Umgang mit Nahrungsmittelintoleranzen: Neuer Video-Kurs

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udemy kurs emotionaler umgang mit lebensmittel allergien intoleranzenAuf der Internet-Plattform Udemy ist ab sofort ein Video-Kurs von mir erhältlich, der Menschen helfen soll, die von Lebensmittelallergien, aber auch Laktose- und Histaminintoleranz sowie Zöliakie betroffen sind, besser mit ihren Einschränkungen umzugehen, vor allem auf emotionaler Ebene.

Denn es gibt online so viel Wissen über die einzelnen Allergien und Intoleranzen, also zum Beispiel was man essen kann und was nicht, welche Restaurants geeignet sind, wie man zu einer Diagnose kommt usw. Aber es gibt keine Hilfe, wie man mit dem Gefühlschaos klarkommen soll, das einem nach einer Diagnose unweigerlich treffen wird. Wer zum Beispiel von Zöliakie nicht betroffen ist, versteht nicht, wie geradezu schmerzhaft der Geruch von frischgebackenen Brötchen sein kann, wenn man an einer Bäckerei vorbeigeht. Deshalb habe ich diesen Kurs erstellt, um Euch zu zeigen, wie sie mit den drei Hauptemotionen – Verzweiflung, Wut und und Schuldgefühle – umgehen kann.

Der Kurs teilt sich in drei Teile. Zunächst stelle ich Euch die drei Hauptemotionen vor. Dann folgt eine kurze Einführung in das Konzept der Achtsamkeit, da dies für mich eines der geeignetsten Mittel ist, um mit den negativen Gefühlen besser zurecht zu kommen. Anschließend gibt sie klare Handlungsanweisungen, Übungen sowie 4 geführte Meditationen.

Ich hoffe, ich kann Euch damit unterstützen!

Hier geht es zu dem Kurs…


Ich bin vollkommen überfordert damit!

Überforderung bei Allergien und Intoleranzen

Überforderung bei Allergien und IntoleranzenNicht nur sofort nach einer Diagnose sondern auch später, vor allem wenn weitere Diagnosen dazukommen, kann man sich sehr leicht überfordert fühlen. Man will es alles nicht wahrhaben. Mir passiert es zum Beispiel immer noch – selbst einige Jahre nach meiner Zöliakie-Diagnose – dass ich das Gefühl habe, ich bin in einem falschen Film.

Sicherlich kennst Du Gedanken wie:

  • Nie wieder ein bestimmtes Lebensmittel essen?
  • Nie wieder unbeschwert überhaupt etwas essen?
  • Und immer diese Unsicherheit beim Essen gehen…
  • Ich esse nur noch gekochten Reis, dass ist am sichersten…

Alles dreht sich im Kopf und man weiß einfach nicht mehr, wohin mit seinen Gedanken und Gefühlen. Diese Sorgen sind natürlich absolut berechtigt, aber sie werden Dich auf dem Weg zum entspannten Umgang mit Ihrer Intoleranz/Allergie nicht weit bringen.  Wenn Dich diese oder ähnliche Gedanken plagen, solltest Du die folgende Übung aus der Achtsamkeit probieren:

Setze oder lege Dich an einen Platz, ab dem Du für ca. 10 Minuten ungestört bist.
Schließe die Augen und konzentriere Dich zunächst nur auf Deinen Atem.
Spüre, wie er langsam zur Ruhe kommt, wie die Luft durch Deine Nase in die Lungen strömt. Wenn Du Dich bereit fühlst, konzentriere Dich auf einen Deiner sorgenvolle Gedanken. Bleibe bei diesem Gedanken! Lass nicht zu, dass sich der Gedanke verselbstständigt und Du sozusagen von Hölzchen auf Stöckchen kommen.
Bleibe nur bei dem Gedanken – und dann fühle in Deinen Körper, was dieser Gedanke mit Dir macht.
Es kann sein, dass sich Dein Hals zuschnürt, oder dass sich Dein Magen zusammenzieht. Beobachte diese Empfindung nur.
Und wenn Du kannst, gib ihr einen Namen.
Werte sie jedoch nicht, ob es gut oder schlecht ist, oder ob Du Dir albern dabei vorkommst – was beim ersten Mal übrigens ganz normal ist, dass man das denkt.
Doch je mehr Du bei dem Gefühl bleibst, dass dieser Gedanke in Dir auslöst, um so mehr wirst Du merken, dass es wirklich nur ein Gefühl ist und es ganz langsam immer kleiner wird. Wenn Du nun spürst, dass das Gefühl erträglich geworden ist, konzentriere Dich sich zunächst für 5 Atemzüge wieder auf Deinen Atem und öffne dann ganz langsam wieder die Augen.
Wie fühlst Du sich jetzt?
Schreibe Deine Erfahrungen auf.

