Buchtipp: Paläo Vegan von Ellen Jaffe Jones

paläo veganMit diesem Buch habe ich mich auf ein Experiment eingelassen: vegane Paleo-Ernährung! Für mich ist das ein Widerspruch in sich, obwohl sich auf der anderen Seite auch vieles ähneln sollte, also z.B. der Versuch, so viel in Bioqualität, frisch und regional zu kaufen, wie irgendwie möglich. Auch nach der Lektüre des Buches muss zugeben – ich war und bin immer noch skeptisch bei einer veganen Paleo-Ernährung, oder pegan, wie es mittlerweile genannt wird. Doch das hängt damit zusammen, aus welchen Gründen man sich nach Paleo ernähren möchte. Für mich persönlich war das Weglassen von entzündungsfördernden Stoffen wichtig, und das ist bei der veganen Paleo-Ernährung leider nicht möglich, weil ja Hülsenfrüchte und Getreide als Ersatz für Stoffe im Fleisch verzehrt werden müssen. Auf der anderen Seite hat dieses Buch für mir auch die Augen geöffnet, da ich ja als Coach und Ernährungsberaterin immer aus der Sicht der Nahrungsmittelallergien, Intoleranzen und Autoimmunerkrankungen auf Paleo schaue. Doch das sind natürlich nicht die einzigen Gründe, warum man sich nach den Paleo-Prinzipien ernähren kann und warum sollten Veganer auf die Vorteile der Paleo-Ernährung verzichten.

Mit dieser für mich veränderten Sichtweise macht das Buch für mich Sinn. Denn das „cheaten“ mit Hülsenfrüchten oder z.B. hochwertigem Sojaprodukten und Getreide fällt somit unter die 15-20% Prozent-Regel, die man je nach Paleo-Autor an nicht Paleo-Lebensmitteln verzehren darf. Wie man das aufteilt, also z.B. pro Mahlzeit oder bei ca. 21 Mahlzeiten pro Woche 4x mit Getreide/Hülsenfrüchten bleibt dann jedem selbst überlassen. Wie gesagt, für Menschen mit Zöliakie, Autoimmunerkrankungen etc., die wie ich mit Paleo gute Erfahrungen gemacht haben, wäre diese Variante nichts, für alle anderen die aber auf Fleisch verzichten wollen oder müssen, ist das ein interessanter Ansatz.

Man muss sich allerdings bewusst werden, dass der Paleo-Gedanke an einigen Stelle doch sehr verwässert wird, z.B. in dem Amaranth, Buchweizen und Quinoa als Paleo-Nahrungsmittel betitelt werden.

Die Autorin des Buches Ellen Jaffe Jones ist zertifizierte Personal Trainerin, Reporterin und Autorin, aktiv im Verbraucherschutz tätig und lebt seit 30 Jahren vegan. Ihr Co-Autor Alan Roettinger ist Schriftsteller, Food Designer, Blogger und Reporter und hat mehrere vegane Kochbücher veröffentlicht.

Dieses Kochbuch enthält über 80 unaufgeregte Rezepte, die leicht nachzukochen sind. Schön sind die genauen Nährwertangaben bei jedem Rezept und einfach zu befolgende Anweisungen.
Hier ein paar Beispiele:

  • Gebackene Artischocken
  • Curry mit Zwiebeln und grünen Paprika
  • Butternutsskürbis mit Haselnüssen
  • Ananas-Avocado-Salsa
  • Harissa
  • Geröstete Möhren und Pastinaken

Auch wenn ich persönlich mich schwer tue mit pegan, so gibt mir dieses Buch doch viele schöne Anregungen, was man mit Gemüse noch alles machen kann.


