Ein ernährungstechnischer Grenzfall in Hamburg

Der Hamburger Rathausplatz mal leer!
Der Hamburger Rathausplatz mal leer!

Der Hamburger Rathausplatz mal leer!

Wenn einer eine Reise tut, erlebt er häufig die merkwürdigsten Dinge. So ist es mir im Februar passiert, als ich geschäftlich zu einem Seminar nach Hamburg musste. Vom Pech beim Fliegen und beim Abendessen bis zum perfekten Mittagessen war alles dabei!

Der Flug nach Hamburg

Es fing schon beim Flug an. Ich hatte meinen Flug Köln – Hamburg und zurück mit dem  Smart-Tarif inklusive Snack bei Eurowings gebucht.  Während der Buchung gab es keinen Hinweis, dass es auf Kurzstrecken-Flügen keine laktose- oder glutenfrei Kost gibt. Ich hatte In meinem Unwissen extra dem Kundenservice angeschrieben, und bekam zur Antwort ja, sie würden es ans Flugpersonal weitergeben. Ich freute mich also auf einen Flug mit Snack!

Als ich dann im Flugzeug der Stewardess während der Snack-Ausgabe sagte, dass ich etwas extra bestellt hätte, pflaumt diese mich grob an, das würde es hier nicht geben, will ich das Käse- oder Wurstsandwich? Ich antworte, dass ich weder noch möchte, da ich kein Brot vertrage. Sie antwortet, dass hätte sie ja noch nie gehört! Wenn ich keinen Käse essen kann, solle ich doch Wurst nehmen. Ergebnis: ich ging leer aus, mir wurde auch keine andere Alternative aus dem Menü angeboten – wobei ich auch nicht weiß, ob es aufgrund der kurzen Flugzeit etwas anderes gab. Bei den Getränken wagte ich dann nach einem Tonic Water zu fragen und bekam nur einen Blick von ihr, der soviel sagte wie: was glauben Sie eigentlich, wer und wo Sie sind?

Im Board-Magazin fand ich dann immerhin kleingedruckt den Hinweis: „Auf kurzen Flügen mit einer Flugzeit unter 60 Minuten und einer hohen Passagierauslastung kann es zu einem eingeschränkten Serviceangebot kommen. Wir bitten um Verständnis, dass wir an Bord keine Sondermahlzeiten (wie z.B. gluten- oder laktosefreie Speisen) anbieten.“  In den FAQs auf der Webseite von Eurowinds steht jedoch: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an Bord leider keine Sondergerichte (wie gluten- oder laktosefreie Speisen) anbieten können.“

Welche Information gilt denn jetzt, Eurowings: gibt es gar kein laktose- und glutenfreies Essen oder nur bei den Kurzflügen unter 60 Minuten? Natürlich überstehe ich einen Flug von 50 Minuten ohne Snack, aber dann sollte es von allen Seiten richtig kommuniziert werden. Auch die Unfreundlichkeit der Stewardess bleibt mir sauer in Erinnerung. Kunden- und Allergikerfreundlich sieht anders aus!

Mania – Paleo in a Box

In Hamburg angekommen, checkte ich in mein Hotel ein und machte mich auf den Weg zum  Mania – Paleo in a Box, östlich von der Innenstadt. Man darf sich nicht abschrecken lassen von der Umgebung – es ist ein kleines Gewerbegebiet und der Eingang zum Mania liegt in einem Hinterhof. Eigentlich ist das Mania auch nur der Eingangsbereich eines Crossfit-Studios. Wenn gerade ein Kurs läuft, ist es sehr laut, aber ansonsten ist der kleine Bereich hübsch und auf seine eigene Art nett eingerichtet. Das Mania bietet täglich ein warmes Gericht an. Leider hatte ich Pech, denn es gab Chili con Carne mit Süßkartoffeln. Wegen meiner Histaminintoleranz vertrage ich Tomaten allerdings gar nicht.

Mania - Paleo in a Box

Mania – Paleo in a Box

Die Dame, die für das Mania zuständig ist, ist total nett und ich habe dann zwei 2 Kugeln und 2 Mandelmuffins mitgenommen sowie den Weihnachtsshake probiert, der sehr lecker war. Leider fehlte mir dann noch ein Abendessen, so dass ich in einem Supermarkt mir noch Salat und Beilage geholt habe.

Leckere Dinge von Mania!

Leckere Dinge von Mania!

 

Sicheres Essen bei der Veranstaltung

Am nächsten Morgen hatte ich Glück beim Frühstück: es gab Lachs und ich hatte mein „Steinzeit“-Brot dabei, der Tag fing also gut an. Aber es wurde noch besser: Ich hatte mit dem Koch des Hotels, in dem die Veranstaltung statt fand, vorher abgesprochen, dass ich Zöliakie, Laktose- und Histaminintoleranz habe und dass ich mich zum Mittagessen einfach über ein Stück Fleisch mit Gemüse freuen würde. Das Personal war extrem hilfsbereit und rief sogar noch mal beim Koch an, um ganz sicher zu gehen, dass sie mich nicht „vergiften“. Und ich bekam nicht nur ein kleines Stückchen mit 3 Teilen Gemüse, sondern einen gut gefüllten Teller! Die neidvollen Blicke der anderen Teilnehmer waren mir sicher. 😉

Auch der Rückflug war sehr angenehm – die Crew hatte so gute Laune, dass ich keinen Stress machen wollte und beim Sandwich einfach nur ablehnte. Dafür wurde ich mit einem entspannten Flug belohnt.

