius kreiert. Ich wollte unbedingt Spekulatius essen dieses Jahr! Und die gekauften glutenfreien Spekulatius schmecken mir nicht und enthalten auch oft Butter, die ich dank Laktose-Intoleranz auch nicht vertrage.

Ich habe in den letzten Wochen etliche Experimente mit den verschiedensten Teigen gemacht, da ich eigentlich auch Mandel-freie Spekulatius haben wollte, aber es halt alles nicht geklappt. Vor allem die Versuche mit Kastanienmehl waren eine Pleite, da die Kastanie viel zu dominant war im Geschmack: die Spekulatius schmeckten wie heiße Maronen, über die man Spekulatiusgewürz gekippt hatte.

Stattdessen habe ich die Mandelmenge vom Originalrezept halbiert und mit Cassava-Mehl ersetzt. So hat das ganze ein fast authentischen Spekulatiusgefühl!

Ich habe die Spekulatiusform von Tchibo aus Silikon benutzt, da man sie dabei besser aus der Form bekommt.

Paleo-Spekulatius - gluten- und laktosefrei
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 125 g gemahlene Mandeln
  • 125 Cassava-Mehl oder Maniokstärke
  • 2 Eier
  • 1 TL Natron
  • 40g geschmolzenes Kokosöl
  • 100g Honig
  • 2 TL Spekulatiusgewürz
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 160 Grad vorheizen
  2. Die Mehle und die Mandeln mit den Eiern, Salz, dem Spekulatiusgewürz und Natron in einer Schüssel gründlich verrühren.
  3. Das flüssige Kokosöl und den Honig dazu geben und wieder gründlich mischen.
  4. Den Teig in einzelnen Portionen in die Spekulatiusform reindrücken und dabei darauf achten, dass die Kekse die gleiche Höhe haben.
  5. Für 5-6 Minuten backen, wenn Du die Silikonbackform benutzt, ansonsten etwas länger. Sobald die Ränder anfangen, etwas dunkel zu werden, rausholen.

 


Asiatisches Kokos-Huhn

kokoshuhn, paleo

kokoshuhn, paleoDieses Rezept mache ich schon seit Jahren. Das schöne ist, dass man es in der Schärfe abstufen kann. Mein vierjähriger Sohn mag es nicht besonders scharf, also lasse ich die Chileschoten einfach weg. Die Hühnerbeine werden schön saftig und zart in der Kokosmilch und alles hat einen sämigen Geschmack. Leider hatte ich keine Gelegenheit mehr, ein richtig schönes Foto zu machen. Die Wohnung roch so gut nach dem Hühnchen, dass sich meine Kerle direkt drauf gestürzt haben. 😉
Anstatt der einzelnen Gewürze kann man auch gut eine Gewürzmischung nehmen. Wir nehmen immer gerne von Herbaria „Farben von Jaipur“ (gibt es im Bioladen oder hier bei Amazon – das ist übrigens ein Affiliate-Link, wenn Ihr darüber bestellt, verdiene ich ein paar Cent). Die Curryblätter gibt es frisch oder getrocknet im Asia-Laden.

Als Beilage passt übrigens Blumenkohlreis oder Zucchini-Nudeln.

Paleo Kokos-Huhn
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 4 komplette Hühnerschenkel
  • 2 EL Kokosöl
  • 2 Zwiebeln, gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt
  • 2 frische rote Chilischoten, entkernt und gehackt
  • 500 ml Kokosmilch
  • 50g Kokosflocken
  • 2 TL Kurkuma
  • 2 TL gemahlener Koriander
  • 2 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 Stengel gehacktes Zitronengras
  • 8 Curryblätter
Zubereitung
  1. Das Kokosöl in einem kleineren Topf erhitzen und die Zwiebeln darin weich dünsten. Knoblauch, Chileschoten, Koksflocken und Kurkuma dazugeben, ca. 1 Minute unter Rühren erhitzen.
  2. Koriander, Kreuzkümmel, Zitronengras, Curryblätter und Kokosmilch dazugeben. Gut mischen und 10 Minuten kücheln lassen.
  3. Die Hühnerschenkel in eine Auflaufform geben und den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  4. Die fertige Sauce über die Schenkel schütten und das ganze für 45-60 Minuten (je nach Dicke der Schenkel) im Ofen schmoren lassen.