Skandinavisches Steinzeit-Brot – laktosefrei, glutenfrei, getreidefrei

paleo, brot, skandinavisch, glutenfrei, laktosefrei, milchfrei, getreidefreiIm Moment habe ich durch den ganzen familiären Stress Schwierigkeiten, mich auf das Essen zu konzentrieren. Besonders morgens fällt es mir sehr schwer, ein vernünftiges Frühstück hinzubekommen – ja, selbst als Ernährungsberater kann man schon mal planlos sein was das Essen anbelangt! Als ich auf dieses Rezept eines skandinavischen Steinzeitbrotes gestoßen bin, wurde ich neugierig – natürlich ist es glutenfrei, laktosefrei und getreidefrei! Auch wenn ich bezweifle, dass es solch ein Brot schon in der Steinzeit gab, hat es doch etwas sehr ursprüngliches, wenn man die Nüsse und Samen vermischt. Außerdem reichen mir 2-3 Scheiben am Morgen, mehr vertrage ich gar nicht pro Tag. Und so bleibe ich auch bei der von Paleo angedachten eine Handvoll Nüsse und Samen pro Tag.

Das schöne an diesem Rezept ist, dass man es variieren kann. Ich habe es z.B. in einer länglichen Brotform gemacht oder  auch in der Tchibo-Brötchenform gemacht – allerdings war mir eine Brötchen dann schon fast zu viel . Die Zutaten kann man sehr gut austauschen. Anstatt der gemahlenen Mandeln habe ich  mal gemahlene Haselnüsse ausprobiert und dann anstatt Walnüssen noch gehobelte Haselnüsse dazugegeben. Ich nehme auch gerne anstatt 100g Mohn nur 50g und gebe stattdessen 50g Chiasamen dazu. Wenn man also irgendeine Samen- oder Nussart nicht verträgt, kann man sie einfach austauschen.

Das Brot hält übrigens besser zusammen, wenn man vorher die Eier verquirlt!

Auch lässt es sich sehr einfach zubereiten, denn man kann alles mit einem Löffel verrühren. Das Brot lässt sich gut in Scheiben einfrieren und wieder auftauen. Ich genieße es morgens mit einer Scheibe Rohmilchkäse von einem regionalen Bauern, der seine Kühe wie Kollegen behandelt – und bin dadurch bis fast zum Mittag satt.

5.0 from 1 reviews
Skandinavisches Steinzeit-Brot - laktosefrei, glutenfrei
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 100g Kürbiskerne
  • 100g Sonnenblumenkerne
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 100g Walnüsse
  • 100g Leinsamen (können auch geschrotet sein!)
  • 100g Sesamsamen
  • 100g Mohnsamen oder 50g Mohnsamen/50g Chia-Samen
  • 2 TL Salz
  • 5 Eier
  • 100ml Olivenöl
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.
  2. Zuerst die Samen, Kerne und Nüsse mischen. Dann die Eier und das Olivenöl dazugeben und vermischen. Falls die Mischung zu trocken ist und die Zutaten nicht zusammenhalten, noch ein klein wenig Wasser dazugeben.
  3. In einer Brotbackform 1 Stunde backen lassen. In der Tchiboform braucht es ca. 45-50 Minuten.
  4. Erst abkühlen lassen, bevor man es schneidet.

 


Buchtipp: Backen Low Carb von Anja Leitz und Ulrike Gonder

backen low carb

backen low carbAusnahmsweise möchte ich mal kein reines Paleo-Kochbuch vorstellen, sondern ein Low-Carb-Koch-Buch, dass die verschiedenen Diät-Formen wie Paleo, Keto und eben Low Carb miteinander vereint. Das Buch heisst „Backen Low Carb“ von Anja Leitz und Ulrike Gonder und ist im Riva Verlag erschienen.

Auf den ersten 40 Seiten wird eine Einführung in die gesamte Thematik gegeben und die verschiedenen Ernährungsformen anschaulich erläutert, so dass man gut informiert sich an die Rezepte wagen kann.