Fazit

Es hat sich wieder einmal bestätigt, dass ich als ernährungstechnischer Grenzfall immer etwas zu essen in der Tasche haben sollte. Und das eine klare Absprache, was ich als Alternative zum Essen haben möchte, viel besser funktioniert, als wenn ich den Köchen nur eine Liste geben mit dem, was ich nicht essen darf. Mal schauen, wann ich wieder ins schöne Hamburg komme!


Warum ich die Wörter Fehlernährung und Diätfehler nicht mag

Beides genießenVor ein paar Tagen hatte ich in einer Ernährungsberatergruppe in Facebook eine Diskussion zum Thema Zöliakie. Dabei schrieb mein Gesprächspartner, dass diese bestimmt auch durch die heutigen „Fehlernährungzustande“ kommen würde. Dieses Wort – genauso wie „Diätfehler“ schwirrt mir seitdem im Kopf herum. Bei beiden Wörtern schwingt eine Wertung oder sogar Verurteilung mit, die ich nicht für angemessen halte.

Natürlich ist eine Ernährung, die überwiegend aus Pizza und Cola besteht, nicht gesund und wird dem Körper langfristig schaden bzw. ihm nicht die Nährstoffe geben, die er braucht. Natürlich ist eine Ernährung mit viel Gemüse, Obst, gesunden Fetten und wenn man mag, gutem Fleisch und Fisch, nährstoffreicher. Aber warum müssen wir unser Essen immer bewerten? Warum ist ein Stück Torte eine „Sünde“, für die wir uns später regelrecht kasteien müssen? Warum kann es nicht ein genußvoller Moment sein, den wir einfach nur genießen – genauso wie man dann später einen leckeren Salat genießt?

Wir müssen unser Essen und unser Essverhalten nicht bewerten, dafür gibt es einfach keinen Grund. Im Gegenteil, wir setzen uns damit unter Druck, wollen alles richtig machen. Aber funktioniert das? In den meisten Fällen doch eher nicht. Denn wenn wir uns unter Druck setzen, können wir das Essen nicht mehr genießen oder es als das sehen, was es wirklich ist: Nahrung für unseren Körper, damit er funktionieren kann. Auch werden wir nie alles richtig machen können. Denn was ist schon die richtige Ernährung? Eine Standardantwort kann es nicht geben. Jeder Körper ist anders und jeder Körper verändert sich mit der Zeit. Vielleicht gibt es Zeiten, in denen eine vegane Ernährung für einen einzelnen gut ist. Vielleicht hilft auch eine Vollwertkost. Ich selber ernähre mich seit eineinhalb Jahren nach Paleo und es geht mir so gut wie schon lange nicht mehr. Aber ist das die richtige Ernährung bis an mein Lebensende? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es mir im Moment gut tut und mir schmeckt – und mehr verlange ich nicht von meiner Nahrung.

Wenn Du also merkst, dass Du Deine Ernährung in gut und schlecht einteilst, oder Du zum Beispiel mit einem Schokoriegel „sündigst“, halte einen Moment inne und denk noch einmal darüber nach. Ist der Riegel wirklich eine Sünde? Oder kannst Du ihn einfach nur genießen und Dich darüber freuen?

Wie oben schon geschrieben empfinde ich auch den „Diätfehler“ als ein ganz schwieriges Wort. Die meisten von uns essen nicht absichtlich etwas, wogegen wir allergisch sind oder was wir nicht vertragen. Mein letzter Unfall war eine Packung mit frischen Sprossen, auf der kein Spurenhinweis stand. 4 Stunden Durchfall und ein Telefonat später hatte ich herausbekommen, dass die Firma auch Weizensprösslinge verarbeitet und ich deshalb Gluten abgekommen hatte. Das war nichts, was ich hätte verhindern können, also kein Fehler, sondern ein Unfall. Deshalb spreche ich bei Zöliakie auch immer von „Glutenunfällen“. Natürlich gibt es Situationen, wo man nicht richtig aufgepasst hat, die Zutatenliste nur überflogen hat oder nicht daran gedacht hat, dass sich eine Zutatenliste verändert haben könnte. Klar, man hätte es besser machen können, aber wer ist schon zu 100% perfekt? Solange wir uns bemühen, Allergen-frei zu essen, müssen wir uns keine Vorwürfe machen, wenn es doch mal schiefgeht. Niemand ist perfekt, niemand macht immer alles 100%ig richtig – wir können es nur versuchen!


