Haribo – macht Allergiker gar nicht froh!

haribo, nicht für allergiker, glutenfrei

haribo, nicht für allergiker, glutenfreiEdit 28.8.2018: Ich hatte gestern ein sehr nettes Telefonat mit Haribo, die meine Beschwerde sehr ernst nehmen und auch Kontakt mit der Shopmanagerin in Bad Godesberg aufnehmen werden. Allerdings haben sich bisher wenige über die schlechte Lesbarkeit der Zutatenliste beschwert – je mehr das machen, um so besser!


Würde es einen Preis für die Allergiker-unfreundlichste Firma geben, wäre Haribo für mich ein klarer Favorit. Ich rege mich schon lange über die schlechte Lesbarkeit der Zutatenliste auf den Haribo-Packungen auf. Aber unser Besuch gestern Mittag beim Haribo-Shop in Bad Godesberg hat gezeigt, dass Haribo so gar nichts für Allergiker und andere ernährungstechnische Grenzfälle übrig hat!

Seit wir auch meinen Sohnemann auf glutenfreie Ernährung umstellen mussten vor über einem Jahr, waren wir nicht mehr in einem Hariboladen. Und mein Besuch gestern wird auch der letzte sein!
Wie jedes Kind freute er sich darauf, sich an der großen Theke eine Tüte mit den verschiedenen Süßigkeiten zusammenzustellen. Ich hatte ihm schon gesagt, dass wir erst herausfinden müssen, was wir essen dürfen. An der Theke ist mittlerweile gekennzeichnet, was ohne Gelatine und tierische Zutaten ist – was ja durchaus sinnvoll ist.
haribo, ohne zusatz von gelatine
Bei Fragen zu den Inhaltsstoffen muss man sich an einen Mitarbeiter wenden.

haribo, inhaltsstoffe

Wir fragten also eine freundliche „Mitarbeiter-in“, ob sie wisse, wo Gluten drin sei und folgten ihr zu einem Büro. Dort hörten wir, wie sie unsere Frage wiederholte und ein weiterer Mitarbeiter schon sehr schroff antwortete, dass sie ja auf keinen Fall mehr die Listen mit den Allergien rausgeben würden. Ich dachte schon oh-oh, das wird schwierig. Der Mitarbeiter kam herausgestürmt und meinte sehr unwirsch, was wir den wissen wollten. Ich erklärte, dass mein Sohn und ich kein Gluten essen dürften und die Information brauche, in welchen Produkten von der Theke den Gluten enthalten sei. Er faselte etwas von überall Spuren. Ich erklärte ihm freundlich, aber bestimmt, dass die Spurenkennzeichnung gesetzlich nicht geregelt sei und wir die Zutatenlisten oder Allergiehinweise brauchen. Er motze mich an, dass sei so von der Zentrale vorgegeben und ich solle ja „nicht ihn dafür anmachen“. Und überhaupt könne man ja nicht jegliche Allergie abdecken. Ich erklärte ihm – zugegebenerweise mittlerweile auch etwas aufgebracht, da ich die enttäuschte Miene meines Sohnes sah – dass es 14 Hauptallergene gäbe, die gekennzeichnet werden müssen. Nein, die Information habe er nicht, und überhaupt, davon wisse er nichts, also sei das nicht so. Wir könnten jedes einzelne Produkt an der Theke durchgehen – wer ein Kind unter 10 Jahren in einem Hariboladen erlebt hat, weiß, dass das nicht besonders praktikabel ist! Auch war mein Vertrauen in die Aussagen dieses Mitarbeiters gleich null, so dass ich ihm erklärte, dass er mein Kind und mich schwer enttäuscht habe. Ich konnte dann mit meinem Sohnemann den Kompromiß aushandeln, dass ich mehrere verschiedene Tüten kaufe und sie in eine der Tüten von der Theke umfülle, wenn wir das Geschäft verlassen haben. Er war nicht begeistert, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig. Wäre ich alleine gewesen, hätte ich den Laden verlassen, ohne etwas zu kaufen!