Buch-Tipp: Paleo Küche für Genießer

paleokueche fuer geniesser

paleokueche fuer geniesserEndlich ist die deutsche Fassung von „Against all Grain“ von Danielle Walker auch auf Deutsch erhältlich. Vielleicht kennen ja schon einige das englischsprachige Buch bzw. ihren gleichnamigen Blog. Sie selber ist an der Autoimmunkrankheit Colitis Ulcerosa erkrankt, die den Darm schädigt. Ihre Ärzte verschrieben ihr lediglich Medikamente und waren an einer Ernährungsumstellung nicht interessiert. Ihr ging es immer schlechter, sie nahm immer weiter ab, kam immer wieder ins Krankenhaus. Sie versuchte es erst mit der SCD (spezielle Kohlenhydratdiät), aber auch das brachte noch nicht den endgültigen Durchbruch, obwohl es ihr schon besser ging. Erst als sie komplett auf Paleo umstieg und sich seitdem strikt dran hält, geht es ihr wieder gut – ein Phänomen, was ich auch am eigenen Leib erfahren habe!

In diesem Kochbuch sind 160 Paleo-Rezepte enthalten. Dies fängt beim Frühstück an, geht über Suppen, Salate und Beilagen zu Hauptspeisen, Getränken, Brot und Muffins und sogar ein paar „Süße Versuchungen“. Besonders toll finde ich das Kapitel „Für das Kind in uns“, in dem sie Rezepte vorstellt, die sogar Kinder begeistern werden.

Mini-Hack-Muffins

Mini-Hack-Muffins – die waren zu schnell weg für ein schöneres Foto!

Ich habe ein paar Rezepte ausprobiert. Besonders gelungen waren die Mini-Hack-Muffins aus dem Kinder-Kapitel. Mein Sohn (4) war zuerst sehr skeptisch, dass das Muffins aus Fleisch waren, aber er hat dann gleich zwei verdrückt – statt Blumenkohlpüree hatte ich aber einfach bei ihm Kartoffelpüree drauf gemacht, seine momentane Lieblingsspeise.
Die Hamburgerbrötchen haben mir selbst nicht so gut gefallen. Zum einen schmeckten sie zu arg nach Mandeln, zum andern waren sie so bröselig, dass sie mich zu sehr an gekaufte glutenfreie Brötchen erinnert haben.

Natürlich kritisieren die Hardcore-Paleoaner, dass Danielle wie auch die „Paleomom“ viel zu viel Backwaren in ihrem Buch integriert hat, zuviel Nussmehle benutzt und zu viele normale Gerichte nachbaut. Nur ganz ehrlich, mir geht es ja ähnlich wie ihr. Sie schreibt, dass ihr „der Geschmack und die Konsistenz meiner Lieblingslebensmittel (…) noch sehr präsent (waren)“ S. 9 und sie immer noch gegen das Verlangen kämpft „das zu mir zu nehmen, was auch alle anderen essen“ S. 10. Wer z.B. wie ich eine Zöliakie hat, kennt das Bedürfnis, wenigstens noch einmal in ein Lieblingslebensmittel der Kindheit zu beißen – bei mir sind das Weckmänner. Natürlich erlaube ich mir keine Ausnahmen, aber wahrscheinlich ist daher der Wunsch bei Danielle wie auch bei mir, zwischendurch doch mal ein Brot oder Muffins zu essen.

Für mich ist dieses Kochbuch eine echte Bereicherung in unserer Paleo-Sammlung, da es viele tolle Rezepte enthält, die recht einfach nachzukommen sind. Ich werde noch sehr viel daraus kochen!


Paleo in Berlin: Besuch im eat.performance und im Sauvage

Berlin, Paleo

Für eine Weiterbildung war ich das letzte Wochenende in Berlin und nutzte natürlich die Chance, mir die beiden Paleo-Restaurants bzw. das Cafe anzuschauen. Am Freitag hatte ich vor dem Lehrgang noch 2 Stunden Zeit, also fuhr ich schnell vom Gesundbrunnen zum Moritzplatz und machte mich auf die Suche nach eat.performance. Leider hatte ich die Wegbeschreibung nicht genau gelesen, sondern suchte nach der Hausnummer. Das Cafe ist aber in einem alten Fabrikgelände versteckt und von der Seite, aus der ich kam, war leider kein Schild angebracht, so dass ich erstmal eine gutes Stück zu weit gelaufen war. Naja, so hatte ich nach der stundenlangen Bahnfahrt wenigstens etwas Bewegung. 😉