Homöopathische Mittel und Schüsslersalze bei Laktoseintoleranz und Zöliakie

Homöoapthie, Zöliakie, Laktoseintoleranz

Homöoapthie, Zöliakie, LaktoseintoleranzHomöopathische Mittel erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Allerdings kommt es immer wieder zu Fragen, ob man diese auch bei einer Laktoseintoleranz oder Zöliakie nehmen kann. Selbst Apotheker wissen nicht immer Bescheid! Mein Apotheker ist eh schon Kummer mit mir gewohnt und weiß und akzeptiert mittlerweile, dass ich bei einigen Themen besser Bescheid weiß als er (aber natürlich nicht bei vielen, ich bin ja keine ausgebildete Apothekerin). 😉

Homöopathische Mittel und Schüsslersalze gibt es in mehreren Darreichnungsformen: als Tropfen, als Globuli und als Tabletten.

Tropfen:
Die Tropfen sind meistens auf Alkoholbasis und deshalb für Kinder nicht geeignet. Hier habe ich allerdings noch keine laktose- oder glutenhaltigen gefunden.

Globuli:
Die sogenannten Globuli – also kleine Kügelchen – bestehen bei den Einzelmitteln aus Saccharose, also reinem Haushaltzucker. Die Mittel von der DHU sind immer auf Saccharose als Zucker-Basis und deshalb sowohl bei Laktoseintoleranz als auch Zöliakie geeignet.
Vorsichtig muss man allerdings bei Komplexmitteln sein sein. Von Wala gibt es etliche Komplexmittel, die Laktose enthalten, aber eben nicht alle. Hier muss man dem Apotheker sagen, dass er jedes Mal auf die Inhaltsstoffe schauen muss.

Tabletten:
Die meisten Komplexmittel – also Mittel z.B. gegen Heuschnupfen oder Erkältungen, die aus mehreren Wirkstoffen gemischt wurden – werden in Tablettenform verabreicht. Bei den Tabletten gibt es mittlerweile unterschiedliche Zusammensetzungen:

  • Tabletten mit Laktose und ohne Weizenstärke (nur bei Zöliakie geeignet)
  • Tabletten ohne Laktose und mit Weizenstärke (nur bei Laktoseintoleranz geeignet)
  • Tabletten mit Laktose und mit Weizenstärke

Hier muss man also IMMER auf die Zutatenliste achten und sie sich zeigen lassen.

Von der DHU (Deutsche Homöopathie-Union) gibt es z.B.

Von Pflüger gibt es die Schüsslersalze als Tabletten, diese sind aber laktosehaltig, genauso wie die Komplexmittel von dieser Firma.

Schüsslersalze als Globuli
Als ich vor Jahren anfing, mich mit Schüsslersalzen zu beschäftigen, gab es noch keine laktose- und glutenfreien Tabletten. Mit ein wenig Recherche habe ich damals die Firma Schuck-Mineral gefunden, die die Schüsslersalze in Globuli-Form anbieten:
http://www.schuckmineral.de/die-12-schuckmineral-globuli/

Auch die DHU hat jetzt neu die Schüsslersalze als gluten- und laktosefreie Globuli Variante herausgebracht.

Fazit:
Lass Dich also bitte nicht verunsichern, auch nicht von Aussagen von Apothekern, ohne dass derjenige in die Inhaltsstoffe geschaut hat. Und am Besten liest Du die Inhaltsstoffe der jeweiligen Packung selber noch mal durch.


Warum fällt der Verzicht so schwer?

Manchmal denkt man nur an Essen!

Manchmal denkt man nur an Essen!

Manchmal denkt man nur an Essen!

Wer kennt es nicht, die Tage, an denen man denkt, egal, ich esse jetzt, was ich will, sch*** auf meine Allergie oder Intoleranz. Und genau dann passiert es, dass wir Dinge essen, die uns nicht nur nicht gut tun, sondern je nachdem sogar schaden können. Aber warum kommen manche nicht weg von der Schokolade, dem Gluten, den Eiern oder was auch immer eine Reaktion auslöst?

Nun, es liegt sicherlich nicht daran, dass derjenige dumm wäre oder nicht über die Risiken eines Allergieschocks oder im Fall der Zöliakie von Darmkrebs Bescheid wüßten. Raucher wissen auch, dass jeder Zug an der Zigarette ihnen schadet – trotzdem reicht das meist nicht als Grund aus, mit dem Rauchen aufzuhören.

Doch warum sonst ist der Verzicht so schwer? Sind wir alle süchtig mach Brot und Pralinen?

Tatsächlich ist es zu einem gewissen Teil so. Denn unser Gehirn bildet suchtbildende Stoffe aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Das funktioniert so: wenn wir Lebensmittel zu uns nehmen, die uns nicht bekommen, reagiert der Körper mit Stress. Es kann dann passieren, dass unser Körper darauf mit der Produktion von Endorphinen antwortet. Die Endorphine gehören zu den Opiaten, wie auch zB Morphium. Opiate geben uns ein gutes Gefühl, alles wollen wir immer mehr und mehr davon, damit wir mehr von diesem Glücksgefühl bekommen – wir können sogar süchtig danach werden. Es wird zu einem Teufelskreis aus Heißhunger und chemischer Reaktion. Wir werden zu regelrechten Junkies!