An diesen Erklärungsteil schließen sich 80 Rezepte an, von Brötchen und Broten, über Riegel, Cookies, Kuchen und Torten(böden), Nachmittagskuchen, Flans bis zu Crackern. Alle Rezepte sind glutenfrei, häufig braucht man dann Mandelmehl, Chiasamen, Buchweizen, Leinsamen etc., die meisten Zutaten findet man aber mittlerweile im Supermarkt oder in den Drogeriemärkten. Was mir sehr gut gefällt, dass neben den üblichen Angaben zur Zubereitungszeit und Portionen auch angegeben ist, in welchem Maß das Rezept Low Carb/High Fat ist und für welche Jahreszeit und für welche Uhrzeit ein Rezept geeignet ist ausgehend vom Stoffwechsel. Gut, letzteres übersehe ich persönlich beflissentlich, da ich auch morgens um 7 Uhr schon einen Schweinebraten essen kann. 😉
Schön sind auch die Optimierungsvorschläge und Tipps zu jedem Rezept.

Hier einige Highlights der Rezepte:

  • Schwarzwälder Sport-Cookie (vegetarisch, moderat low carb)
  • Genussriegel (low carb, high fat, vegetarisch, ketogen)
  • Orangen-Schokoladen-Kuchen (moderat low carb, high protein)
  • Osterkuchen (moderat low carb, vegetarisch, high fat)
  • Feigenbrot (moderat low carb, high protein, vegetarisch, paleo – allerdings mit Whey-Protein-Pulver)
  • Speckstangen (very low carb, ketogen, high fat)

Aus Paleo-Sicht stört mich allerdings sehr, das bei den als Paleo gekennzeichneten Rezepten häufig Inulin oder Whey-Protein-Pulver benutzt wird – beides hochverarbeitet und absolut gegen den Paleo-Gedanken.

Überhaupt wird in dem Buch viel mit laktosehaltigen Zutaten gearbeitet, so dass es für Betroffene mit einer Milchallergie oder Laktoseintoleranz nicht zu empfehlen ist. Für alle anderen ist es ein schöner Einstieg in das Backen in der Low Carb-Variante.


Leckere Kürbismuffins – Halloween kann kommen!

Kürbismuffins, Paleo, glutenfrei, laktosefrei

Kürbismuffins, Paleo, glutenfrei, laktosefreiAusgerechnet am 31.10. – also an Halloween – muss ich in die Kita meines Sohnes zu einem Termin. Also dachte ich mir, ich könnte dann ja auch etwas leckeres mitbringen. Schnell fiel die Wahl auf glutenfreie und laktosefreie Kürbismuffins, aber ich hatte kein vernünftiges Paleo-Rezept und wollte auch keins, das „zu speziell“ schmeckt. Viele Paleo und glutenfreie Rezepte haben ja ihren eigenen Geschmack und vor allem ihre eigene Konsistenz, die man schon gewohnt sein muss. Glücklicherweise hatte aber jemand in meiner Facebookgruppe Essen mit Gefühl mir dieses Rezept empfohlen. Sogar mein Sohn, der sonst sehr kritisch ist, liebt diese Muffins und auch meine Kollegin war begeistert.

Gewürz-Alternative

Gewürz-Alternative

Ich habe das Rezept jetzt für Euch übersetzt und mit Grammzahlen versehen, anstatt der in den USA üblichen Cups. Pumpkin Spice hier in Deutschland zu bekommen, ist leider noch ein Ding der Unmöglichkeit. Aber Ihr könnt entweder dieses Rezept von Chefkoch nehmen (hier klicken) oder auch auf ein Lebkuchengewürz umsteigen. Ich habe dieses hier genommen, dass ich bei Edeka gefunden habe. Achtet nur darauf, dass keine Orange mit dabei ist, sonst schmeckt es wirklich arg weihnachtlich.
Für das Kürbispüree kocht ihr einfach Kürbisfleisch mit etwas Wasser bis es weich ist und püriert es dann. Wir hatten soviel Kürbis beim Testbacken übrig, dass wir das restliche Püree für Halloween einfach eingefroren haben.
Als Verzierung könnt Ihr entweder Walnüsse oder Pecannüsse nehmen, es schmeckt beides sehr gut. Wenn ihr die Muffins etwas süßer haben wollt, gebt etwas mehr Honig dazu.
Ich habe Mini-Muffinform genommen, da ich es sehr praktisch finde, wenn man sie unterwegs mit einem Happs essen kann. Das Rezept reicht für 12 Mini-Muffins plus 2 große oder 10 normal große Muffins.