Als wir uns die verschiedenen ausländischen Tüten angeschaut haben, fiel mir dann diese Tüte noch auf:

haribo, schlechte lesbarkeit, inhaltsstoffe

Während für den französischen, den belgischen und den niederländischen Markt die Zutatenliste mit einem andersfarbigen Feld hinterlegt ist, steht die deutsche Zutatenliste nach wie vor auf der durchsichtigen Verpackung und ist nur schwer lesbar. Dem deutschen Allergiker und ernährungstechnischen Grenzfällen wird also die Unlesbarkeit einfach zugemutet, für andere Länder wird es im Sinne des § 3 LMKVVerordnung über die Kennzeichnung von Lebensmitteln (Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung – LMKV) richtig umgesetzt: „Die Angaben nach Absatz 1 sind auf der Fertigpackung oder einem mit ihr verbundenen Etikett an gut sichtbarer Stelle in deutscher Sprache, leicht verständlich, deutlich lesbar und unverwischbar anzubringen.“

Dieser letzte Haribo-Besuch hat mir deutlich gezeigt, wie egal wir Haribo sind. Deshalb werde ich auch für zu Hause ab sofort kein Haribo mehr kaufen, sondern nur noch Süßwaren von Firmen, die Ihre Pflicht gegenüber ihren Kunden mit ernährungstechnischen Einschränkungen gesundheitlicher Art auch erfüllen.


Mein Lieblingsbrot: glutenfrei, getreidefrei, laktosefrei

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lieblingsbrot, glutenfrei, getreidefrei, laktosefreiEin wirklich gutes glutenfreies Brot hinzubekommen ist schon nicht einfach – aber dann noch komplett getreidefrei und ohne Hefe? Das ist nicht unmöglich, man muss nur ein wenig umdenken.

Bitte beachte, dass man bei diesem Brot nicht wirklich viel verändern kann, also vor allem nicht die Eier weglassen oder das Kokosmehl. Anders als bei meinem Steinzeit-Brot ist es hier extrem wichtig, sich an die Zutaten und die Mengenangabe zu halten!

Beim Honig kann man die Menge reduzieren oder erhöhen, je nach Geschmack, oder auch nur Honig nehmen und den Kokosblütensirup weglassen. Ich mag es aber mit dem Sirup, da das Brot dann dunkler und noch etwas weicher wird.

Außerdem kann man anstatt des Olivenöls auch Kokosöl, Butterreinfett oder Avocadoöl nehmen, meine Erfahrung ist jedoch, dass es mit dem Olivenöl am Besten schmeckt. Anstatt des Schwarzkümmels kann man auch gut Fenchel oder ähnliche Kräuter reinmischen, ich bin nur der absolute Fan von Schwarzkümmel. 😉 Aber auch ein paar Sonnenblumenkerne, Leinsamen o.ä. passen gut in und auf das Brot, nur bitte keine Chia-Samen, da sie zu viel Feuchtigkeit aufsaugen!

Das Brot hält sich mehrere Tage im Brotkorb oder in einem Baumwolltuch eingeschlagen. Einfrieren kann man es sehr gut, dann muss man es nur vorher in Scheiben schneiden. Was nicht wirklich gut funktioniert ist Toasten und Croutons daraus machen. Durch den Honig entwickelt sich eine merkwürdige Konsistenz beim Erhitzen.

Mein Lieblingsbrot: glutenfrei, getreidefrei, laktosefrei
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
Trockene Zutaten:
  • 90g Maniokmehl (keine Tapiokastärke oder Maniokgrieß!)
  • 40g Kartoffelstärke
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Meer- oder Himalayasalz
  • 3 EL Flohsamenschalenmehl
  • 2 TL Kokosmehl
  • 2 EL Schwarzkümmel
Nasse Zutaten:
  • 7 Eier, Größe L (oder 8 Größe M)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Apfelessig
  • 60g Honig
  • 20g Kokosblütenzucker
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 160 C Grad vorheizen.
  2. In einer kleineren Schüssel die trockenen Zutaten gründliche mischen.
  3. In einer größeren Schüssel die nassen Zutaten mit einem Handmixer o.ä. vermischen.
  4. Eine kleinere Brotbackform (meine ist 24 x 10,5cm) einfetten.
  5. Dann erst die trockenen Zutaten in die Schüssel mit den nassen Zutaten geben. Schnell am Besten mit einem Handmixer verrühren, sofort in die Form geben und ab in den Ofen damit!
  6. Für 30-35 Minuten backen.

 

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Buchtipp: „Inspiralisiert“ – Nudeln, Reis und Snacks aus Gemüse von Alissandra „Ali“ Maffucci

In diesem Buch dreht sich alles um modernes Kochen, welches Low-Carb-Alternativen zur normalen Ernährung aufzeigen möchte ohne auf gutes Essen verzichten zu müssen.
Es werden kalorien- wie auch kohlenhydratärmere Möglichkeiten geboten wie man Nudeln, Reis, Brot, Süßes, Pommes, Tortillas oder auch Nachos gesünder umstellen kann ohne eine schwierige Diät beginnen zu müssen.
Diese Art Kochbuch hilft Menschen, die gesünder leben wollen, ihr Gewicht reduzieren wollen, Menschen mit Zöliakie aber auch Menschen die sich nach Paleo oder Raw ernähren wollen.