Diesen Teufelskreis zu unterbrechen ist natürlich extrem schwierig – aber besonders bei einer Zöliakie lebensnotwendig. Der erste Schritt ist, sich bewusst zu werden, dass man in diesem Kreislauf feststeckt und ihn als solches zu akzeptieren. Erst dann kann man an dem eigentlichen Problem arbeiten. Sinnvoll ist es, sich genau aufzuschreiben, wann der Heißhunger auftritt auf etwas, das einem schadet.

Ist es z.B. abends vor dem Fernseher? Dann könnte Langeweile das zu Grunde liegende Problem sein und der Körper will einfach einen „Kick“. Dann gilt es, gegen die Langeweile vorzugehen.
Kommt der Heißhunger plötzlich im Büro? Dann sollte man schauen, ob hier ebenfalls eventuell Langeweile das Problem ist oder eventuell Stress oder Unzufriedenheit. All das mögen wir nicht, also verlangt unser Körper mach unserer Glücksdroge, um den Tag zu überstehen.

Allein an diesen Beispielen wird schon deutlich, dass es langfristig natürlich nicht die richtige Lösung sein kann, sich durch eine absichtlich falsche Ernährung nicht den wirklichen Problemen zu stellen. Irgendwann schaden wir unserem Körper so stark, dass die Schäden nicht mehr reparierbar sind.

Ein Coaching kann in diesem Fall helfen, die negativen Gefühle aufzudecken und zu erkennen, und an einer Lösung zu arbeiten. Aber Du kannst auch alleine schon etwas tun: ich habe hier ein Arbeitsblatt zum Download bereitgestellt – lade es Dir herunter, drucke es aus und nutze es! Wenn Du noch weitere Hilfe brauchst, kannst Du mich hier kontaktieren.


Warum Verzicht manchmal so schwer ist oder: Was tun, wenn die Firewall löchrig ist

Firewall, Verzicht bei Allergien

Wegen Zöliakie, Unverträglichkeiten oder Allergien auf leckere Lebensmittel zu verzichten, kann manchmal wirklich schwierig sein. Viele denken, nur weil ich Ernährungscoach bin, würde mir das leichter fallen – aber um ganz ehrlich zu sein, das tut es nicht. Was mir leichter fällt, ist der Umgang mit diesen Gefühlen, aber auch das ist sehr tagesformabhängig.

Firewall, Verzicht bei AllergienIch weiß, normalerweise sollte ich ein „leuchtendes Vorbild“ sein. Aber ich will auch ganz ehrlich mit Dir sein. Das Jahr 2015 hat mich sehr viel Kraft und Nerven gekostet. Mein Mann wurde schwer krank, geplante Urlaube und Fortbildungen musste ich absagen, und dann konnte auch noch mein Sohn wochenlang nicht in die Kita gehen. Diese schwierigen Monate habe ich gut überstanden, bin immer einen Schritt nach dem anderen gegangen, einen Tag nach dem anderen, so wie ich es auch im Coaching vermittle. Jetzt am Anfang des neuen Jahres bin ich erschöpft, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Und jetzt merke ich, wie meine Disziplin ins Wanken gerät und ich mich mit verträumten Blick in die Tiefkühltruhen mit Pizza starre oder plötzlich eine Smartiespackung in der Hand halte. Beides würde mich wegen meiner Zöliakie, Laktoseintoleranz und Histaminintoleranz auf Wochen krank machen und normalerweise verschwende ich keinen Gedanken daran. Doch im Moment hat meine Firewall ernsthafte Sicherheitslücken, um es mal als Nerd zu sagen. Ganz ehrlich: das macht mir Angst! Was also tun bei einer löchrigen Firewall?

Zuerst einmal habe ich versucht, meine Aktivitäten einzuschränken. Auch wenn einige Entscheidungen sehr schwer gefallen sind, aber mir tut es im Moment einfach gut, mich auch mal zu Hause einzuigeln.

Dann habe ich versucht herauszufinden, was meinen Hunger wirklich stillen könnte und mein Körper sagte mir ganz klar, dass er für den Moment mehr Nüsse haben möchte.
So konnte ich für mich persönlich mehrere Strategien entwickeln:

  • Ich achte im Moment sehr darauf, dass mein Notfallpack für unterwegs immer gefüllt ist, so dass ich nicht in Verlegenheit komme, unterwegs etwas kaufen zu müssen.
  • Ich habe eine größere Portion „skandinavisches Brot“ gebacken, die ich zum Frühstück essen kann, ohne das ich darüber nachdenken muss, was ich mir morgens mache.
  • Entgegen meiner sonstigen Essgewohnheiten habe ich mir sogar Rohmilch-Käse aus einer regionalen Käseherstellung geholt, bei der ich weiß, dass er seine Kühe auf der Weide hält (wenn Du mehr über Jules Käsekiste wissen will, kannst hier im meinem Schwesterblog darüber lesen).
  • Ich habe mir Cantuccini gebacken, die sich länger halten und die ich gut mitnehmen kann. So habe ich immer etwas zum Knabbern dabei.
  • Wenn ich wirklich das Bedürfnis habe, mir etwas gönnen zu wollen, mache ich mir eine Tasse griechischen Tee. Der Duft wirkt auf mich sehr beruhigend und allein der Akt des Teekochens (ich benutze lose Blätter) entspannt mich.

