Produkttest: Fertigpizza-Teigmischung, laktosefrei

Fertigpizza, die in 5 Minuten fertig ist (also: der Teig) und so schmeckt wie aus der Pizzeria. Wir haben einige Fertigmischungen probiert, aber bis zu dieser hier war entweder Laktose im Teig oder das Endprodukt schmeckte nicht „echt“ nach Pizza …

Bauckhof Teigmischung Pizzateig hell
Ich will euch schon länger ein paar Fertig-Teigmischungen vorstellen, die wir bei uns zu Hause häufiger benutzen. Seitdem ich mir vor knapp 2 Jahren eine Küchenmaschine zugelegt habe, machen wir eigentlich alle Brote und Kuchen komplett selbst. Aber es gibt ein paar Ausnahmen.
Zum Beispiel den demeter / Bauckhof “Pizza-Teig hell”.
(Die anderen Bauckhof-Pizzateigmischungen haben wir auch probiert, aber die fanden wir nicht so lecker und vom Geschmack her nicht so wie “aus der Pizzeria”.)

Zubereitung

  • Der Teigmischung muss man lauwarmes Wasser zugeben (finden wir leckerer als mit Milch) und 3 EL Olivenöl. Wir lassen den Teig gründlich mit dem Knethaken der Küchenmaschine durchkneten; ein Handrührgerät mit Knethaken (oder die Hände) geht auch. Etwa 5 Minuten kneten, bis ein schön elastischer Teig entstanden ist. Zunächst denkt man, es ist zu wenig Flüssigkeit, aber NICHTS nachschütten – das ist nicht nötig! Wird sonst zu flüssig.
  • Den Ofen auf 220°C (Umluft: 190°C) vorheizen.
  • Wir rollen den Teig auf einer Dauer-Backmatte (Silikon) aus, unter einer Lage Klarsichtfolie. So geht’s, besonders für Kinder, am einfachsten. Etwa fingerdick (Kinderfinger) ausrollen, damit der Rand knusprig wird aber der Boden nicht verbrennt.
  • Wir haben schon ein Blech Pizza damit gemacht oder 2 große runde Pizzen oder (der Favorit der Kinder) aus einem ausgerollten Rechteck viele große Kreise ausgestochen und als Mini-Pizzen mit Gesichtern belegt. (Inspiriert vom Conni-Buch “Conni backt Pizza”. Momentan ist nur die CD lieferbar, sehe ich gerade. Die ist aber auch schön gemacht. Nur Connis Gemecker über den Spinat geht mir auf den Senkel ;- ))
  • Den/die Böden gleich auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Mit Tomatensauce bestreichen und
  • mit den Lieblingszutaten belegen. (Auf der Bauckhof-Verpackung gibt es jede Menge interessante Vorschläge, die über den üblichen Paprika-Salami-Belag hinausgehen).
  • Mit etwas Olivenöl beträufeln und (wer mag) mit geraspeltem laktosefreien Käse bestreuen. Wir streuen gern über 1 Jahr gereiften Käse darüber, der von Natur aus keine Laktose mehr enthält. Es gibt aber natürlich auch “junge” Käsesorten mit Laktase, die sich zum Überbacken eignen. Gar kein Käse ist auch eine Option – bei einem üppigen Belag ist er nicht unbedingt nötig.
  • 15 bis 20 Minuten backen – fertig.

Natürlich kann man auch statt der Fertigmischung einen selbstgemachten Hefeteig verwenden. Was entfällt ist das Abwiegen der Zutaten und die Geh-Zeit des Hefeteigs.

Kurzbeschreibung

  • 350 g Backmischung kosten im Laden ca. 2,19 Euro.
  • Laktosefrei. Glutenhaltig.

Laut Hersteller im Pizzateig enthalten:
„Helles Weizenmehl Type 550**, Backpulver (Backtriebmittel: Natriumhydrongencarbonat, Säuerungsmittel: Kaliumhydrogentartrat, Maisstärke*), Hefe*, Meersalz. Dieses Produkt kann produktionsbedingt Spuren von anderen glutenhaltigen Getreidearten, Nüssen oder Sesam enthalten.“

Vielen sagt vermutlich das Demeter-Label etwas. Dem Label entsprechend verspricht der Hersteller:
„Für alle Bauckhof Pizzateige verwenden wir Demeter Rohstoffe, die nicht nur im kontrolliert biologischen, sondern im biologisch-dynamischen Anbau erzeugt werden. Durch organischen Dünger und Heilkräuter werden hier die natürliche Fruchtbarkeit und die Lebenskräfte der Erde und der Pflanzen besonders gefördert.“

Schaut doch mal rein

Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Nina Weber: Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Kindle E-Book, etwa 180 Seiten

2,99 Euro

55 laktosefreie Rezepte

30 Seiten Hintergrundwissen zur Ernährung in der Schwangerschaft, die in Zusammenarbeit mit einer Hebamme entstanden sind

Mit Low Carb- und Paleo-Rezepten und mit High Carb-Favoriten wie Gratins, laktosefreier Cremè Brulée und Meersalz-Karamellbonbons ;- )


Kinder-Ausstecher-Plätzchen (laktosefrei)

Knusprig, reich verziert, lecker: So müssen Ausstecherplätzchen sein, finden wir. Am besten geschmacklich kompatibel zu verschiedenen Formen der Verzierung, ob’s nun Kuvertüre-Eintunken, Gebäckschmuck oder Zuckerguss ist.
Wir haben lange gesucht, um einen Teig zu finden, der auch Misshandlungen durch (dreckige ;- ) Kinderhände gut wegsteckt und sich quasi in jeder Lebenslage ausrollen und ausstechen lässt.
Unser bisheriges Lieblingsrezept findet ihr hier. Eins, das mit Alsan, laktosefreier Butter oder Pflanzenmargarine funktioniert – das ist nicht bei allen Plätzchenrezepten so, wie wir letztes Jahr feststellen mussten.