In der Einführung berichtet die italienisch stämmige Alissandra Maffucci über ihre Beweggründe dieses Kochbuch zu schreiben. Sie erzählt über das gute Essen bei ihren Großeltern, über ihr „Genuss-Semester“ in Europa wie auch über ihre Mutter, die sie erst auf den Gedanken brachte einen Spiralschneider zu nutzen aber auch über ihre Idee das Ganze in ein Buch zu verwandeln.
Im nächsten Buchteil „lassen sie sich inspiralisieren“ erklärt die Autorin, was der gesundheitliche Nutzen an der Veränderung der Ernährung ist, wenn man statt Kohlenhydraten und Zucker gesunde Ausweichmöglichkeiten nutzt. Mit einer Beispieltabelle werden die Nährwerte von normalen Nudeln und Nudeln aus Gemüse verglichen. Ebenfalls schafft sie es zu vermitteln, dass auch Kinder mit viel Spaß und Appetit an diese Art er Ernährung herangeführt werden können.
Auf die Plätze, fertig, Spirale marsch! Nun geht es um praktische Tipps. Was sollte man beachten? Welche Obst- und Gemüsesorten sind geeignet? Was kann man alles mit einem Spiralschneider zaubern? Wie kann man sogar Reis aus Gemüse herstellen? Brötchen aus Gemüse? Welche Küchenutensilien werden noch gebraucht? Es geht um die Veränderung im Kauf von Produkten und natürlich ganz wichtig: wie man das vor einem liegende Buch überhaupt richtig benutzt mit den Rezeptsymbolen und anderem.

Jetzt geht es los! Ich habe, um mir einen besseren Eindruck von den Rezepten zu verschaffen, aus jeder Sparte 3 Rezepte ausgesucht und diese 1:1 nachgekocht.
Beim Thema Frühstück, welches 9 Rezepte beinhaltet, entschied ich mich u.a. für die Blaubeer-Süßkartoffel-Waffeln.

Das Gericht ist sehr übersichtlich, es werden nur 6 Zutaten benötigt, auch eine Nährwertangabe ist direkt dabei. Zuerst wird beschrieben, was das Besondere an diesem Rezept ist und danach wird in vier einfachen Schritten der Vorgang erklärt. Auch beim Nachkochen funktioniert alles wunderbar und es klappt auf Anhieb. Lecker ist das Ergebnis auf jeden Fall!
spiralisiertesBei den Snacks und Beilagen kann man sich zwischen 10 Rezepten entscheiden und auch hier ist es möglich in einfachen Schritten und mit nur wenigen Zutaten schöne Gerichte nachzukochen.
Das nächste Thema umfasst 15 Gerichte aus den Kategorien Suppen, Eintopfgerichte und Salate, anschließend werden 9 Ideen für die Zubereitung von Sandwiches, Wraps und mehr angeboten. Das Buch bietet ebenfalls noch 9 Ofengerichte, 9 Reisgerichte, 15 Pasta- & Nudelgerichte sowie 9 Desserts.
Bei den Desserts habe ich getestet, ob auch Kinder mit den Rezepten gut klarkommen. Es wurden die Süßkartoffel-Muffins mit Schokostücken getestet welche 9 Zutaten benötigen. Die Erklärung ist kindgerecht und leicht nachzuvollziehen. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.
Zum Schluss werden noch wichtige Themen im Buch aufgegriffen. 21 Obst- und Gemüsesorten werden detailiert erläutert wie man sie am besten für das Buch und die Rezepte nutzen kann. Das sind beispielsweise Äpfel, der Butternusskürbis aber auch Kochbananen. Im Anschluss gibt es Tabellen mit Nährwerten, Obst- und Gemüsegewicht und Nudelertrag wie auch die besten Zubereitungsarten für Obst- und Gemüsestreifen.
Alles in allem ist das Kochbuch sehr gut gelungen. Es beinhaltet viele interessante Rezepte , es ist einfach zu handhaben und die Ergebnisse sehen wirklich gut aus und sind geschmacklich top. Auch die Informationen, die man unabhängig von den Rezepten bekommt, sind sehr interessant und verständlich.
Ich würde das Buch persönlich weiterempfehlen und werde es auch weiterhin nutzen.