Was kann Dir helfen, wenn Du merkst, dass Deine Firewall nicht mehr ganz stabil ist?


Mit Zöliakie keine Insekten essen!

Insekten, Zöliakie

Insekten, ZöliakieEin neuer Trend in der Ernährung steht in den Startlöchern und ist besonders jetzt kurz vor Halloween in Lutschern oder Getränken zu finden: Insekten. Klar, die meisten werden jetzt angeekelt das Gesicht verziehen und sagen, dass sie nie, nie, NIE! im Leben eine Grille oder ähnliches essen werden. Das wird sich allerdings in den nächstem 10-20 Jahren verändern! Die Vorteile von Insekten sind vielfältig: sie sind als Eiweißlieferant wesentlich kostengünstiger und mit weniger Energieressourcen zu züchten als unser klassisches Vieh wie Kühe, Schweine oder Hühner. Sie enthalten fast keine Kohlenhydrate, sind fettarm und reich an Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien.

In Thailand, China oder Afrika ist der Verzehr von Insekten übrigens vollkommen normal. Bei uns gab es noch im 19. Jahrhundert die sehr beliebte Maikäfersuppe!
Auch gibt es immer mehr Versuche, Lebensmittel mit Insektenmehl herzustellen, so dass man nicht mehr das ganze Insekt vor sich hat, sondern nur noch eine anonyme Masse. Das alles ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings müssen Menschen mit Zöliakie vorsichtig sein. Denn im Moment werden Grillen, Heuschrecken und co. nämlich meistens mit Weizenflocken gefüttert. Bei den Mehlwürmern ist das vielleicht noch naheliegend, bei den anderen Insekten weniger. Und im Gegensatz zu Hühnern isst man hier das gesamte Tier und nicht nur das Muskelfleisch oder einzelne Innereien. Ich bin kein Biologe, aber ich denke, dass allein schon der Mageninhalt einer Heuschrecke zu viel Gluten für jemanden mit Zöliakie beinhalten kann. Bis jetzt habe ich auch nur einen Hersteller von glutenfreiem Insektenmehl finden können, der leider in den USA sitzt.

Seid also bitte vorsichtig, wenn ihr Euch mal an Insekten ran traut oder auch gerade jetzt zu Halloween Sachen aus der Rubrik: Ich bin ein Star – holt mich hier raus probieren wollt. Denn zur Zeit haben die Hersteller dieser Lebensmittel noch nicht daran gedacht, dass in den Insekten Gluten enthalten sein kann!


Eis essen gehen mit Zöliakie

Eis essen mit Zöliakie
Eis essen mit Zöliakie

Das Eis war zu schnell weg für ein Foto. 😉

Kurz nach meiner Zöliakie-Diagnose war ich mit meinem Sohn in einer Eisdiele und überlegte, ob ich dort Eis essen kann. Der Besitzer sah mich Grübeln und fragte mich, was los sei. Also erzählte ich ihm von der Diagnose. Da er Italiener war, kannte er Zöliakie wie so viele seiner Landsleute. Er zeigt mir, dass bei ihm und wahrscheinlich 90% aller Eisdielen die Eiswaffeln oberhalb der Eisbehälter gelagert werden und außerdem beim Portionieren des Eises die Waffel über die Eisbehälter gehalten werden. Dadurch ist die Krümel- und Kontaminationsgefahr natürlich enorm und er riet mir dringend davon ab, bei ihm ein Eis zu essen. Auch wenn ich enttäuscht war, war ich ihm gleichzeitig dankbar, denn wir ich später erfahren sollte, habe ich vier Wochen etwas von einem Glutenunfall (ich rede nie von Diätfehlern, da ich finde, dass da implizit ein Versagen oder eine Schuldzuweisung mitschwingt).

Seit diesem Gespräch in der Eisdiele habe ich über zwei Jahre also meinem Sohn und meinem Mann beim Eisessen zugeschaut und mich an einen Espresso geklammert. Besonders schlimm war für mich jedes Mal das „erste Eis des Jahres“, etwas was ich als Kind nahezu zelebriert habe. Beim letzten Mal bin ich in einen Buchladen geflüchtet, da ich sonst zu traurig geworden wäre.