Leckere Kürbismuffins - Halloween kann kommen!
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 10-15
Zutaten
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 60g Kokosmehl
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Pumpkin Spice/Lebkuchengewürz
  • 3 Eier
  • 170g Kürbispüree
  • 3 EL flüssiges Kokosöl
  • 100g Honig
  • Vanille aus der Mühle
  • Walnüsse oder Pecannüsse zum Verzieren
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Die Muffinform einfetten.
  3. In einer großen Rührschüssel die gemahlenen Mandeln, Kokosmehl, Natron, Salz und die Gewürze mischen.
  4. In einer kleinen Schüssel die Eier leicht verquirlen.
  5. Die Eier, Kürbis, Kokosöl, Vanille und Honig zu den trockenen Zutaten geben und alles gut verrühren.
  6. In die Muffinform geben und mit den Nüssen garnieren. Man kann auch noch etwas Gewürz oder Kokosblütenzucker drüber streuen - aber Achtung: nicht zuviel!
  7. Je nach Größe der Form 15 Minuten (bei Minimuffins) oder 20 Minuten backen.
  8. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Fröhliches Halloween!


Paleo auf der Anuga 2015

Frische Kokosnuss bei Dr. Goerg

Paleo ist als Trend – wahrscheinlich muss man sagen: zum Glück – auf der Anuga, einer der größten Lebensmittelmessen der Welt, noch nicht angekommen. Es ist natürlich auch schwierig, Produkte an Menschen zu vermarkten, die keine fertigen Produkte essen wollen. 😉 Vier Anbieter konnte ich trotzdem finden, die Paleo anbieten und daneben noch zwei, die interessante Zutaten haben.

Dr. Goerg kennen die meisten ja wahrscheinlich schon. Diese Firma hat sich darauf spezialisiert, Kokosnüsse innerhalb von 72 Stunden zu verarbeiten, z.B. zu Kokosöl, Kokosmilch usw. – natürlich alles fairtrade und in Bio-Qualität. Sehr interessant fand ich das Kokosspeisefett, dass nur durch die Desodierung durch Wasserdampf seinen Kokosgeschmack verliert und so ein geschmacksneutrales Bratfett ist. Die knusprigen Kokos-Chips waren sehr lecker, aber ich durfte noch etwas anderes probieren, von dem ich seitdem schwärme: eine junge, grüne Trinkkokosnuss! Diese müssen erst mit einem speziellen Kokosnussöffner eingestochen werden (eine Bohrmaschine ginge aber auch, meinte der nette Mitarbeiter, der geduldig eine Kokosnuss nach der anderen öffnete). Durch das Loch kann man mit einem Strohhalm das Kokoswasser trinken, Dann kann man sie öffnen und das noch junge und weiche Fruchtfleisch genießen. Ich habe noch nie in meinem Leben so frische Kokosnuss gegegessen und der Geschmack und die weiche Konsistenz sind unglaublich!
www.drgoerg.com

Frische Kokosnuss bei Dr. Goerg

Frische Kokosnuss bei Dr. Goerg

Eine andere Firma, die mich durch ihre Produkte überzeugt hat, ist Pödör. Sie stellen eigentlich kaltgepresste, unraddinierte und ungefilterte Premium-Öle her, haben aber bei der Herstellung der Öle gemerkt, dass man auch den Presskuchen als Mehl weiter verwerten kann. Auf der Anuga haben sie jetzt das Erdmandel Presskuchenmehl vorgestellt, dass glutenfrei, reicht an Ballaststoffen, Mineralien und ungesättigten Fettsäuren ist. Sie bieten mittlerweile aber auch Chiamehl, Kürbiskernmehl undvier weitere Mehle an. Ich habe am Stand das Erdmandelöl probiert, dass einen sehr weichen, fast süßen Geschmack hat. Für Paleo sind die Öle und Mehle sehr geeignet, da ja soviel wie möglich verwertet wird.
www.podor.de