Laktosefreie Ausstecher-Kekse

Laktosefreie Ausstecher-Kekse (hier: mit Kakao)

Zutaten für ca. 2 Bleche Kekse

250 g laktosefreie Butter, Alsan, Pflanzenmargarine (keine Halbfettmargarine zum Backen nehmen!)
2 Eier
250 g Zucker (wir mischen gern weißen Zucker mit braunem und/oder Rohrohrzucker)
1 Päckchen Vanillezucker
ein paar Körnchen Salz
500 g Mehl (verschiedene Sorten möglich: 405, Instant und 550 gemischt, glutenfreies Mehl für Plätzchen)
2 TL Backpulver

Zubereitung

Butter auf Zimmertemperatur bringen.
Dann in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät schaumig rühren.
Alle Sorten Zucker, inklusive Vanillezucker,  nach und nach einrieseln lassen und kräftig mit dem Fett verrühren. (Da ich mir einbilde, dass Rohrohrzucker oder brauner Zucker einen etwas karamelligeren Geschmack ergeben, mische ich immer weißen mit braunem Zucker beim Backen. Aber 250 g weißer Zucker ist auch völlig okay.)
Nach einander die Eier dazugeben und jedes Mal kräftig verrühren.
Mehl mit dem Backpulver vermischen.
Ein paar Körnchen Salz zum Teig geben und ein paar Esslöffel von dem Mehl. Gut verrühren. Dann die Rührhaken durch Knethaken ersetzen und das ganze Mehl so lange unterkneten (lassen), bis ein schöner gleichmäßiger Teig entstanden ist.
Zu einem festen Ball formen und in Klarsichtfolie eingeschlagen im Kühlschrank ruhen lassen. Eine halbe Stunde reicht (je nach Kühlschranktemperatur). Wir geben dem Teig mehrere Stunden oder lassen ihn über Nacht dort, damit er sich gut von Kindern verarbeiten lässt. Denn es ist frustig, wenn der Teig durch das viele Anpatschen und Ausrollen warm und weich wird.
Vor dem Ausrollen den Ofen auf 180°C vorheizen. 2 Bleche mit Backpapier auslegen.
Auf einer Silikonbackmatte unter einem Stück Frischhaltefolie ausrollen – das erspart zusätzliches Einmehlen. War der Teig sehr lange im Kühlschrank, kann es hilfreich sein, erstmal nur kleinere Stücke zu verarbeiten und den Resten, die beim Ausstechen entstehen, immer wieder eine Handvoll von dem frischen, festen Teig hinzuzufügen.

Ein Teig, hundert Varianten ;- )

Das Basisrezept lässt sich natürlich vielfältig abwandeln.
Da ich sehr auf Vanille und Zimt abfahre, füge ich meist noch echte Vanille (aus einer Vanilleschote oder Vanillemühle) hinzu.
Soll es Schwarz-weiß Gebäck geben, füge ich einer Hälfte des Teigs Rohkakao oder echtes Kakaopulver (ungesüßt) und Zimt hinzu – Menge je nach Stimmung. Damit diese Teighälfte nicht zu trocken wird durch das Kakaopulver, gebe ich teelöffel-weise etwas Mandelmilch hinzu, falls nötig.
Man kann einen Teil des Mehls durch Haferflocken ersetzen. Dann falls nötig vor dem Ausrollen noch etwas Mehl unterkneten, falls der Teig noch nicht fest genug geworden ist.
Wir verwenden meist 405-er Mehl. Neulich habe ich aber jemanden getroffen, der darauf schwört, Instantmehl mit “Brotmehl” (also Mahlgrad 550) zu vermischen, für mehr knusprigen Biss. Ich habe es noch nicht ausprobiert — lasst es mich wissen, ob das einen schmeckbaren Unterschied macht.
Viel Spaß beim Backen und beim Vor-Weihnachtsendspurt! :- )

Mehr Rezepte findet ihr in meinem E-Book

Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Nina Weber: Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Kindle E-Book

2,99 Euro

55 laktosefreie Rezepte

über 20 Seiten Hintergrundwissen zur Ernährung in der Schwangerschaft, die in Zusammenarbeit mit einer Hebamme entstanden sind

Keine Sorge übrigens: Es sind nicht nur Low Carb- und Paleo-Rezepte enthalten, sondern auch High Carb-Favoriten wie Gratins und Cremè Brulée oder Meersalz-Karamellbonbons ;- )


Kalzium in der Schwangerschaft bei Laktose-Intoleranz

Besonders werdende Mamas mit Laktose-Intoleranz müssen an das Kalzium denken. Der hohe tägliche Bedarf ist selbst beim Verzehr von Milchprodukten nur schwer aus der Nahrung zu decken, bei LI und einer Schwangerschaft wird es noch schwieriger.
Die Gynäkologin, mit der ich für mein Buch “Laktosefrei essen in der Schwangerschaft” gesprochen habe, sagte, dass sie echt erstaunt sei, wie viele Schwangere mit LI ihr zunächst nichts von der Laktose-Intoleranz bei den Schwangerschaftsuntersuchungen erzählten und dass sie deshalb vermindert Kalzium-reiche Produkte zu sich nähmen.
Viele Frauen bedächten das nicht, da in ihren Schwangerschaftsratgebern stehe, dass der Kalziumbedarf in der Schwangerschaft nicht erhöht sei, erst in der Stillzeit. Dass er aber grundsätzlich sehr, sehr hoch ist und kaum von den täglich gegessenen Nahrungsmitteln gedeckt wird (selbst bei Schwangeren ohne Laktoseintoleranz), das stehe da meist leider nicht.
Auch die Schwangeren-Vitamine, die wir in der Praxis zusammen angeschaut haben, enthielten alle gar kein oder viel zu wenig Kalzium für den Tagesbedarf (meist um die 120 mg)! Das ist ganz vielen Frauen nicht bewusst – mir war es auch nicht klar, bis ich das Kleingedruckte auf der Packung gelesen habe.

Nina schwanger 2011

Schwanger mit Sohn Nr. 2 (daneben: Sohn Nr. 1 der mit der Wehen-App auf dem Handy spielt, weil die so lustige Farbkombis machte %-)

Jieper auf Milchprodukte?