Jetzt war ich mit meinem Sohn eine Woche zu Besuch bei Verwandten in Ingolstadt und bekam den Tipp, dass es eine Eisdiele gäbe, die gluten- und laktosefreies Eis herstellen würde. Ich war sehr skeptisch und habe mich beim ersten Mal wieder nur an einen Espresso geklammert. Aber einen Tag später wollte mein Kind dort wieder ein Eis und ich konnte beobachten, wie sie dort mit dem ganzen Vorgang umgehen: die Eiswaffeln stehen auf einer getrennten Fläche neben dem Eis, die Kühltheke ist mit einer zusätzlichen Glasscheibe abgeschirmt und der Eisportionierer wird nach jeder Kugel unter fließendem Wasser abgespült.

Todesmutig bestellte ich direkt drei Kugeln und konnte mein Glück gar nicht fassen. Als ich grinsend dastand, kam die Geschäftsführerin dazu und wir redeten ein wenig über Zöliakie. Schließlich zeigt sie auf mein strahlendes Gesicht und sagte zu ihrer Angestellten: „Genau deswegen machen wir das so!“ Wir waren noch zwei weitere Male dort, denn das musste ich ja ausnutzen und ich versprach, über sie zu berichten. Versprechen erfüllt! Wer mal in Ingolstadt ist: die Eisdiele „Del Corso“ liegt in der Pfarrgasse zwischen Fußgängerzone und Wochenmarkt!

Wenn Sie mit Zöliakie Eis essen gehen möchten, sollten Sie sich also erstmal anschauen, wo die Waffeln gelagert werden und wie das Eis-Prozedere abläuft. Manchmal hat man einfach Glück und die Eisdielenbesitzer kennen sich aus, z.B. haben sie dann ein getrenntes glutenfreies Eis oder sogar glutenfreie Waffeln – was aber sehr selten ist. Verlassen Sie sich nicht drauf, wenn auf einem Schild steht: „glutenfreies Eis“. Dieses ist dann vielleicht glutenfrei hergestellt, kann aber durch die Handhabung der Waffeln wieder kontaminiert sein. Das wichtigste ist: reden Sie mit den Leuten, vertrauen Sie auch auf Ihr Bauchgefühl – und nehmen Sie zur Not lieber nur einen Cappuccino, natürlich ohne Keks.


7 Gründe, warum eine Zöliakie-Diagnose wichtig ist

Zöliakie, Diagnose

Zöliakie, DiagnoseImmer wieder höre ich im Bekanntenkreis oder in Internetforen den folgenden Satz: „Warum soll ich zum Arzt gehen, wenn es mir mit glutenfreier Ernährung besser geht?“ Da ich mir schon mehrfach den Mund fusselig bzw. die Finger wund geschrieben habe, fasse ich jetzt mal alles in diesem Blogeintrag zusammen. Denn zu wissen, ob man Zöliakie hat oder nicht, ist wichtiger, als man denkt. Und natürlich ist eine Magen-Dünndarm-Spiegelung nicht unbedingt das, womit man den Tag beginnen möchte. Trotzdem ist eine Diagnose – oder eben keine – wichtig! Hier die 7 Gründe, warum eine Diagnose so wichtig ist:

1) Zöliakie bedeutet Krümelphopie
Wenn man Zöliakie bzw. Sprue hat, muss man nicht nur sprichwörtlich auf jeden Krümel achten. Ein achtel Gramm Mehl reicht, um die Zotten im Dünndarm zu schädigen, wenn man Zöliakie hat. Und eben diese Schädigungen können weitreichende Folgen haben: von Nährstoffmangel über Osteoporose bis zu Darmkrebs ist „alles drin“. Wenn man Gluten aus anderen Gründen nicht verträgt, kann man meistens – ähnlich wie bei einer Laktose-Intoleranz – noch eine gewisse Restmenge vertragen. Natürlich ist auch hier die Bandbreite relativ groß. Während die einen sogar noch ein Stück Pizza essen können, kriegen andere eventuell auch bei einem Krümel Probleme. Aber die Darmzotten bleiben intakt, auch wenn man über der Kloschüssel hängt.
Bei einer Zöliakie ist es egal, ob man meint, dass man das Stück Pizza und den Schluck Bier verträgt. Hier findet auf jeden Fall eine Schädigung des Dünndarms statt, auch wenn man keine direkten Folgen merkt. Deshalb muss man bei der Zöliakie wirklich auf jeden Krümel achten!

2) Zöliakie ist keine Modeerscheinung
Jeder, der von Zöliakie betroffen ist, weiß das natürlich. Aber es gibt Ärzte, Personal in Krankenhäusern, Fluglinien, Hotels etc., die auf die Frage nach glutenfreier Ernährung nur mit Kopfschütteln oder eben dem Hinweis auf Hollywoodstars antworten. Hier ist es wichtig, im schlimmsten Fall die Diagnose in Papierform vorzulegen – gut, eher im Krankenhaus und bei Ärzten, im Hotel würden sie wahrscheinlich merkwürdig gucken. Aber wenn man die Diagnose schwarz auf weiß hat, kann man sich gegenüber dieser Modeerscheinung anders durchsetzen.