Erdmandelpresskuchenmehl von Pödör

Erdmandelpresskuchenmehl von Pödör

Da Foodloose mit ihren „Raw Smoothie Bars“ der Gewinner des anuga taste-Awards dieses Jahr war und diesen auch mit „Paleo“ beworben hatten, musste ich mir die Smoothies in Riegelform natürlich anschauen. Leider sind die noch in der Entwicklung und die Konsistenz war noch etwas krümelig. Geschmacklich waren sie aber auf jeden Fall gut. Alle sind auf Datteln-Basis und haben dann zum Beispiel Karotte und Kürbis oder Spinat, Moringa und Minze mit drin. Wenn sie die Konsistenz noch etwas fester hinbekommen, wird das eine gute Alternative zu den englischen Riegeln.
www.foodloose.net

Raw Smoothie Bars

Raw Smoothie Bars

Eher zufällig habe ich den Stand von Black Bear entdeckt (schräg gegenüber von Foodloose)- bislang kannte ich die Marke nur aus der Werbung bei Facebook. Sie bieten nur nur zwei Produkte an: einen Frucht-Nuss-Riegel und einen Protein-Riegel. Bei letzterem ist die Besonderheit, dass er anders als andere Riegel dieser Art ohne Proteinpulver auskommt, sondern nur mit natürlichen Zutaten hergestellt wird. Er ist extrem sättigend (und das nach all der Lupinen/italienischem-Dessert/Quinoa-Chips-Völlerei), allerdings fand ich den normalen Riegel vom Geschmack her wesentlich besser.
www.black-bear.ch

Paleo-Riegel von Black Bear

Paleo-Riegel von Black Bear

Die Firma Svanso aus Dänemark hat neben 3 Paleo-Riegeln auch noch eine Paleo-Brotmischung als neuen Backtrend im Programm. Ein Brot habe ich probiert und es war in Ordnung, allerdings bestand es zum größten Teil aus Samen und Nüssen. Wenn man überhaupt so einen Nachbau möchte, dann kann man es auch selbst zusammenstellen, oder? Ob und wann die Produkte nach Deutschland kommen, steht noch nicht fest.
http://www.svansoe.com/da-DK/Produkter/Produkter-Stenalder.aspx

Brotbackmischungen von Svanso

Brotbackmischungen von Svanso

Sehr enttäuscht war ich von dem „Paleo-Müsli“ von Bio Lifestyle. Denn ähnlich wie beim „Paleo-Müsli“ von myMüsli ist auch dieses nur von den Zutaten her glutenfrei, nicht aber von der Verarbeitung her. es wird an der gleichen Stelle, wie die normalen glutenhaltigen Müslis zusammengemischt und ist dadurch für Menschen mit Zöliakie (wie mich) ungeeignet. Es ist schade, dass da Firmen auf den Paleo-Zug aufspringen, ohne es wirklich zu durchdenken und zu überlegen, dass zumindest ein Teil der Paleo-Leute sich danach ernährt, weil sie eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie haben.
www.biolifestyle.at

Paleo-Müsli von BioLifestyle - nicht bei Zöliakie geeignet!

Paleo-Müsli von BioLifestyle – nicht bei Zöliakie geeignet!

Zum Schluss noch ein Produkt, dass zwar nicht Paleo, dafür aber mal etwas ganz anderes ist: Helga, ein Erfrischungsgetränk aus Algen. Den ersten Schluck fand ich sehr merkwürdig, aber dann war Helga lecker und sehr erfrischend. Das Getränk wird aus der Süßwasseralge hergestellt, und ist so auch kein Problem für die, die auf Jod achten müssen. Außerdem enthält Helga weniger Kalorien als Apfelschorle. Ich drücke den Entwicklern die Daumen, dass sie jetzt über das Crowdfunding es schaffen, Helga auf den Markt zu bringen!
Mehr dazu: http://www.hallohelga.at/index.php/algen/

Der Algendrink "Helga"

Der Algendrink „Helga“

Mehr über glutenfreie und laktosefreie Produkte auf der Anuga 2015 findet Ihr über die Links in diesem Satz!