Spätestens in der zweiten Schwangerschaftshälfte kommt es bei vielen Frauen verstärkt zu einem starken Heißhunger auf Milchprodukte. Das ist in den meisten Fällen ein deutliches Signal, dass der Kalziumbedarf nicht gedeckt wird durch eure Ernährung. Denn der Jieper kommt nicht von ungefähr: Euer Körper braucht täglich eine sehr große Menge an Kalzium, um das Baby und euch adäquat zu versorgen. Laut Hebamme bekommt das Baby im Zweifelsfall genug, auch wenn ihr zu wenig Kalzium zuführt. Aber das geht dann auf Kosten eurer Gesundheit. Ihr kennt ja sicher den Spruch, den man früher gesagt hat: “Jedes Kind kostet einen Zopf und einen Zahn.” Das muss heute nicht mehr so sein – aber viele Frauen denken einfach nicht daran, bzw. glauben, dass ein Joghurt und ein Becher Sojamilch pro Tag oder ihr Schwangerschaftsvitamin schon genug Kalzium mitbringen. Das ist aber nicht so.

Was tun in der Schwangerschaft mit LI?

Besprecht die LI auf jeden Fall mit eurer Hebamme und Gynäkologin, gleich zu Beginn der Schwangerschaft! Und lasst euch beraten, ob und wie viel ihr in der Schwangerschaft und Stillzeit an Kalzium substituieren solltet.
Bei LI kann z.B. mit Kalzium angereichertes Mineralwasser helfen, die Kalzium-Einnahme zu erhöhen. Ebenso kalziumreiches Gemüse und Obst. Oder eben Kalzium-Magnesium-Pellets (zur Direkteinnahme), Kalzium-Sprudeltabletten, etc. Da gibt es ganz viele Präparate, auch solche, die gleich mit Magnesium und Vitamin D3 angereichert sind. Alles zusammen sollte natürlich die gewünschten Mengen an Vitaminen/Mineralien nicht übersteigen.

Auch in der Stillzeit ist Kalzium relevant

Ich hatte in der Stillzeit andauernd die Kalziumeinnahme vergessen, vermutlich aus Schlafmangel ;- ). Und saß, wegen etwas anderem, beim Hautarzt, den ich dann auch wegen meines Haarausfalls gefragt habe. Ich hatte da schon monatelang gestillt — die erste “Mauser” nach der Geburt, wo man all die Haare verliert, die während der Schwangerschaft nicht ausgefallen sind, hätte also längst vorbei sein sollen. Bei jedem Haarewaschen hatte ich eine ganze Hand voll Haare in der Hand … Das machte mir so langsam echt Sorgen, auch wenn man es bei meiner dicken Mähne noch nicht richtig bemerkte.
Der Hautarzt fragte mich, ob ich stille. Wie viel Kalzium ich zu mir nähme. Und zog mir dann die Ohren lang, da man (laut ihm) als Nicht-Stillende erwachsene Frau mindestens 1200 mg am Tag zu sich nehmen solle, zusätzlich zur normalen Nahrung. “Und beim Stillen reicht das bei weitem nicht aus!”
Ich habe von da an zusätzlich zur Nahrung (Sojajoghurt, mit Calcium-angereicherte Soja- oder Kokosmilch) 1200 mg eingenommen. Und der Haarausfall hörte schon nach kurzer Zeit komplett auf.
Ob das die Kalzium-Menge ist, die auch für euch die richtige ist, müsst ihr in Schwangerschaft und Stillzeit mit eurer Hebamme oder Gynäkologin besprechen. Wichtig für eure Gesundheit, eure Schwangerschaft und euer Baby ist das Kalzium auf jeden Fall, ob nun als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen oder aus Nahrungsmitteln/Mineralwasser.

Mehr Tipps zum Thema und Rezepte findet ihr in meinem E-Book

Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Nina Weber: Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

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2,99 Euro

55 laktosefreie Rezepte

über 20 Seiten Hintergrundwissen zur Ernährung in der Schwangerschaft, die in Zusammenarbeit mit einer Hebamme entstanden sind

Keine Sorge übrigens: Es sind nicht nur Low Carb- und Paleo-Rezepte enthalten, sondern auch High Carb-Favoriten wie Gratins und Cremè Brulée oder Meersalz-Karamellbonbons ;- )


Laktosefreie Low Carb Schwangerschaft?

Man darf LI und den Verzicht auf Milchprodukte nicht nur unter negativen Vorzeichen sehen: “Oh nein, ich darf jetzt nix mehr mit (Rest-)Laktose essen, bis das Baby da ist!”
Ich habe mich in meiner zweiten Schwangerschaft ganz freiwillig laktosefrei und Low Carb ernährt — und bin immer noch ganz begeistert von den positiven Effekten, die dies auf die Schwangerschaft (und auf mein Gewicht nach der Schwangerschaft ;- ) hatte.

Low Carb Wintersalatteller mit Hackbällchen und Nuss-Dressing

Bei Low Carb muss man nicht darben: Winter-Salatteller mit Hackbällchen und Nuss-Dressing (Foto aus dem Buch „Laktosefrei essen in der Schwangerschaft“)

Meine Erfahrungen Schwangerschaft mit und ohne Laktose plus Low Carb

Wenn ich mein Buch “Laktosefrei essen in der Schwangerschaft” vorstelle, erkläre ich immer, dass es für alle Frauen ist, die sich laktosefrei in der Schwangerschaft ernähren müssen oder möchten. Gynäkologen hören diese Empfehlung zum freiwilligen Verzicht auf Milchprodukte nicht gern, da sie einen noch größeres Kalzium-Defizit bei den Schwangeren befürchten. Behält man aber den Kalziumspiegel im Blick, spricht einiges dafür, sich durchaus freiwillig ohne Milchprodukte oder zumindest laktosefrei zu ernähren.