3) Nur fliegen ist schöner
Wo ich schon beim Thema Fluglinie bin. Bei den meisten Fluglinien kann man glutenfreie Nahrungsmittel als Extra-Gepäck mitnehmen. Wenn man Glück hat, reicht es, dieses Extra-Gepäck einfach anzumelden, aber es passiert auch, dass die Fluglinien ein Attest sehen wollen.

4) Folgeuntersuchungen
Bei einer Zöliakie ist es notwendig, zumindest einmal im Jahr die Blutwerte prüfen zu lassen, um den Erfolg der glutenfreien Ernährung zu kontrollieren. Gehen die Werte nicht runter, kann dies mehrere Gründe haben (Fehler, Kontaminationen, Koomplikationen), denen dann nachgegangen werden muss.

5) Folgeerkrankungen
Zöliakie ist genetisch eng verwandt mit Diabetes mellitus Typ 1 sowie der Autoimmunerkankung Hashimoto Thyreoiditis oder Morbus Basedow. Wenn es eine gesicherte Diagnose gibt, sollten auch diese Erkrankungen überprüft werden. Ebenso sollten mehrere Blutwerte geprüft werden, z.B. ob es einen Vitamin D- oder Eisenmangel gibt. Da auch das Osteoporose-Risiko durch eventuell jahrelange Unterversorgung mit Calcium und Vitamin D hoch ist, sollte auch dies untersucht werden. Ich möchte Euch garantiert nicht Panik versetzen, aber da ich selbst Osteoporose habe und mein Leben danach anpassen musste, weiss ich, wovon ich spreche.

6) Grad der Behinderung
Mit Zöliakie alleine bekommt man lediglich einen Grad der Behinderung von 20%. Und natürlich erhält niemand mit Zöliakie einen Parkausweis für Behinderte! Wenn aber andere Erkrankungen dazu kommen und ihr eine Chance habt, auf die 30% zu kommen, nutzt diese, denn immerhin gibt es dann leichte Steuervorteile. Diese bekommt ihr aber nur mit einer Diagnose und einem Attest vom Arzt.

7) Die erschwerte Diagnose
Wenn Ihr einmal auf glutenfreie Kost umgestiegen seid, wird nach einiger Zeit eine Zöliakie nicht mehr nachweisbar sein, da sich der Dünndarm mit der Zeit erholt und die Antikörper im Blut sinken. Wenn Ihr also erstmal ausprobiert, ob es Euch mit glutenfreier Kost besser geht, und dann doch eine Diagnose haben wollt, müsst Ihr Euch mehrere Wochen bis zu 3 Monate (die Angaben schwanken da von Arzt zu Arzt ein wenig) wieder glutenhaltig ernähren. Für viele, die diesen Weg gewählt haben, ist es eine regelrechte Qual!

Deshalb meine dringende Bitte: wenn Ihr den Verdacht habt, dass Ihr Gluten nicht vertragt, macht erst einen Termin beim Gastroenterologen und lasst abchecken, ob Ihr nicht vielleicht Zöliakie habt. Wenn die Diagnose negativ ist (Ihr also keine Zöliakie habt), könnt Ihr eventuell noch eine Weizenallergie prüfen lassen. Und erst dann stellt Eure Ernährung auf glutenfrei um.

Wunderbare Hilfe von anderen Betroffenen bekommt Ihr auch bei der Facebook-Gruppe Zöliakie Austausch!
zöliakie austausch


Zöliakie ist nicht heilbar. Punkt.

Zöliakie ist nicht heilbar

Zöliakie ist nicht heilbar

Zöliakie ist nicht heilbar

Natürlich wissen die meisten, die Zöliakie haben, dass diese nicht heilbar ist. Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung mit dem Urteil „lebenslänglich“. Vielleicht ist die Medizin in 10, 20 oder 100 Jahren soweit, dass sie Zöliakie heilen kann oder ein Medikament erfindet, mit dem man Gluten wieder zu sich nehmen kann. Doch im Moment ist der Stand: unheilbar, lebenslänglich. Egal, was ein Halbgott in Weiß mit gefährlichen Halbwissen, Esoteriker oder wer auch immer behauptet.

Trotzdem wird uns Betroffenem immer wieder gerne Heilung versprochen. Hier einige Beispiele:

1) Als Kind hatte man Zöliakie, jetzt ist aber nichts mehr nachweisbar. Ärzte, die nicht auf dem aktuellen Stand der Forschung sind, erzählen Jugendlichen dann gerne, dass sie von der Zöliakie geheilt sind, da sich diese ausgewachsen habe. Doch anders als eine Allergie wächst sich eine Autoimmunerkrankung nicht aus. Sie bleibt.

2) Nachdem man sich jahrelang brav glutenfrei ernährt hat, stellt man fest, dass man Weizen und Co. plötzlich wieder verträgt. Wenn man Glück, bzw. Pech hat, kann man sogar jahrelang wieder Gluten zu sich nehmen und merkt nicht, was im Körper eigentlich passiert.