Mohn-Muffins, glutenfrei, laktosefrei, paleo

Mohnmuffins, glutenfrei, laktosefrei, paleo

Mohnmuffins, glutenfrei, laktosefrei, paleoMein Sohnemann wollte unbedingt etwas gebackenes mit Mohn heute morgen. Ok, kann er haben, dachte ich mir. Leider ist er immer noch skeptisch, wenn ich backe, da er mehr als einmal meine früheren glutenfreien Backversuche probiert und für „bäh“ empfunden hat. Ich muss aber auch zugeben, dass diese damals wirklich nicht gut waren. Doch schon, als ich die Muffins aus dem Ofen holte, kam er angestiefelt und roch mit einem großen Grinsen dran. Jetzt mümmelt er schon seinen zweiten und hat mir eröffnet, dass ich die ganz oft backen soll.

Diese Mohnmuffins sind wirklich einfach zu machen und brauchen auch nicht lange. Anstatt des Kokosöls geht auch Ghee oder Butter.

Mohn-Muffins, glutenfrei, laktosefrei, paleo
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 125g gemahlene Mandeln
  • 2 EL Kokosmehl
  • 2 EL Mohn
  • 1 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 50g geschmolzenes Kokosöl oder Butter bzw. Ghee
  • gemahlene Vanille aus der Mühle oder eine halbe Vanilleschote, ausgeschabt
  • 100g Honig
  • 3 Eier
  • 30g gehobelte Mandeln
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 160 Grad Celcius vorheizen.
  2. In einer großen Schüssel die Mandeln, Kokosmehl, Mohn, Natron, Vanille
  3. und Salz verrühren.
  4. Die Eier, Honig und das Kokosöl dazugeben und mit einem Handrührgerät verrühren - die sportlichen unter uns können natürlich auch per Hand rühren. 😉
  5. In die Muffinsformen geben und ca. 15 Minuten backen bzw. bis die Stäbchenprobe gelingt - das hängt von der Größe der Muffinform ab.

 


Möhren-Powerballs – glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleo

Möhren-Powerballs - glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleo

Möhren-Powerballs - glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleoLeider hat mich nach einer schlimmen Erkältung nun auch noch eine Pollenallergie erwischt. Dummerweise neige ich dann dazu, mir allen möglichen Süßkram reinzuziehen, wie mein Göttergatte auch. Wahrscheinlich lechzt der Körper in dieser Situation nach schnell verwertbaren Kohlenhydraten, weil er so in Aufruhr ist. Dieses Jahr wollte ich aber nicht nach Schokolade oder Gummibärchen greifen, sondern eine gesunde Alternative erschaffen. Zum Glück vertrage ich rohe Möhren, denn die sind ein Hauptbestandteil dieser Powerballs!

Die Powerballs sind sehr leicht zu machen, man braucht nur einen guten Zerkleinerer und eine kleine Schüssel. Mit einem Zauberstab oder einem Thermomix müsste es auch gehen.

Möhren-Powerballs - glutenfrei, laktosefrei, vegan, roh, paleo
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 5-6 entsteinte Datteln
  • 30g Kokosflocken
  • 2 Möhren
  • Eine kräftige Prise Zimt
  • Vanille nach Geschmack
  • 3-4 Esslöffel Kokosmilch
Zubereitung
  1. Zerkleinere zuerst die Möhren und nimm sie dann raus.
  2. Zerkleinere nun die Datteln und die Kokosflocken, bis sie sich gut vermischt haben und zusammenkleben.
  3. Gibt die Mandeln, die Möhren, Zimt und Vanille dazu und verrühre alles im Zerkleinere, bis es gut durchgemischt ist.
  4. Gibt die Kokosmilch dazu und rühre solange weiter, bis sich alles verbunden hat. Wenn es im Zerkleinerer nicht geht, rühre mit einem Löffel weiter - bei mir war der „Teig“ so fest, dass das Messer nicht mehr rankam.
  5. Rolle den Teig in Bälle ungefähr von der Größe von großen Murmeln (oder je nach Geschmack).
  6. Am Besten im Kühlschrank aufbewahren!