Ich selbst habe das in meiner zweiten Schwangerschaft freiwillig gemacht. Mit sehr gutem Erfolg und einer echten Wohlfühlschwangerschaft (nach einer üblen HG in den ersten Monaten …).
Da ich ja nur „Sympathie-LI“ habe, habe ich mich in meiner ersten Schwangerschaft von Milchprodukten bis über beide Ohren ernährt. Wird einem ja so geraten … Da die Schwangerschaft von Beschwerden begleitet war, sah ich Schwangerschaft Nr. 2 mit einigen Bedenken entgegen.
Da ich mit meiner nach herkömmlicher Ernährungspyramide “gesunden” Ernährung begann, Wasser einzulagern, mich träge zu fühlen, immer mehr nicht zu vertragen an Lebensmitteln, riet mir meine Hebamme, ruhig die Ernährung auszuprobieren, auf die mein Mann ein paar Monate zuvor umgestiegen war: Paleo (oder manchmal auch genannt: Paläo).
Paleo/Paläo ist eine Ernährungsform (keine Diät) ohne Milchprodukte, ohne Hülsenfrüchte, Low-Carb, mit viel Gemüse, Nüssen (je nach Sorte) und etwas Obst. Und, was ich als sehr angenehm erlebt habe: Da man die Kohlehydrate einschränkt, muss man beim Fett nicht so genau hinsehen, vorausgesetzt, das Fett stammt aus Raps-, Oliven- oder Kokosöl. Das macht auch in kleineren Mengen satt und verhindert ganz viele der sonst üblichen Heißhungeranfälle.
Wie von meiner Hebamme und Gynäkologin prophezeit, verschwanden meine Beschwerden mit der Low-Carb-Ernährung. Und mein Gewicht stagnierte, obwohl das Baby zulegte. (Wieso sowohl meine Hebamme als auch meine Gynäkologin (die sich nicht kennen) jeder Schwangeren eine Low-Carb-Ernährung empfehlen, erkläre ich in meinem Buch.)

Suesskartoffelsticks mit Paprika

Ein Lieblings-Essen aus dem Kinder-Paleo: Süßkartoffelsticks (Foto aus dem Buch „Laktosefrei essen in der Schwangerschaft“)

Wenn der Heißhunger groß war, habe ich trotz Paleo “gesündigt”, von Crème Brulée bis Kartoffelgratin. Aber Haupternährungsform blieb Paleo und damit Low-Carb, also keine Nudeln, kein Brot, kein Reis, kein Getreide, nur kleinste Mengen Zucker aus Honig oder Ahornsirup. Nein, auch kein Vollkorngetreide.
Da man sich mit dem Verzicht auf schnelle Kohlehydrate “erkauft”, dass man beim Fett nicht so genau hinsehen muss, darf man in Avocado, Kokosmilch, Olivenöl, auch mal: laktosefreier Butter oder Sahne … schwelgen – etwas, was mich den Verzicht auf Brot etc. leicht ertragen ließ.
Nach der Geburt hatte ich eine Figur und ein Gewicht, von dem ich nach Schwangerschaft Nr. 1 nur hätte träumen können. Und das beim zweiten Kind! (In Schwangerschaft Nr. hatte ich mich nach den üblichen Vorgaben in Schwangerschaftsbüchern gerichtet: Low Fat, viel Gemüse, viel Milchprodukte, viel Vollkornprodukte.)

Ich habe auch keine Dehnungsstreifen bekommen. Das liegt vielleicht daran, dass es eine zweite Schwangerschaft war. Hier liest ja hoffentlich mein Mann nicht mit, da kann man es ja offen sagen: Beim zweiten Kind ist das Gewebe ja schon, leider, vorgedehnt. Vielleicht gibt’s deswegen keine neuen, sichtbaren Schäden an der Haut. Andererseits hatte ich mir in den Jahren seit Geburt von Kind 1 einen flachen Bauch antrainiert mit straffer Haut. Deswegen glaube ich doch, dass die Ernährung ohne schnelle Kohlehydrate (kein Brot, keine Nudeln, kein Zucker) dazu beigetragen hat, dass die Haut schön geblieben ist. Dass es einen Zusammenhang zwischen vielen Kohlehydraten und Dehnungsstreifen gibt, behauptet zumindest Dr. Lutz, der Autor des Buchs “Leben ohne Brot”.

Lecker und laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Das Buch, das ich jetzt über meine Erfahrungen mit dieser Schwangerschaft geschrieben habe, vereint 55 laktosefreie Rezepte für werdende Mamas – und zwar von low carb bis high carb 😉 Es sind Paleo-Rezepte dabei, aber auch viele “konventionelle” Rezepte, für die, die nicht Low Carb leben möchten. Man kann also Gemüse knabbern, aber auch in Gratins oder Süßspeisen schwelgen. Je nach Tageslaune, je nach Heißhunger.

Die Rezepte stammen nicht nur von mir, sondern flogen von überall auf der Welt zu mir, als ich Frauen nach ihren absoluten Lieblingsrezepten in der Schwangerschaft befragte. Süßes und Saftiges aus Kanada und Kalifornien trifft auf deutsche Hausmannskost, auf Deftiges aus der Schweiz und knackiges Gemüse aus Frankreich. Die Frage war immer: Was wolltet ihr immer und immer wieder essen in der Schwangerschaft und wofür hättet ihr euch zur Not auch noch nachts in die Küche gestellt …
Was uns zum Thema Heißhunger in der Schwangerschaft bringt, und Heißhunger auf Milchprodukte.

Heißhunger auf Milchprodukte, trotz LI?

Spätestens wenn in der zweiten Schwangerschaftshälfte die Knorpel im Baby zu Knochen werden, setzt dieser Jieper bei den meisten Schwangeren ein, auch bei denen mit LI.
Es macht deshalb bei LI total Sinn, mit pflanzlichem Milchersatz zu kochen und zu braten, um sich einen kleinen “Puffer” für Restlaktose aufzusparen. Dann könnt ihr beim Jieper auf Milch einen laktosefreien Joghurt, Quark, o.Ä. essen, ohne Magen-Darm-Beschwerden befürchten zu müssen. Ganz wichtig: In Absprache mit der Hebamme oder Gynäkologin unbedingt von Beginn der Schwangerschaft an Kalzium einnehmen, besonders als Schwangere mit LI. Mehr dazu Ende dieser Woche.

Mehr Tipps zum Thema und Rezepte findet ihr in meinem E-Book

Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

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Probleme mit Laktose in der Schwangerschaft

Wer Laktose-Intoleranz hat und schwanger wird, steht vor einer Flut von Schwangeren-Ernährungsvorgaben und Rezepten, die alle Unmengen an Milchprodukten enthalten, da Kalzium ja so gesund und wichtig in der Schwangerschaft ist.