Und wenn Du das nächste Mal sich überfordert fühlen, mache diese Übung. Denn je häufiger Du sie machst, um so einfacher wird es für Dich!


Warum Verzicht manchmal so schwer ist oder: Was tun, wenn die Firewall löchrig ist

Firewall, Verzicht bei Allergien

Wegen Zöliakie, Unverträglichkeiten oder Allergien auf leckere Lebensmittel zu verzichten, kann manchmal wirklich schwierig sein. Viele denken, nur weil ich Ernährungscoach bin, würde mir das leichter fallen – aber um ganz ehrlich zu sein, das tut es nicht. Was mir leichter fällt, ist der Umgang mit diesen Gefühlen, aber auch das ist sehr tagesformabhängig.

Firewall, Verzicht bei AllergienIch weiß, normalerweise sollte ich ein „leuchtendes Vorbild“ sein. Aber ich will auch ganz ehrlich mit Dir sein. Das Jahr 2015 hat mich sehr viel Kraft und Nerven gekostet. Mein Mann wurde schwer krank, geplante Urlaube und Fortbildungen musste ich absagen, und dann konnte auch noch mein Sohn wochenlang nicht in die Kita gehen. Diese schwierigen Monate habe ich gut überstanden, bin immer einen Schritt nach dem anderen gegangen, einen Tag nach dem anderen, so wie ich es auch im Coaching vermittle. Jetzt am Anfang des neuen Jahres bin ich erschöpft, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Und jetzt merke ich, wie meine Disziplin ins Wanken gerät und ich mich mit verträumten Blick in die Tiefkühltruhen mit Pizza starre oder plötzlich eine Smartiespackung in der Hand halte. Beides würde mich wegen meiner Zöliakie, Laktoseintoleranz und Histaminintoleranz auf Wochen krank machen und normalerweise verschwende ich keinen Gedanken daran. Doch im Moment hat meine Firewall ernsthafte Sicherheitslücken, um es mal als Nerd zu sagen. Ganz ehrlich: das macht mir Angst! Was also tun bei einer löchrigen Firewall?

Zuerst einmal habe ich versucht, meine Aktivitäten einzuschränken. Auch wenn einige Entscheidungen sehr schwer gefallen sind, aber mir tut es im Moment einfach gut, mich auch mal zu Hause einzuigeln.

Dann habe ich versucht herauszufinden, was meinen Hunger wirklich stillen könnte und mein Körper sagte mir ganz klar, dass er für den Moment mehr Nüsse haben möchte.
So konnte ich für mich persönlich mehrere Strategien entwickeln:

  • Ich achte im Moment sehr darauf, dass mein Notfallpack für unterwegs immer gefüllt ist, so dass ich nicht in Verlegenheit komme, unterwegs etwas kaufen zu müssen.
  • Ich habe eine größere Portion „skandinavisches Brot“ gebacken, die ich zum Frühstück essen kann, ohne das ich darüber nachdenken muss, was ich mir morgens mache.
  • Entgegen meiner sonstigen Essgewohnheiten habe ich mir sogar Rohmilch-Käse aus einer regionalen Käseherstellung geholt, bei der ich weiß, dass er seine Kühe auf der Weide hält (wenn Du mehr über Jules Käsekiste wissen will, kannst hier im meinem Schwesterblog darüber lesen).
  • Ich habe mir Cantuccini gebacken, die sich länger halten und die ich gut mitnehmen kann. So habe ich immer etwas zum Knabbern dabei.
  • Wenn ich wirklich das Bedürfnis habe, mir etwas gönnen zu wollen, mache ich mir eine Tasse griechischen Tee. Der Duft wirkt auf mich sehr beruhigend und allein der Akt des Teekochens (ich benutze lose Blätter) entspannt mich.

Was kann Dir helfen, wenn Du merkst, dass Deine Firewall nicht mehr ganz stabil ist?