 


Glutenfreie und laktosefreie Osterkekse

Die fertigen Osterkekse
Mein Kleiner beim Teigrühren

Mein Kleiner beim Teigrühren

Mein Sohn und ich haben uns beide unsterblich in die süßen Oster-Ausstechformen verliebt, die es im Moment in den Geschäften gibt. Er musste nicht lange betteln, bis ich für uns welche gekauft habe. Nun stand ich aber vor dem Problem, welchen Teig ich dafür nehme. Ich wollte einen einigermaßen Paleo-tauglichen, gluten- und laktosefreien Teig und nicht schon wieder das Spekulatiusrezept nehmen. 
Mein Sohn, mittlerweile fünf, war angesichts der Zutaten, die ich für die Hasen nehmen wollte, dann aber erst mal mega skeptisch: „Ich mag keinen Honig! Ich mag kein Kokosöl!“ schrie er entsetzt, als ich alles vorbereitete, damit er den Teig rühren konnte. Ich habe ihn aber beruhigt, und das Endergebnis hat ihm so gut geschmeckt, dass er zu Ostern die Kekse für die ganze Familie backen will. 🙂

Die fertigen Osterkekse

Die fertigen Osterkekse

Man könnte die Kekse auch mit irgendeiner Glasur verzieren, allerdings waren sie bei uns zu schnell weg. 😉 Besonders gut schmecken sie in Tee oder Kaffee getunkt und frisch.

Solche Kekse sollten natürlich nur eine Ausnahme sein, wenn Ihr Euch nach Paleo ernährt, aber ich war so froh, mal wieder mit meinem Kleinen backen zu können!

Glutenfreie und laktosefreie Osterkekse
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Zutaten
  • 2 Eier (Bio oder Freiland)
  • 70g geschmolzenes Kokosöl
  • 170g flüssigen Honig
  • 190g helle gemahlene Mandeln (wir haben es mit dunkleren gemacht, deshalb sind die Kekse nicht so hell)
  • 60g Kokosmehl plus Ein wenig zum Ausrollen
  • 120g Maniokmehl
  • ½ Teelöffel Salz
  • ½ Teelöffel Natron
  • Vanille aus der Mühle
Zubereitung
  1. Den Ofen auf 350f vorheizen.
  2. Backbleche mit Backpapier auslegen.
  3. Die drei Mehle, das Natron, Salz und die Vanille in einer kleinen Schüssel mischen.
  4. In einer großen Schüssel Eier, Kokosöl und Honig gründlich verrühren.
  5. Die trockenen Zutaten in die flüssigen geben und wieder gründlich verrühren.
  6. Zum Ausrollen ein Brett und den Teig immer wieder mit etwas Kokosmehl bestäuben, damit der Teig nicht zu sehr klebt.
  7. Kekse ausstechen und vorsichtig auf die Backbleche legen.
  8. Für 10-15 Minuten backen, bis die Ränder anfangen, sich zu bräunen.
  9. Nach dem Backen abkühlen lassen und genießen.

