Die Antwort von Herrn Gemeinhardt zur Lebensmittelkennzeichnungsverordnung

LebensmittelkennzeichnungsverordnungZu meiner eigenen Überraschung erhielt ich heute direkt eine Antwort von Herrn Gemeinhard zu meinem offenen Brief an ihn. Wie viele von Euch nicht anders erwartet hatten und auf Facebook auch so ausgedrückt haben, war natürlich keinerlei Bereitschaft, sich irgendwie mit dem Thema zu befassen. Mir kann das egal sein – denn ganz nach dem Motto „man erntet, was man sät“ hat er bereits jetzt schon viele Kunden vergrault. Und vielleicht bin ich ja auch zumindest ein Sandkorn des Anstoßes für eine Veränderung.

Bevor ich aber den Brief teilweise zitiere, möchte ich mich herzlich bei all den Gastronomen bedanken, die hart an der Umsetzung der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung arbeiten und sich auch vorher immer bemüht haben, für uns Betroffene etwas zu kochen und nicht genervt waren von uns. Zu Euch kommen wir gerne wieder und empfehlen Euch weiter!

Hier nun ein großer Teil aus dem Antwort-Brief – einiges habe ich weggelassen, da er es mir „im Vertrauen“ geschrieben hat, einiges habe ich weggelassen, weil es einfach nicht relevant war. Kommentieren werde ich das nicht mehr, sondern es einfach so stehen lassen. Wer allerdings die „rund 4stellige „Likerschaft““ seines Briefes findet, von der er unten spricht, gibt mir bitte Bescheid! 😉

Geschätzte Frau Stüber,

ich bestätigen den Eingang Ihrer Mail – hier zeigt sich für mich wieder mal der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, aber ich gebe Ihnen mal ein kleines Beispiel:

Ebenfalls durch meinen Brief, der übrigens inzwischen eine rund 4stellige „Likerschaft“ gefunden hat und sogar bei den Kontrollbehörden des Staates auf großes Verständnis und Reaktion gestoßen ist, wurde auch ein Mitarbeiter angesprochen der für eine große deutsche Airline w e l t w e i t die Speisenauswahl trifft und die Hygiene bei den Caterern um den Globus für sein Unternehmen checkt, er gab mir Handhabungsanweisung aus diesem Betrieb:

Wenn beispielsweise eine Maschine in Ffm abhebt und fliegt nach Barcelona, es wird Putenbrust in Weissweinsahne serviert und die Gäste erkundigen sich nach den eventuellen Allergenen, dann ist das Servciepersonal angewiesen entsprechende Auskunft zu geben das kann p Info bis zu 2 Minuten dauern ( stellen Sie sich einmal vor es fragen 100 Gäste…) – es gibt für jedes Gericht ein schiftliches breefing- !

Fliegt die gleiche Maschine von Barcelona zurück und es gibt das selbe Essen, das von der selben Stewardess serviert wird, dann gibt es auf die Frage nach den Allergenen k e i n e Auskunft! Das ist Anweisung der Betreibergesellschaft und wird in ganz Europa außer der B.R.D. so gehandhabt, das ist es, was ich schlicht und einfach unter einer E.U. Verordnung zum kotzen finde!

(Den Teil, den er im Vertrauen geschrieben hat über seine großartigen Zahlen, lasse ich jetzt mal aus.) Fallen Sie nicht in Ohnmacht, das geht in unserem Angebotssegment nur, wenn wir wie bei mindestens 95% unserer Kollegen auch, mit steigender Tendenz auf eine ganze Serie von Convinience setzen, sie werden es auch nicht verstehen, aber Mitarbeiter für die Küche, die diesen Quatsch mitmachen, findet man seit Jahren nämlich noch wesentlich schwerer wie Gäste!

Ich bleibe dabei wir sind weder für Möchtegernallergiker* noch für ernsthaft Kranke die „richtige“ Adresse b a s t a!

(…) Jetzt gehe ich zum Mittagessen in die Stadt – wir haben nämlich Betriebsferien, – schön bodenständig Schweinebraten -, die Klöße kommen da sicher auch von einem Lieferanten z.B. mit geschwefelte Kartoffeln, das ist mir vollkommen Wurst!
Mit freundlichen Grüßen

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