Autor: Alissandra „Ali“ Maffucci
Titel: „Inspiralisiert“ Nudeln, Reis und Snacks aus Gemüse
Gattung: modernes Kochbuch
Erscheinungsjahr: 2016
Verlag: riva Verlag

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Der Müsli-Baukasten – glutenfrei, getreidefrei, laktosefrei

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müsli, glutenfrei, getreidefrei, laktosefreiIch brauchte mal wieder etwas anderes zum Frühstück als Eier mit Gemüse oder das „Steinzeit“-Brot. Also dachte ich mir, dass ein Müsli her muss. Aber getreide-, gluten- und laktosefrei? Das schien mir zunächst doch sehr karg. Aber nachdem ich mich ein wenig eingelesen habe und verschiedenes ausprobiert habe, bin ich jetzt zu einem Müsli-Baukasten gekommen. Denn irgendwie habe ich nie alles da, was ich beim ersten Mal benutzt habe, aber dann habe ich gemerkt, dass man das Rezept wunderbar variieren kann.
Das wichtigste ist, dass die Nuss-Körner-Samen-Mischung zum Schluss 400g ergeben. Ich nehme als Basis immer 150g Nüsse. Das kann nur eine Nussart sein, z.B. Haselnüsse oder Chashews, oder auch eine Nussmischung, da mag ich z.B. die von dm sehr gerne.
Dann füllt man je nach Geschmack die 250g auf, denkbar sind:

  • Kokoschips oder Kokosflocken
  • Eine weitere Nusssorte, also zu Haselnüssen noch Mandeln oder Paranüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Chia-Samen
  • Hanfsamen
  • Leinsamen

Nach dem Backen kann man dann noch je nach Geschmack Trockenfrüchte wie Rosinen oder auch sehr lecker Mangostreifen hinzufügen.

Aber ein Wort der Warnung: das Müsli duftet warm noch so lecker, dass man es am liebsten gleich alles verputzen würde! Das wäre angesichts der Kalorienmenge natürlich nicht ratsam. Genießt  lieber jeden Morgen 2-3 Esslöffel davon zum Beispiel mit Mandelmilch.

Der Müsli-Baukasten - glutenfrei, getreidefrei, laktosefrei
 
Zutaten
  • 400g Nuss-Samen-Körner-Mischung
  • 60g Kokosöl
  • 40g Honig
  • ½ TL Salz
  • je nach Geschmack gemahlene Mandeln oder Zimt
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 140 Grad Umluft vorheizen.
  2. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  3. Die Nuss-Samen-Körner-Mischung in einer Küchenmaschine oder Moulinex kleinhexeln - aber nicht zu klein, sonst staubt es später im Mund so arg.
  4. Das Kokosöl im Wasserbad flüssig werden lassen.
  5. Dann das Kokosöl mit der Vanille, dem Salz und dem Honig in einer mittelgroßen Schüssel vermischen.
  6. Die Nuss-Samen-Körner-Mischung dazugeben und gründlich vermischen.
  7. Anschließend die Mischung auf das Backpapier geben und gleichmäßig verteilen.
  8. Für 10 Minuten rösten lassen, dann einmal umdrehen.
  9. Weitere 10 Minuten rösten lassen, wenn es dunkel genug ist, herausnehmen, ansonsten für weitere 5 Minuten im Ofen lassen, aber im Auge behalten! Es kann ganz schnell gehen, dass es zu dunkel wird!
  10. Aus dem Ofen nehmen und umrühren, so bleibt es schön locker.
  11. Eine halbe Stunde abkühlen lassen, dann die Trockenfrüchte dazugeben und in einem luftdichten Gefäß aufbewahren.

 


Homöopathische Mittel und Schüsslersalze bei Laktoseintoleranz und Zöliakie

Homöoapthie, Zöliakie, Laktoseintoleranz

Homöoapthie, Zöliakie, LaktoseintoleranzHomöopathische Mittel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Allerdings kommt es immer wieder zu Fragen, ob man diese auch bei einer Laktoseintoleranz oder Zöliakie nehmen kann. Selbst Apotheker wissen nicht immer Bescheid! Mein Apotheker ist eh schon Kummer mit mir gewohnt und weiß und akzeptiert mittlerweile, dass ich bei einigen Themen besser Bescheid weiß als er (aber natürlich nicht bei vielen, ich bin ja keine ausgebildete Apothekerin). 😉

Homöopathische Mittel und Schüsslersalze gibt es in mehreren Darreichnungsformen: als Tropfen, als Globuli und als Tabletten.