 


Das etwas andere Frühstück: süßes Rührei

Süßes RühreiEigentlich hatte ich ja nur das Bild auf Facebook posten wollen, um zu zeigen, wie lecker ein süßes Rührei sein kann – denn das Rezept ist für den E-Mail-Kurs „30 Tage milchfrei“ gedacht gewesen. Da mich ann aber doch etliche gefragt haben, ob ich es nicht doch verraten könnte, erscheint es jetzt hier im Blog. Es ist übrigens ein Paleo-Rezept, deshalb ohne Milch, Getreide oder zusätzlichen Zucker.
Das Basis-Rezept ist ganz einfach:
Zutaten:

  • 2 Eier
  • 1 Schuss Kokosmilch
  • 1-2 Bananen (je nach eigenem Hunger und Größe der Bananen)
  • 1 EL Kokosöl oder Ghee
  • Vanille
  • Kokosraspeln oder Kokoschips

Zubereitung:
Die Bananen in Scheiben schneiden. In einer Pfanne das Koksöl bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und die Bananen darin von beiden Seiten anbraten, bis sie weich sind.
Die beiden Eier mit der Kokosmilch verquirlen und über die Bananen in der Pfanne geben. So lange in der Pfanne unter Rühren braten, bis es die gewünschte Rührei-Konsistenz hat.
Aus der Pfanne holen und mit Vanille (ich nehme die aus der Mühle) und Kokoschips bestreuen.
Anstatt der Banane kann man natürlich auch anderes Obst nehmen.
Auch kann man die Vanille gegen Zimt oder Kakao austauschen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Ebenso kann man zuerst das Ei in die Pfanne geben und dann das Obst reintun – hat dann eher etwas von Pfannkuchen (laut Guiseppe, winke winke).
Das Rezept ist wirklich sehr einfach, macht satt und ist einfach nur lecker!


Glutenfreie Maniok-Kastanien-Brötchen

maniok kastanien brötchen, glutenfrei, paleo

maniok kastanien brötchen, glutenfrei, paleoIch habe schon unzählige Versuche mit glutenfreiem Brot und Brötchen hinter mir – aber dieses Rezept schmeckt mir am Besten! Und auch wenn ich nach Paleo lebe, habe ich zwischendurch mal Lust auf ein Brötchen – ich gebe es ja zu. 😉 Auf der Suche nach einem Rezept bin ich auf das Rezept von Svenja gestoßen, dass Ihr hier findet. Das Tolle an dem Rezept von Svenja ist, dass es ganz ohne Nüsse oder Kokosmehl auskommt. Ich wollte allerdings keinen reinen Maniok-Geschmack und habe anstatt 200g Gari nur 100g genommen und 100g Kastanienmehl hinzugefügt, sowie noch Schwarzkümmel und Leinsamen.

Außerdem habe ich mal kein Brot gebacken, sondern Brötchen in der „berühmten“ Tchibo-Form. Wenn Ihr nicht so eine Form habt,  könnt Ihr es auch in einer rechteckigen Kuchenbackform backen, die Backzeit beträgt dann 40 anstatt 20-25 Minuten. Die Brötchen kann man super einfrieren, sie halten sich im Kühlschrank aber auch mehrere Tage.

Gari und Maniok- oder auch Cassava-Mehl bekommt Ihr am besten in einem Asialaden, Kastanienmehl im Reformhaus oder Bioladen. Nächste Woche schreibe ich dann auch mal einen Blogbeitrag zu Gari/Maniok/Cassava!

Glutenfreie Maniok-Kastanien-Brötchen
 
Zubereitung
Kochzeit
Gesamtzeit
 
Portionen: 9
Zutaten
  • 100g Maniokmehl
  • 100g Gari
  • 100g Kastanienmehl
  • 5 Eier
  • 200 ml Kokosmilch
  • Eine größere Prise Salz
  • 2 TL Schwarzkümmel
  • 2 EL geschrotete Leinsamen
  • 1 TL Natron
  • Schuss Apfelessig
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.
  2. Zuerst die 3 Mehle in eine große Schüssel geben.
  3. Dann die Eier und die Kokoksmilch dazugeben.
  4. Anschließend das Salz, den Schwarzkümmel und die Leinsamen zufügen.
  5. Zum Schluss kommt das Natron und den Schuss Apfelessig.
  6. Sofort alles gründlich verrühren.
  7. Den Teig in die Form geben.
  8. Im Ofen für 20-25 Minuten backen.