Ist es auch! Aber es ist auf Dauer ermüdend, jedes Rezept umzubasteln, damit es auch für werdende Mamas mit Laktoseintoleranz verträglich ist.

Laktosereduzierte Produkte machen jetzt bei vielen Beschwerden

Denn wer auch kleine Restmengen Laktose nicht verträgt, muss grundsätzlich jedes Rezept mit pflanzlichem Milchersatz umbasteln (also mit Soja, Mandel oder Kokosmilch/-crème kochen/backen).
Wer Restlaktose in den sogenannten “laktosefreien” Produkten gut verträgt, konnte bisher einfach ersetzen: “echtes” Milchprodukt raus, laktosefreies Milchprodukt rein. Zur Überraschung vieler Frauen funktioniert das in der Schwangerschaft aber (meist) nicht mehr.
Vielen Frauen, die vor der Schwangerschaft locker Restmengen an Laktose (in “laktosefreien” Produkten) vertragen haben, bereitet genau diese Restlaktose jetzt Beschwerden.
Eine Gynäkologin, die ich für mein Buch “Laktosefrei essen in der Schwangerschaft” befragt habe, sagte mir, dass das am Gelbkörperhormon liege, das unter anderem bewirkt, dass der Darm träger und die Nahrung damit langsamer durch den Darm bewegt würde – um besser ausgewertet zu werden. Was ein Plus für alle Nährstoffe bedeutet, bringt gleichzeitig mehr Beschwerden mit Laktose mit sich. Außerdem fallen auch leichte Beschwerden, die man im nicht-schwangeren Zustand vielleicht ignoriert hat, jetzt mehr ins Gewicht, da viele Schwangere sowieso schon mit Völlegefühl, Blähungen und Verstopfungen zu kämpfen haben.
Wer also vor der Schwangerschaft alle Milchprodukte in Rezepten durch “laktosefreie” Produkte austauschen konnte, muss jetzt vermutlich pflanzliche Milch-Alternativen ausprobieren (Soja, Mandel, Kokos).

Foto Neugeborenes

„Produkt“ meiner laktosefreien Schwangerschaft, frisch geschlüpft ein paar Tage zuvor

Aber ich muss doch Restlaktose vertragen …

Es geistern Zahlen durch die Welt, bestimmte Grenzwerte, wie viel Laktose/Restlaktose angeblich jemand mit LI verträgt.

Aber das ist ganz individuell! Wie viel ihr vertragt und wie viel ihr in einer veränderten Lebenssituation (wie einer Schwangerschaft) noch vertragt, kann man nur durch eigenes Probieren herausfinden.
Ganz wichtig: Das Kalzium nicht vergessen! Besonders werdende Mamas mit LI müssen daran denken. (Ende der Woche mehr zu LI-Schwangerschaft und Kalzium von mir.)
Dass der Verzicht auf Laktose auch handfeste Vorteile mit sich bringt, auch in der Schwangerschaft, schildere ich im Blogpost morgen.

Mehr Tipps zum Thema und Rezepte findet ihr in meinem E-Book

Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

Nina Weber: Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

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Keine Sorge übrigens: Es sind nicht nur Low Carb- und Paleo-Rezepte enthalten, sondern auch High Carb-Favoriten wie Gratins und Cremè Brulée oder Meersalz-Karamellbonbons ;- )

 


Laktosefreie Steinzeit-Plätzchen

In den letzten Tagen habe ich wieder viel in meinen Büchern über Paleo-Ernährung/Low Carb gelesen und bereut, dass ich in den letzten Monaten allmählich doch immer mal wieder auf “high carb” gerutscht bin — Pfannkuchen hier, Süßigkeiten da, unterwegs ein süßes Brötchen, …

Paleo-Plätzchen?

Der hehre Vorsatz, jetzt aber wieder strikt nach Low-Carb zu leben — traf dann auf einen Tag, den Eltern ziemlich fürchten: Die Nacht ständig unterbrochen von Kindergeschrei, ein fast ausgestandener Infekt, der aber hartnäckig ist. Morgens zum Frühstück ist noch alles Paletti, aber dann trifft unausgeschlafenes Kind auf unausgeschlafene Mutter … Dauer-Quengeln und -Weinen von 9 Uhr an. Zum Nickerchen hinlegen? “Rabäääh.”
Um 11 Uhr war ich dann weichgekocht. Irgendwie das Kind beschäftigen, wo es sich nicht verletzen oder vor Müdigkeit umfallen kann, am besten noch kombiniert mit etwas Essbarem, damit es im Anschluss vielleicht doch endlich ein Nickerchen macht …
Also: Brötchen oder Plätzchen backen. Mit der Küchenmaschine, wo müde Kinder selbst die Zutaten reinwerfen dürfen, was für die Zeit der “Action” die Müdigkeit vergessen lässt. Funktioniert übrigens bei 6-jährigen genauso wie bei knapp anderthalbjährigen ;- ) – natürlich immer unter Aufsicht.
Ich legte Plätzchenrezepte bereit. Aber dachte mit Grausen an die Zutaten: Margarine en masse, Zuckerberge. So gar nicht Low Carb. Dann fiel mir als Kompromiss das “Süße Ausnahmen”-Kapitel des schönen Paleo-Kinderkochbuchs “Eat like a Dinosaur” ein. Heute haben wir ausprobiert: die “Jederzeit-Kekse”/“Anytime Cookies”.

 

Kein Mehl, nur 3 EL Fett (na ja: plus die Unmengen Fett aus Mandelmus, aber immer noch wenige als in herrkömmlichen Plätzchenrezepten), Zucker nur aus 1 Banane und 1 Apfel. Also glutenfrei, laktosefrei. Und eigentlich sojafrei, wenn man es nach Buch zubereitet.
Da ich nur tiefgefrorene Banane (für Smoothies) im Haus hatte, habe ich die Banane (nach dem Antauen in der Mikrowelle) mit dem Apfel und einem Sojajoghurt püriert. Im Rezept ist kein Soja vorgesehen – ich vermute, bei einer frischen Banane ist der auch gar nicht nötig.