Tropfen:
Die Tropfen sind meistens auf Alkoholbasis und deshalb für Kinder nicht geeignet. Hier habe ich allerdings noch keine laktose- oder glutenhaltigen gefunden.

Globuli:
Die sogenannten Globuli – also kleine Kügelchen – bestehen bei den Einzelmitteln aus Saccharose, also reinem Haushaltzucker. Die Mittel von der DHU sind immer auf Saccharose als Zucker-Basis und deshalb sowohl bei Laktoseintoleranz als auch Zöliakie geeignet.
Vorsichtig muss man allerdings bei Komplexmitteln sein sein. Von Wala gibt es etliche Komplexmittel, die Laktose enthalten, aber eben nicht alle. Hier muss man dem Apotheker sagen, dass er jedes Mal auf die Inhaltsstoffe schauen muss.

Tabletten:
Die meisten Komplexmittel – also Mittel z.B. gegen Heuschnupfen oder Erkältungen, die aus mehreren Wirkstoffen gemischt wurden – werden in Tablettenform verabreicht. Bei den Tabletten gibt es mittlerweile unterschiedliche Zusammensetzungen:

  • Tabletten mit Laktose und ohne Weizenstärke (nur bei Zöliakie geeignet)
  • Tabletten ohne Laktose und mit Weizenstärke (nur bei Laktoseintoleranz geeignet)
  • Tabletten mit Laktose und mit Weizenstärke

Hier muss man also IMMER auf die Zutatenliste achten und sie sich zeigen lassen.

Von der DHU (Deutsche Homöopathie-Union) gibt es z.B.

Von Pflüger gibt es die Schüsslersalze als Tabletten, diese sind aber laktosehaltig, genauso wie die Komplexmittel von dieser Firma.

Schüsslersalze als Globuli
Als ich vor Jahren anfing, mich mit Schüsslersalzen zu beschäftigen, gab es noch keine laktose- und glutenfreien Tabletten. Mit ein wenig Recherche habe ich damals die Firma Schuck-Mineral gefunden, die die Schüsslersalze in Globuli-Form anbieten:
http://www.schuckmineral.de/die-12-schuckmineral-globuli/

Auch die DHU hat jetzt neu die Schüsslersalze als gluten- und laktosefreie Globuli Variante herausgebracht.

Fazit:
Lass Dich also bitte nicht verunsichern, auch nicht von Aussagen von Apothekern, ohne dass derjenige in die Inhaltsstoffe geschaut hat. Und am Besten liest Du die Inhaltsstoffe der jeweiligen Packung selber noch mal durch.


3 Varianten von glutenfreie Biscotti

Biskotti, glutenfrei, getreidefrei, laktosefrei

Biskotti, glutenfrei, getreidefrei, laktosefreiIch liebe Biscotti einfach! Besonders in einen Espresso getunkt oder mit der aufgeschlagenen Milch eines Cappuccino bedeckt, sind sie für mich der perfekte Begleiter zu einem Kaffee. Die meisten Biscotti werden allerdings mit Industriezucker hergestellt, außerdem bekommt man wenn überhaupt glutenfrei nur die übliche Sorte mit Mandeln. Deshalb wollte ich verschiedene Variationen vorstellen, die sich auch leicht weiter abändern lassen. Die Grundzutaten sind immer die gleichen:

  • 150g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Johannisbrotkernmehl
  • 5 EL Honig

Für das klassische Rezept (siehe unten) kommen dann noch Mandeln, Zimt und Vanille dazu. Wichtig ist, die Mandeln oder auch andere Nüsse, die nicht zerkleinert in den Teig sollen, mindestens 2 Stunden im Wasser einweichen zu lassen. Man kann aber auch einfach variieren. Zu den Grundzutaten kann man für ein Pistazien-Schokoladen-Biscotti auch folgendes dazugeben:

  • 50g geschältem ungesalzene Pistazien
  • 2 EL Kakaopulver

Oder für weihnachtliche Biscotti:

  • 20g zerkleinerte Schokolade, das kann Borke sein oder Spiltter, je nach Geschmack Vollmilch oder Zartbitter
  • 30g getrocknete Cranberries

Das sind auch genau die 3 Sorten, die auf dem Foto abgebildet sind! Eurer Fantasie sind aber keine Grenzen gesetzt, wichtig ist, dass Ihr bei ca. 50g bei der Extra-Zutat bleibt, ansonsten kann der Teig es nicht aufnehmen und zerbröselt.