3) Es ist auch schon vorgekommen, dass Ärzte Menschen als geheilt entlassen haben, da weder im Blut noch im Dünndarm die Zöliakie bei einer Kontrolle nachzuweisen war.

All diese Beispiele (und es gibt noch viele weitere) vergessen eine Tatsache bei der Zöliakie: wenn man sich streng glutenfrei ernährt, heilt der Darm und die Zöliakie ist nicht mehr nachweisbar. Das heisst aber nicht, dass sie nicht mehr da ist. Sie hält nur Winterschlaf und ähnlich wie ein Bär in seiner Höhle ist sie friedlich, solange man sie nicht stört. Doch wehe, man „weckt“ sie. Jeder Glutenunfall ist gefährlich und wenn man sich dauerhaft glutenhaltig ernährt, entzündet sich der Dünndarm mehr und mehr, es kommt zu Nährstoffmangel und das Darmkrebsrisiko sowie die Osteoporosegefahr steigen.

Also hört nicht auf die, die Euch heilen wollen oder als geheilt erklären. Es ist Euer Körper und Eure Gesundheit und egal, was sie Euch einreden wollen: Ihr wisst es besser!


3 falsche Gründe, sich glutenfrei zu ernähren

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Es gibt mehrere Gründe, warum Menschen sich glutenfrei ernähren. Zum einen ist da natürlich die Zöliakie-Erkrankung, bei der eine strikte glutenfreie Diät eingehalten werden muss. Dann gibt es die bisher wenig erforschte Glutensensivität, die eher mit einer Laktoseintoleranz zu vergleichen ist, denn es können noch geringe Mengen vertragen werden. Und dann gibt es natürlich noch die Gruppe der Allergiker, v.a. auf Weizen. Auch haben Menschen mit Hashimoto – einer Autoimmunerkrankung, die genetisch mit der Zöliakie verwandt ist – häufig Probleme mit Gluten, obwohl sie (noch?) keine Zöliakie haben. Dies sind alles Gründe, warum man sich glutenfrei ernähren muss.

Doch man hört auch immer wieder andere Gründe, warum Menschen auf Gluten verzichten. Als Zöliakie-Betroffener kann ich da meistens nur den Kopf schütteln. Um was es geht? Hier sind die drei falschen Gründe:

1) „Miles Cyrus (oder jeder x-beliebige andere Prominente) ernährt sich doch auch glutenfrei!“

Ja und? Nur weil ein Promi sich so ernährt, muss man das noch lange nicht nachmachen. Es kann ja sein, dass derjenige eine Zöliakie/Glutensensivität/Allergie hat, aber dann ist es nur für den- oder diejenigen wichtig, sich glutenfrei zu ernähren. 
Überhaupt ist es meistens keine gute Idee, Promis einfach so nachzuahmen…
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2) „Die Webseite XY hat geschrieben, glutenfreie Ernährung sei gesund“

Immer wieder gibt es Webseiten und Bücher, die ein glutenfreies Leben anpreisen. Aber muss man immer alles glauben, was im Internet steht? (Ihr müsst auch nicht alles glauben, was auf dieser Seite steht, das ist Euch überlassen.) Wenn Du den Eindruck hast, dass Du kein Gluten verträgst, gehe bitte zum Arzt und lasse einen Bluttest und eine Magen-Dünndarm-Spiegelung machen. So kann der Arzt feststellen, ob Du eventuell eine Zöliakie hast und nur dann hast Du es auch schriftlich und kannst Dich gegenüber anderen Ärzten, Krankenhäusern oder Fluglinien (man darf Extra-Gepäck mit Nahrungsmitteln mitnehmen) durchsetzen. Außerdem ist es wichtig für Dich zu wissen, ob es wirklich eine Zöliakie hast – denn dann musst Du komplett – ich wiederhole es noch einmal KOMPLETT – auf Gluten verzichten, um Deine Gesundheit wieder herzustellen und zu bewahren.

3) „Mein Heilpraktiker/Lebensberater/Schamane hat gesagt, Gluten sei schlecht.“

Zunächst einmal, ich habe nichts gegen Heilpraktiker, Lebensberater oder Schamanen. Denn sie können eine echte Hilfe bieten! Was an der Aussage aber nicht stimmt, ist die Verallgemeinerung! Gluten an sich ist nicht schlecht. Es ist nur für diejenigen schlecht, die es aus welchen gesundheitlichen Gründen auch immer nicht vertragen. Und wenn ein Heilpraktiker zum Beispiel den Verdacht hat, dass eine Glutenunverträglichkeit vorliegt, sollte dies bei einem Gastoenterologen bestätigt werden (siehe oben).

Bitte benutzt Euren gesunden Menschenverstand, bevor Ihr auf irgendwelche vermeintlichen Mode-Diäten aufspringt. Denn es geht um Eure Gesundheit!!!