(Der Smoothie-Tipp: Reife Bananen in der Mitte durchbrechen und einfrieren. Ergibt zusammen mit Früchten einen ganz cremigen Smoothie, wie Eis. :- )

Das Ergebnis ist richtig lecker geworden.
Mit Henry musste ich schon während der Teigzubereitung ringen; er hat ständig genascht, weil er so auf den Teig abgefahren ist. Da keine rohen Eier enthalten sind, war es ja wurrscht: ob er’s nun roh oder gebacken isst. ;- ).

Die Jederzeit-Paleo-Plätzchen (erstmal nur ein Handy-Foto)

Geschmack der Paleo-Plätzchen

Die Plätzchen schmecken nussig, mit einem ganz leichten Hauch von Banane. Ich bin kein Fan von Bananengeschmack – und finde sie trotzdem sehr lecker. Wer aber partout keine Banane mag, muss mit etwas ersetzen, das ebenfalls süßt und als Emulgator funkionieren kann, eventuell etwas Kokoscrème (ungesüßt). Am leckersten fanden wir sie gleich nach dem Backen. Im Rezept steht, dass man sie am besten im Kühlschrank (1 Woche) aufbewahrt. Wir hatten sie, aus Versehen, offen bei Zimmertemperatur stehen lassen, da waren sie dann am nächsten Tag trocken. Liegt evtl. auch am Kokosmehl – siehe unten „Zutaten“.

 

“Jederzeit-Plätzchen” aus dem “Eat like a Dinosaur”-Kochbuch

Zutaten für 24 Plätzchen

  • 1 Banane, geschält
  • 1 Apfel, geschält und entkernt, grob in Stücke geschnitten
  • 1/2 cup Mandelmus (am besten mit Stückchen, ohne geht aber auch gut. Ich habe die Variante mit Schale verwendet. 1/2 Cup waren ein gutes halbes Glas Mandelmus.)
  • 3 EL laktosefreie Butter oder Pflanzenmargarine (keine Halbfett-Margarine)
  • 1 EL Vanille-Extrakt oder ein paar Tropfen Vanille-Aroma
  • 1 1/4 cup gemahlene Mandeln
  • 1/4 cup Kokosmehl
  • 1 TL Back-Natron (grünes, unscheinbares Tütchen in der Backabteilung)
  • optional: 1/2 cup Lieblingszutaten. “Eat like a Dinosaur” schlägt vor: Blaubeeren, gehackte Nüsse, gehackte Datteln oder Rosinen

Zubereitung (abgewandelt vom Buch)

  1. Butter auf Zimmertemperatur bringen.
  2. Den Ofen auf 180°C (Umluft etwa 170° C) vorheizen.
  3. Banane und Apfel im Mixer pürieren. Klappt das nicht, weil nicht genug Flüssigkeit vorhanden ist, ein paar Löffel Mandelmilch oder 1 kleines Töpfchen laktosefreien Joghurt “ohne Geschmack” dazugeben.
  4. Das Mandelmus dazugeben, noch einmal durchmixen. Butter/Margarine und Vanille dazugeben, wieder kräftig durchmixen.
  5. Das Püree aus dem Mixer in eine Teigschüssel geben.
  6. In einer anderen Schüssel die gemahlenen Mandeln, das Kokosmehl und das Back-Natron vermischen.
  7. Portionsweise das gesamte Nuss-Mehl-Gemisch unter das Püree arbeiten – in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät.
  8. Eventuell etwas gemahlene Mandeln oder Kokosmehl ergänzen, bis der Teig eine Konsistenz hat, die man mit den Fingern formen kann.
  9. Mit einem Teelöffel Teig abstechen (gehäufter TL), zwischen den Händen zu Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. (Im Originalrezept stand “Esslöffel”, aber verwendet man einen gehäuften EL Teig ergibt es weniger als 24 Plätzchen.)
  10. Mit einer Gabel ein Muster eindrücken (ein bisschen wie Shortbread sieht das aus), das macht aus den Kugeln auch dicke Fladen.
  11. 8 bis 12 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis die Plätzchen goldfarben sind.
  12. Etwas abkühlen lassen, damit sie fester werden, dann umgedreht auf einem Rost ganz auskühlen lassen.

Die “besonderen” Zutaten

Die Süße kommt aus dem Obst, das reicht völlig.
Im Vergleich zum Original habe ich das Salz weggelassen und mehr Zutaten im Mixer vermengt, da das einfacher ging, als mit Rührhaken.
Im Original wird “Almond flour” verwendet. Ich bin mir nach der Beschreibung nie ganz sicher, ob das nun gemahlene Mandeln sind oder noch etwas anderes. Damit die Konsistenz etwas griffiger und knuspriger wird, habe ich daher ein Drittel des “almond flour” mit Kokosmehl ersetzt. Ich werde auf jeden Fall auch ausprobieren, wie die Konsistenz der Plätzchen ist, wenn man 1,5 cups gemahlene Mandeln verwendet. Für Kokosmehl spricht, dass es Protein mitbringt. Aber nach dem Abkühlen macht es Gebackenes gern mal trocken/zäh, was ja nicht so lecker ist.

Das Rezept stammt aus diesem Buch:

 

Und wer noch mehr Low-Carb-Rezepte und Smoothie-Tricks kennenlernen möchte, kann das in meinem neuen Buch „Laktosefrei essen in der Schwangerschaft“ tun:

Laktosefrei essen in der Schwangerschaft

 


Shortbread-Muffins ohne Milch und Ei

Keine Eier im Haus, aber einen übermüdeten 4-jährigen am Bein, der „Muuuuuuuuuuuuffins!“ will, mit Tränen in den Augen. Da war basteln gefragt und ich fürchtete das Ergebnis. Aber die positive Überraschung: Die Muffins gingen perfekt auf, schmeckten toll – und irgendwie knuspriger als sonst mit einer schönen Kruste. Daher der Name Shortbread-Muffins.