Sehr wichtig ist außerdem, die Teigwurst sehr fest zu machen, damit die Biscotti später nicht zerbrechen. Benutzt beim Schneiden ein glattes Messer und kein Brotmesser – letzteres bleibt durch die Zähne bzw. Zacken hängen und zerkrümelt die Biscotti. Schneidet auch sehr langsam und vorsichtig, manchmal ist Durchtrennen, wie z.B. beim Kräuterhacken – nur langsamer! – besser als eine Schneidebewegung. Man muss das ein wenig üben, aber man kriegt sehr schnell ein Gefühl dafür. Viel Spaß beim Backen!

3 Varianten von glutenfreie Biscotti
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 20
Zutaten
  • 50g ganze Mandeln
  • 150g gemahlene Mandeln
  • 1 EL Johannisbrotkernmehl
  • 5 EL Honig
  • ½ TL Zimt
  • Vanille aus der Mühle
Zubereitung
  1. Die ganzen Mandeln mindestens 2 Stunden in Wasser einweichen lassen.
  2. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  3. Alle Zutaten bis auf die ganzen Mandeln mischen, der Teig ist bröselig.
  4. Die ganzen Mandeln per Hand unterkneten. 2 Würste formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen.
  5. 15 Minuten backen, dann herausnehmen und 10 Minuten kühlen lassen.
  6. In 1.2 cm dicke Scheiben schneiden und 8-10 Minuten zu Ende backen.
  7. Die Biscotti sind noch weich nach dem Backen und werden beim Abkühlen härter.

 


Skandinavisches Steinzeit-Brot – laktosefrei, glutenfrei, getreidefrei

paleo, brot, skandinavisch, glutenfrei, laktosefrei, milchfrei, getreidefreiIm Moment habe ich durch den ganzen familiären Stress Schwierigkeiten, mich auf das Essen zu konzentrieren. Besonders morgens fällt es mir sehr schwer, ein vernünftiges Frühstück hinzubekommen – ja, selbst als Ernährungsberater kann man schon mal planlos sein was das Essen anbelangt! Als ich auf dieses Rezept eines skandinavischen Steinzeitbrotes gestoßen bin, wurde ich neugierig – natürlich ist es glutenfrei, laktosefrei und getreidefrei! Auch wenn ich bezweifle, dass es solch ein Brot schon in der Steinzeit gab, hat es doch etwas sehr ursprüngliches, wenn man die Nüsse und Samen vermischt. Außerdem reichen mir 2-3 Scheiben am Morgen, mehr vertrage ich gar nicht pro Tag. Und so bleibe ich auch bei der von Paleo angedachten eine Handvoll Nüsse und Samen pro Tag.

Das schöne an diesem Rezept ist, dass man es variieren kann. Ich habe es z.B. in einer länglichen Brotform gemacht oder  auch in der Tchibo-Brötchenform gemacht – allerdings war mir eine Brötchen dann schon fast zu viel . Die Zutaten kann man sehr gut austauschen. Anstatt der gemahlenen Mandeln habe ich  mal gemahlene Haselnüsse ausprobiert und dann anstatt Walnüssen noch gehobelte Haselnüsse dazugegeben. Ich nehme auch gerne anstatt 100g Mohn nur 50g und gebe stattdessen 50g Chiasamen dazu. Wenn man also irgendeine Samen- oder Nussart nicht verträgt, kann man sie einfach austauschen.

Das Brot hält übrigens besser zusammen, wenn man vorher die Eier verquirlt!

Auch lässt es sich sehr einfach zubereiten, denn man kann alles mit einem Löffel verrühren. Das Brot lässt sich gut in Scheiben einfrieren und wieder auftauen. Ich genieße es morgens mit einer Scheibe Rohmilchkäse von einem regionalen Bauern, der seine Kühe wie Kollegen behandelt – und bin dadurch bis fast zum Mittag satt.

Skandinavisches Steinzeit-Brot - laktosefrei, glutenfrei
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 100g Kürbiskerne
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 100g Walnüsse
  • 100g Leinsamen (können auch geschrotet sein!)
  • 100g Sesamsamen
  • 100g Mohnsamen oder 50g Mohnsamen/50g Chia-Samen
  • 2 TL Salz
  • 5 Eier
  • 100ml Olivenöl
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.
  2. Zuerst die Samen, Kerne und Nüsse mischen. Dann die Eier und das Olivenöl dazugeben und vermischen. Falls die Mischung zu trocken ist und die Zutaten nicht zusammenhalten, noch ein klein wenig Wasser dazugeben.
  3. In einer Brotbackform 1 Stunde backen lassen. In der Tchiboform braucht es ca. 45-50 Minuten.
  4. Erst abkühlen lassen, bevor man es schneidet.