eat performance, berlin

eatperformance von Außen

eat.performance
Das eat.performance liegt wie gesagt in einer alten Fabrik, was natürlich eine beeindruckende Umgebung ist. Es hat sich dort auch schon eine Tanzschule sowie andere Betriebe angesiedelt, so dass es eine lebendige und interessante Mischung ergibt.
Von innen ist das eat.perfomance dem Stil angepasst, sehr loftig ohne viel Schnickschnack, was mir sehr gut gefallen hat. Auf der Tageskarte an der Wand stehen diverse Sandwiches (natürlich mit Paleo-Brot), Salate usw. Man bekommt auch gekochte Eier, Kekse, Riegel, Bullet Proof Coffee und frischen Kuchen. Für mich war es wie Weihnachten und Ostern zusammen, ohne weiteres Nachfragen und vor allem ohne Angst vor glutenhaltigen Krümeln (ich habe Zöliakie) zwischen 4 Kuchen wählen zu können. Ich entschied mich für den Kürbis-LebKuchen für 3,50 €, der köstlich war. Gerne hätte ich noch mehr probiert, aber ich war danach so satt und zufrieden, dass ich nichts mehr essen wollte.
Noch ein Wort zum Toilettenbesuch: der ist nur etwas für gebildete, denn anstatt der üblichen Frauen/Herren-Abbildungen steht nur „xx“ und „xy“. 😉
http://www.eat-performance.com/

eat.performance, paleo

Das eat.performance von Innen

eat.performance, paleo

Der Kürbis-Lebkuchen

eat.performance, paleo

Die Speisekarte an der Wand

Sauvage – Paleo Streetfood Restaurant

Sauvage, Paleo, Berlin

Das Sauvage von Innen

Nach dem Lehrgang bin ich Sonntagabend noch mit meiner Familie ins Sauvage gegangen, allerdings nicht in das teure Restaurant, sondern ins Streetfood Restaurant, einfach aus Kostengründen. Ich war etwas nervös, da ich nicht wusste, wie meine Familie darauf reagieren würde. Aber ich hätte gar nicht nervös sein müssen! Schon als wir reinkamen, waren sie begeistert. Das Ambiente ist betont reduziert mit einem riesigen gemalten Mammut Ochsen (sorry, bin Germanistin, kein Biologe) 😉 an der großen Wand. Bitte entschuldigt die nicht wirklich optimale Ausleuchtung der Bilder, aber das Sauvage hat einen höhlenartigen Charakter mit wenig Licht. Überall stehen Kerzen und an der Decke hängen nur ein paar nackte Glühbirnen verfangen in einem großen Ast.
Die Speisekarte ist nicht überbordend, sondern beschränkt sich auf eine Handvoll ausgewählter Gerichte. Leider war ich durch meine Knoblauchallergie und Tomatenunverträglichkeit sehr eingeschränkt in meiner Auswahl, aber der Koch hat mir extra einen Fisch ohne beides gemacht. Dummerweise war selbst im Paleo-Toast Knoblauch drin, aber meine Schwester war begeistert davon und überrascht, dass es kein Getreide enthält.
Als Vorspeise hatten wir den Rote-Beete-Salat, das Brot mit Dips und einen Fenchelsalat. Als Hauptspeise gab es den Heilbutt (für mich halt ohne Orangenkruste) im Bananenblatt, die Rippchen sowie den Pilztopf. Die Lebensmittel waren von sehr hoher Qualität und sehr frisch, wie ich es erwartet hatte. Aber nach 2 Tagen Hotelverpflegung kam ich mir wie im siebten Himmel vor. Das Beste war der Nachtisch: meine Schwester hatte einen Cassata Flan, der so ähnlich wie ein New Yorker Cheesecake war, mit Zitronen-Kokosgeschmack. Ich hatte einen Kochbananen-Karamel-Crumble. Als wir zum Schluss bei der anderen probiert hatten, schmeckte es uns so gut, dass wir uns das gleiche nochmal bestellten, nur diesmal umgekehrt! Auch hat sie das erste Mal Kokosblütenzucker gekostet, als sie sich todesmutig einen Kaffee mit Kokosmilch bestellt hatte – beides schmeckte ihr zu ihrer eigenen Überraschung sehr gut. Wir waren alle der Meinung, dass wir nicht das letzte Mal im Sauvage waren! Und falls ich im Sommer wieder nach Berlin fahre, werde ich auf jeden Fall wieder hingehen. Danke an das Sauvage-Team, die sich ganz toll um uns gekümmert haben und mir trotz Allergien soviel leckeres zubereitet haben!
http://sauvageberlin.com/

Sauvage, Berlin, Paleo

Der Ochse an der Wand

Sauvage, Berlin, Paleo

Ein sehr leckerer Fenchelsalat

Sauvage, paleo, berlin

Der Cassatta Flan