Zutaten für 12 Muffins

Feuchte Zutaten

  • 140 g Alsan oder Margarine (in der Mikrowelle schmelzen lassen)
  • 1 EL Ahornsirup oder Honig
  • 1 EL neutraler Essig (damit das Natron aufgeht)

Trockene Zutaten

  • 30 g gemahlene Mandeln oder Kokosraspel
  • 120 g Rohrzucker oder Haushaltszucker
  • 30 g Speisestärke
  • 30 g Grieß
  • 300 g Mehl 405 (bei Vollkornmehl mehr Flüssigkeit nehmen!)
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 1 gestrichener TL Natron (Baking Soda)
  • neutrales Öl zum Auspinseln der Muffinform oder Papier-Muffinförmchen
  1. Den Backofen auf 180° Grad vorheizen.
  2. Das Alsan oder die Margarine in der Mikrowelle oder auf dem Herd schmelzen lassen. Falls es sich erhitzt hat: abkühlen lassen.
  3. Eine Muffinform mit einem Backpinsel einölen oder mit Papierförmchen auslegen.
  4. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen.

Ab jetzt muss es fix gehen:

  1. Flüssiges Alsan o. Margarine mit Ahornsirup und Essig verrühren. Auf die trockenen Zutaten geben und mit den Quirlen des Handrührgeräts vermengen. Nur gerade eben so lange rühren, bis sich alles vermischt hat. Nicht zu lange rühren, sonst wird ein Muffin-Teig zäh!
  2. Teig sofort in die Muffinform füllen und bei 180° Grad 25 Minuten im Ofen backen lassen. Garprobe mit einem Holzstäbchen machen. Falls noch Teig daran klebt, mit Alufolie abgedeckt weitere 5 Minuten backen lassen.


Die Muffins sehen recht schlicht aus und können nach Geschmack mit Puderzucker-Glasur überzogen oder anders dekoriert werden.
Wieso man Muffins ohne Papierhütchen backen sollte und was für Tricks es sonst noch gibt, könnt Ihr übrigens auch auf Land der Abenteuer nachlesen, meinem Blog für Eltern & Kinder: Kleine Muffinschule.

Quelle: Nina Weber, Seashell Productions


Laktosefreie Kürbispfannkuchen

Pfannkuchen mit Kürbis? Oh ja! Besonders jetzt, wo Kürbis wieder Saison hat und die Tage bald kühler werden.
Im Sommer las ich “Frostbitten” – da findet die Heldin in einem kleinen Café in Alaska pumpkin pancakes und das macht ihren Tag perfekt.

Da ich Kürbis fast so sehr wie Kelley Armstrongs Bücher mag, machte ich mich daraufhin auf die Suche nach Rezepten im Internet. Ich fand (natürlich) nichts Laktosefreies, aber bastelte ein wirklich sehr leckeres Rezept, das man leicht für Milch-Esser und LI’s abwandeln kann: einfach nur Milch oder Sojamilch verwenden. Alle anderen Zutaten sind laktosefrei. :- ) Ergebnis: fluffig-weiche Pfannkuchen mit dem gewissen Extra

Zutaten für ca. 20 kleine Pfannkuchen.

Reicht für 4 Leute – wenn sie sehr hungrig sind und für eine Hauptmahlzeit: Zutaten verdoppelnLaktosefreie Kürbispfannkuchen

Trockene Zutaten:

  • 250 g Mehl Type 405 oder Instant-Mehl
  • 3 EL brauner Zucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Back-Soda (Natron zum Backen) – das ist ganz wichtig, nicht durch Backpulver ersetzen. Natron gibt’s in der Backzutaten-Ecke des Supermarktes.
  • eine Prise Salz (ca. 1/3 TL)
  • ca. 1/3 TL frischgeriebene Muskatnuss
  • 1 TL Zimt
  • 1/3 TL gemahlener Ingwer (wenn zur Hand, sonst weglassen)
  • 1 Nelke
  • 1 Packung Vanillezucker

Nasse Zutaten:

  • 1 Ei (Größe L!)
  • 350 ml Sojamilch/Milch (mehr Milch bei mehligem Kürbis)
  • 250 ml gekochter, pürierter Muskatkürbis (sh. Extra-Rezept am Ende des Posts)
  • 2 EL/30 ml neutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 2 EL/30 ml sanfter Essig (z. B. Apfelessig) (Wichtig für den Geschmack und damit das Natron aufgeht!!)
  • Optional aber lecker: ein Löffel Vanille-Extrakt/Vanille-Essenz oder den Inhalt, herausgekratzt, von einer Vanilleschote
  1. Bereite den Kürbis zu, wenn du kein fertiges Kürbismus zur Hand hast. Wie es geht: siehe Ende des Posts
  2. Dann die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen. Das runde „Köpfchen“ der Nelke abtrennen und zwischen den Fingerspitzen in die Mischung reiben, den Stiel wegwerfen.
  3. Das Ei in einer anderen Schüssel aufschlagen und mit einer Gabel verquirlen. Dann Sojamilch/Milch, Öl, Essig, Kürbis, Vanille-Extrakt hinzufügen. Mit einem Pürierstab oder der Küchenmaschine verquirlen, bis eine einheitliche Flüssigkeit entstanden ist.
  4. Die trockenen Zutaten hinzufügen und nur mit einer Gabel (!!) unterheben, bis alle größeren Mehl-Klumpen verschwunden sind. Nicht zu lange oder zu doll rühren. Je weniger man rührt, umso luftiger und saftiger sind nachher die Pfannkuchen. Je nach Konsistenz des Kürbis-Mus‘ braucht man mehr als 350 ml Sojamilch. Die Masse sollte leicht durchzurühren sein und vom Löffel tropfen. Sonst noch mehr (Soja-)Milch unterheben.
  5. Ein oder zwei beschichtete Pfannen auf mittlerer Stufe erhitzen. Etwas neutrales Öl hinzufügen. Wenn die Pfanne heiß ist, eine Suppenkelle Teig (ca. 200 ml) hineingießen. Achtung: Das hier sollen dicke, kleine Pfannkuchen im amerikanischen Style werden, ungefähr 10-12 cm Durchmesser!
  6. Pfannkuchen ca. 1 Minute von jeder Seite backen lassen. Wie lange genau sie brauchen, bis sie gold-braun sind, hängt von der verwendeten Pfanne und dem Ofen ab. Es können auch 2 Min. von einer Seite und 1 Min. von der anderen sein.
  7. Die fertigen Pfannkuchen in zwei Stapeln auf einer Platte auftürmen und noch warm servieren. Sie sind pur schon sehr lecker, aber auch mit Zucker oder Ahornsirup. Mein Mann und Sohn schwören auch auf Apfelmus dazu.