 


Buchtipp: Backen Low Carb von Anja Leitz und Ulrike Gonder

backen low carb

backen low carbAusnahmsweise möchte ich mal kein reines Paleo-Kochbuch vorstellen, sondern ein Low-Carb-Koch-Buch, dass die verschiedenen Diät-Formen wie Paleo, Keto und eben Low Carb miteinander vereint. Das Buch heisst „Backen Low Carb“ von Anja Leitz und Ulrike Gonder und ist im Riva Verlag erschienen.

Auf den ersten 40 Seiten wird eine Einführung in die gesamte Thematik gegeben und die verschiedenen Ernährungsformen anschaulich erläutert, so dass man gut informiert sich an die Rezepte wagen kann.

An diesen Erklärungsteil schließen sich 80 Rezepte an, von Brötchen und Broten, über Riegel, Cookies, Kuchen und Torten(böden), Nachmittagskuchen, Flans bis zu Crackern. Alle Rezepte sind glutenfrei, häufig braucht man dann Mandelmehl, Chiasamen, Buchweizen, Leinsamen etc., die meisten Zutaten findet man aber mittlerweile im Supermarkt oder in den Drogeriemärkten. Was mir sehr gut gefällt, dass neben den üblichen Angaben zur Zubereitungszeit und Portionen auch angegeben ist, in welchem Maß das Rezept Low Carb/High Fat ist und für welche Jahreszeit und für welche Uhrzeit ein Rezept geeignet ist ausgehend vom Stoffwechsel. Gut, letzteres übersehe ich persönlich beflissentlich, da ich auch morgens um 7 Uhr schon einen Schweinebraten essen kann. 😉
Schön sind auch die Optimierungsvorschläge und Tipps zu jedem Rezept.

Hier einige Highlights der Rezepte:

  • Schwarzwälder Sport-Cookie (vegetarisch, moderat low carb)
  • Genussriegel (low carb, high fat, vegetarisch, ketogen)
  • Orangen-Schokoladen-Kuchen (moderat low carb, high protein)
  • Osterkuchen (moderat low carb, vegetarisch, high fat)
  • Feigenbrot (moderat low carb, high protein, vegetarisch, paleo – allerdings mit Whey-Protein-Pulver)
  • Speckstangen (very low carb, ketogen, high fat)

Aus Paleo-Sicht stört mich allerdings sehr, das bei den als Paleo gekennzeichneten Rezepten häufig Inulin oder Whey-Protein-Pulver benutzt wird – beides hochverarbeitet und absolut gegen den Paleo-Gedanken.

Überhaupt wird in dem Buch viel mit laktosehaltigen Zutaten gearbeitet, so dass es für Betroffene mit einer Milchallergie oder Laktoseintoleranz nicht zu empfehlen ist. Für alle anderen ist es ein schöner Einstieg in das Backen in der Low Carb-Variante.


Im Test: Andean Dream Quinoa Cookies – glutenfrei und laktosefrei

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*** Achtung: Stand Februar 2017 gibt es zur Zeit keinen deutschen Vertrieb, deshalb sind die Kekse nicht in Deutschland erhältlich – leider… ***

andean dream cookie, laktosefrei, glutenfreiAuch wenn ich selber keine glutenfreien Ersatzprodukte mehr esse, stöbere ich immer noch gerne in den Bioläden und Reformhäusern nach neuen Produkten. Dabei bin ich neulich auf die Quinoa Cookies von Andean Dream gestoßen und musste sie rein aus Neugier und trotz des hohen Preises einfach mal mitnehmen. 198 Gramm kosten stolze 4,99 €, aber das liegt sicherlich auch an der Reise, die diese Kekse hinter sich haben: sie werden in Bolivien hergestellt.
Im Reformhaus in Hennef (Rhein-Sieg-Kreis) konnte ich nur die Sorte mit Kokosnuss finden. Geschmacklich finde ich sie recht gut, allerdings ein wenig trocken. Zwischendurch habe ich bei einer Freundin auch mal andere Sorten probiert, da fand ich Orange am Besten. Sehr praktisch ist die Verpackung: jeder Keks ist einzeln verpackt, so dass man sie sehr gut mmitnehmen kann. Auch ist zumindest der Quinoa aus Fair Trade. Die Kekse sind ei- und milchfrei, ohne Weizen, Soja oder Mais, cholesterinfrei und frei von Nüssen oder gehärteten Fetten. Für mich allerdings ein Riesenminuspunkt, dass Palmfruchtöl verwendet wird, hier sollte über eine Alternative nachgedacht werden.
Von Andean Dream gibt es übirgens noch Pasta und Suppen! Wer also mal Lust auf einen anderen Geschmack hat, sollte ruhig mal Quinoa-Produkte probieren.

