Tag des Butterbrotes – laktosefrei, glutenfrei und paleo-konform

Morgen ist der Tag des Butterbrotes. Was für mich mit Zöliakie, Laktose-Intoleranz und Paleo-Ernährung eigentlich kein Tag ist, dem ich sonst Beachtung schenken würde. Aber als „REWE frei von“ mich kontaktierte und fragte, ob ich bei einer Aktion mitmachen wolle, dachte ich mir, es ist doch mal eine echte Herausforderung, genau für diesen Tag eine solche Mahlzeit zu kreieren – ohne Gluten und Laktose und so natürlich wie möglich.

Und um es noch etwas schwieriger zu machen, habe ich mir vorgenommen, alle Zutaten aus dem Supermarkt zu bekommen, in meinem Fall ein Rewe. Natürlich ist so weder die Leber paleo-konform (also nicht von einem glücklichen Rind in Bioqualität und reiner Grasfütterung), noch sind die anderen Zutaten größtenteils Bio. Aber: ich habe trotzdem ein leckeres Brot-Trio hinbekommen. Und der ganze Einkauf hat knappe 22 Euro gekostet.

Mein Einkauf bei Rewe

Mein Einkauf bei Rewe

Die Grundlage ist ein Süßkartoffelbrot mit selbstgemachter Leberwurst, Räucherschinken und schon vor längerer Zeit gemachte Erdbeermarmelade, auf dem Bild von links nach rechts. Unter dem Bild findet Ihr die Rezepte für das Brot und die Leberwurst. Es ist alles kein großer Aufwand und sowohl Brot wie auch Leberwurst können gut eingefroren werden. So hat man schnell auch auf Vorrat etwas gesundes ohne Zusatzstoffe. Ich werde allerdings das nächste Mal das Fleisch wieder auf meinem bevorzugten Bauernhof kaufen.

tag des butterbrots, glutenfrei, laktosefrei, paleo

Süßkartoffel-Brot

Ihr könnt jede Sorte von Süßkartoffel nehmen, ich hatte die übliche, sehr orangenfarbene. Die Süßkartoffel habe ich in der Mikrowelle gekocht. Dafür die Süßkartoffeln waschen, die Schale mit einer Gabel einstechen und 4-6 Minuten bei höchter Stufe garen. Achtung: ich hatte eine 400g Süßkartoffel, die nach dem Garen nur noch 250g wog. Kauft lieber eine zuviel, die Reste kann man nach dem Garen auch noch wunderbar mit etwas Salz darüber warm einfach so essen!
Falls Ihr kein Kokosmehl bekommt, könnt Ihr auch Kokosflocken kaufen und in Eurer Küchenmaschine oder Mixer klein machen. Beim Rewe gab es kein Kokosmehl, deshalb habe ich es einfach mal ausprobiert. Allerdings muss man die Flocken relativ lang klein machen und die Masse immer wieder auflockern, da sie durch das enthaltene Fett zusammenklebt.

Zutaten:

  • 300g gekochte Süßkartoffel
  • 60g Kokosmehl (wenn der Teig zu flüssig ist, noch bis zu 10g extra dazugeben)
  • 3 Eier
  • 3 EL Kokosnussmilch
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • Saft einer halben Zitrone

Zubereitung

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Eine  nicht zu große Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen.

Alle Zutaten bis auf den Zitronensaft in den Mixer oder die Küchenmaschine geben und solange pulse, bis es eine glatte Masse ergibt. Dann den Zitronensaft zugeben und noch ein paar Mal pulsen.

Die Masse in die vorbereitete Form geben und mit einem Löffel glattstreichen.
Für 40-45 Minuten backen. Dann das Brot mit Alufolie zudecken und für weitere 20 Minuten backen.

Zum Schluss aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Selbstgemachte Leberwurst

Diese Leberwurst kann man nach Belieben würzen. Ich hatte im Rewe eine Kräutermühle mit einer Bio-Kräuter der Provence-Mischung entdeckt, die sehr lecker darin ist. Aber auch z.B. eine TK-Kräutermischung oder Cranberry wären jetzt im Herbst und Winter eine schöne Zutat.

Zutaten:

  • 500g Leber, es geht Kalbs- oder Rindsleber
  • 1 Packung TK-Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen (kann man wie ich auch weglassen)
  • 1 Kräutermischung, Menge nach Belieben und Geschmack
  • 1 Lorbeerblatt
  • 100 ml Rotwein oder Traubensaft
  • 1/4 TL Salz
  • 1 Prise Geriebene Muskatnuss
  • 1 Stange Salbei
  • 120g g Schweineschmalz, es geht aber Butter oder Kokosöl

Zubereitung

Entweder ein Einmachglas mit heißem Wasser auswaschen oder kleinere Ton- oder Glasschüsseln mit Fett ausstreichen.

Die Leber in ca. 3×3 cm große Stücke schneiden.

Die Hälfte des Fettes in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen lassen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch ca. 5 Minuten glasieren, dann die Kräuter, das Lorbeerblatt, den Salbei und die Muskatnuss dazugeben, und ca. 3 Minuten garen lassen.

Die Leber in die Pfanne geben und unter ständigem Rühren schmoren, bis die Stücke außen braun und innen noch leicht rosa sind.

Den Rotwein/Traubensaft dazugeben und ca. 5 Minuten kochen lassen, eventuell die Temperatur noch hochdrehen.

Die Pfanne vom Herd nehmen. Das Lorbeerblatt und den Salbeizweig entfernen. Dann das Salz und das restliche Fett dazugeben, Umrühren, bis das Fett ganz geschmolzen ist – eventuell dafür noch mal kurz auf den Herd stellen.

Die noch heiße Lebermischung in Deinen Mixer oder Küchenmaschine geben und so lange zerkleinern,bis es eine einheitliche Masse ergibt.

Die Leberwurst in die vorbereiteten Gefäße geben. Wenn es soweit abgekühlt ist, dass man es berühren kann, die Gefäße so mit Klarsichtfolie abdecken, dass sie die Leberwurst berührt. Dabei auf Lufteinschlüsse achten. So vermeidet man, dass die Leberwurst zu sehr oxidiert.

Über Nacht in den Kühlschrank stellen. Die Leberwurst hält sich mehrere Tage im Kühlschrank.

Wenn Du die Leberwurst in ein Einmachglas getan hast, kannst Du noch etwas Schweineschmalz schmelzen und heiß oben drauf gießen. Dadurch konserviert die Wurst und hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Besuch mich:

Julia Stüber

Jahrgang 1973, Mutter eines fünfjährigen Nerds (bei den Genen kein Wunder), Bloggerin, Ernährungsberaterin, psychologische Beraterin, Rezeptetesterin - und wenn ich mal eine Pause brauche auch Harfenspielerin...
Besuch mich:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.