Kürbispüree herstellen

Für die 250 Gramm im Rezept braucht man ca. 500 Gramm rohen Muskatkürbis mit Schale.

Die Kerne und “Schnüre” aus dem Kürbis schaben oder schneiden. Den Kürbis schälen und dann in grobe Stücke schneiden und mit etwas Wasser bei mittlerer Hitze abgedeckt ca. 20 Minuten kochen (ohne Salz!). Immer mal wieder mit einer Gabel testen, ob die Kürbisstücke schon weich sind. Sie sollen nicht al dente sein, aber auch nicht musig zerfallen. Wenn der Kürbis gar ist, mit einem Rest Kochflüssigkeit pürieren.

Reicht das Püree nicht?

Das Kürbismus ist das Herzstück dieses Rezeptes. Aber wenn es gerade so von der Menge her nicht reicht, kannst du bis 250 ml auffüllen mit Soja Cuisine (19% Fett Sojasahne). Milch-Tolerante können bestimmt auch normale Sahne, Buttermilch oder Quark verwenden. Oder einfach etwas mehr Milch/Sojamilch.

Quelle: Nina Weber, Seashell Productions


Schaumkuss: laktosefrei, weniger Zucker

Beim Einkaufen im tegut in Eschwege fielen meinem Sohn und mir Schaumküsse in die Hände: „Topkuss aktiv: ohne Zucker“ von der Firma Grabower. Ohne Laktose!

Ohne Zucker? Das wird wohl scheußlich schmecken, vermutete ich. Aber da Jan noch nie einen Schaukuss gegessen hat, weil in so vielen Sahnepulver oder andere Laktose steckt, griffen wir zu. Die 9 Schaumküsse (150 Gramm) kosteten 1,49 Euro.

Geschmack: Gut. Jan verdrückte gleich zwei, hellauf begeistert. Auch ich fand meinen sehr lecker. Keine Spur von Süßstoff-Geschmack.

Der Blindtest überzeugte mich dann restlos: Über Nacht waren die verbliebenen 7 Schaumküssen verschwunden. Der ganze Rest der Verwandschaft war abends über die Küsse im Kühlschrank hergefallen und war hellauf begeistert. Dass diese Küsse aus anderen Zutaten bestehen als gewöhnlich, ist keinem Testesser aufgefallen.

Die Packungsbeilage sagt:

  • ohne künstliche Süßstoffe (aber mit „Maltitsirup“, der genau wie Süßstoffe „bei übermäßigem Verzehr abführend“ wirkt. Hm.)
  • ohne gehärtete Fette (finde ich sehr gut!)
  • Eiweiß aus Bodenhaltung (aus Freilandhaltung wäre wirklich tier-gerecht und guten Gewissens verzehrbar)
  • Ballaststoff angereichert (na ja … besser wäre, einen Schaumkuss am Tag mit ordentlichem Gemüse zu kombinieren ;o)
  • „Kann Spuren von Milcherzeugnissen und Nüssen enthalten.“ Das scheint in diesem Fall tatsächlich eine Absicherung und kein Hinweis auf versteckte Laktose zu sein.* Bei Grabower werden ja auch Süßigkeiten mit Laktose hergestellt. Da kann man vermutlich Spuren nicht ausschließen.

*Meine beiden LI-Männer haben ihre Schaumküsse sehr gut vertragen. Und auch allen nicht LI-Testessern schmeckten sie. Die nächste Kindergeburtstagsparty kann also kommen.

Ein Mysterium gibt’s aber: Bei der Google-Suche nach einem Produktbild konnte ich nichts finden. Auch auf der Website von Grabower gibt es diese Schaumküsse nicht … Auf der Packung steht „NEU“. Vielleicht so etwas wie der Erlkönig bei den Autos? ;o)


McDonald’s Eschwege zum Dahinschmelzen

Wir sind momentan im Urlaub unterwegs, und gestern waren wir zum Mittagessen beim McDonald’s in der hessischen Stadt Eschwege.

Da gibt es ein „McCafé“ – und das erste, in dem ich bin, wo man richtig leckeren Kaffee kriegt. Doch das war noch nicht alles. Jan stand neben mir und wartete, dass Papa mit dem Hamburger von der anderen Theke kam. Fragt mich die Bedienung an der Café-Theke, ob ich denn für mein Kind einen Gratis-Babycino haben möchte.

„Einen was?“

„Einen Babycino, zu ihrem Cappucino.“ Sie hält einen kleinen Pappbecher hoch.
Der wird für das (kleine) Kind mit warmer Milch und einer dicken Milchschaumkrone gefüllt, damit Kind sich voll cool neben der Kaffee-trinkenden Mama fühlen kann. Einfach zum Dahinschmelzen süß. 🙂

Ich lehne mit Bedauern ab, denn: Jan darf ja nichts mit Milch.
Die Bedienung sah mich mit großen Augen an. Ich machte mich schon mal auf allerlei blöde Fragen gefasst – man kennt das ja schon. Aber nein! Sie sagte, dass sie auch LI hat und zwar auch von Kindesbeinen an, genauso wie ihre Schwester und ihre beiden Eltern. Sprachs und zauberte liebevoll einen Babycino aus aufgeschäumter Sojamilch. Sie sagte dazu, dass man alle Getränke an der McCafé-Theke auf Wunsch mit Sojamilch haben kann. 🙂

„Ach, und einen Keks lege ich dann besser bei Ihnen auch nicht dazu, damit er nicht große Augen macht. Hm, was machen wir denn da?“ Sprachs und legte meinem Sohn und mir zig kleine Lachgummi-Tütchen statt Keksen mit aufs Tablett.

Ich bin immer noch hellauf begeistert. Wenn nur mehr McCafés so wären, ich wäre sofort Stammgast.

Laktosefreier "Babycino"