Zutaten:
Bio Royal-Quinoa-Mehl aus den Anden, Tapioca-Mehl, ungehärtetes Palmfruchtöl, Rohzucker, geröstete Kokosraspeln, Bio-Reismehl, Zuckerrohrsirup, Natrium Bicarbonat, natürliches Kokosnuss- und Vanille-extrakt (frei von Mais und Soja).

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Leckere Kürbismuffins – Halloween kann kommen!

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Kürbismuffins, Paleo, glutenfrei, laktosefreiAusgerechnet am 31.10. – also an Halloween – muss ich in die Kita meines Sohnes zu einem Termin. Also dachte ich mir, ich könnte dann ja auch etwas leckeres mitbringen. Schnell fiel die Wahl auf glutenfreie und laktosefreie Kürbismuffins, aber ich hatte kein vernünftiges Paleo-Rezept und wollte auch keins, das „zu speziell“ schmeckt. Viele Paleo und glutenfreie Rezepte haben ja ihren eigenen Geschmack und vor allem ihre eigene Konsistenz, die man schon gewohnt sein muss. Glücklicherweise hatte aber jemand in meiner Facebookgruppe Essen mit Gefühl mir dieses Rezept empfohlen. Sogar mein Sohn, der sonst sehr kritisch ist, liebt diese Muffins und auch meine Kollegin war begeistert.

Gewürz-Alternative

Gewürz-Alternative

Ich habe das Rezept jetzt für Euch übersetzt und mit Grammzahlen versehen, anstatt der in den USA üblichen Cups. Pumpkin Spice hier in Deutschland zu bekommen, ist leider noch ein Ding der Unmöglichkeit. Aber Ihr könnt entweder dieses Rezept von Chefkoch nehmen (hier klicken) oder auch auf ein Lebkuchengewürz umsteigen. Ich habe dieses hier genommen, dass ich bei Edeka gefunden habe. Achtet nur darauf, dass keine Orange mit dabei ist, sonst schmeckt es wirklich arg weihnachtlich.
Für das Kürbispüree kocht ihr einfach Kürbisfleisch mit etwas Wasser bis es weich ist und püriert es dann. Wir hatten soviel Kürbis beim Testbacken übrig, dass wir das restliche Püree für Halloween einfach eingefroren haben.
Als Verzierung könnt Ihr entweder Walnüsse oder Pecannüsse nehmen, es schmeckt beides sehr gut. Wenn ihr die Muffins etwas süßer haben wollt, gebt etwas mehr Honig dazu.
Ich habe Mini-Muffinform genommen, da ich es sehr praktisch finde, wenn man sie unterwegs mit einem Happs essen kann. Das Rezept reicht für 12 Mini-Muffins plus 2 große oder 10 normal große Muffins.

Leckere Kürbismuffins - Halloween kann kommen!
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 10-15
Zutaten
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 60g Kokosmehl
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Pumpkin Spice/Lebkuchengewürz
  • 3 Eier
  • 170g Kürbispüree
  • 3 EL flüssiges Kokosöl
  • 100g Honig
  • Vanille aus der Mühle
  • Walnüsse oder Pecannüsse zum Verzieren
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Die Muffinform einfetten.
  3. In einer großen Rührschüssel die gemahlenen Mandeln, Kokosmehl, Natron, Salz und die Gewürze mischen.
  4. In einer kleinen Schüssel die Eier leicht verquirlen.
  5. Die Eier, Kürbis, Kokosöl, Vanille und Honig zu den trockenen Zutaten geben und alles gut verrühren.
  6. In die Muffinform geben und mit den Nüssen garnieren. Man kann auch noch etwas Gewürz oder Kokosblütenzucker drüber streuen - aber Achtung: nicht zuviel!
  7. Je nach Größe der Form 15 Minuten (bei Minimuffins) oder 20 Minuten backen.
  8. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Fröhliches Halloween!