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Welcher Käse bei Laktose-Intoleranz? Welcher Käse ist laktosefrei?

Als ich die Diagnose Laktose-Intoleranz erhielt, war ich zunächst erleichtert, denn schließlich wusste ich jetzt endlich, was mit mir und meinem Darm nicht stimmt. Doch dann kamen die ersten Fragen auf. Und das Thema Käse war da für mich als Käseliebhaberin besonders wichtig: kann ich überhaupt noch Käse essen? Und wenn ja, welchen?
Natürlich stieß ich zunächst auf das Käseangebot von MinusL, aber wirklich zufrieden war ich damit nicht, da ich kräftigen und würzigen Käse bevorzuge. Etwas zögerlich ging ich in einen Käseladen und hatte das große Glück, dass die Inhaberin sich mit der Problematik auskennt. Sie erklärte mir, dass bei der Reifung von Käse die Laktose, also der Milchzucker, von den Milchsäurebakterien in Milchsäure umgewandelt wird. Dabei lautet die Faustformel:

Je älter ein Käse ist, desto weniger Laktose enthält er noch.

So wagte ich mich also erstmal an drei Jahre alten Parmesan und Gouda (nur um sicher zu gehen), merkte aber schnell, dass ich fast jeglichen Hartkäse wie Bergkäse oder eben Parmesan vertrage, vor allem wenn er mehr als 6 Monate, idealerweise 12 Monate gereift ist.
Beim nächsten Besuch gab mir meine „Käsefrau“ einen weiteren Tipp:

Wenn bei verpacktem Käse in der Nährwerttabelle 0% Kohlenhydrate steht, ist dieser laktosefrei,
denn Laktose ist Milchzucker und somit ein Kohlenhydrat!

Das sieht dann so auf der Verpackung aus, hier die Rückseite vom Irish Cheddar von Kerrygold:

Schnittkäse ist dabei besonders häufig laktosefrei, da die meiste Laktose am Anfang des Reifungsprozesses abgebaut wird. Und es gibt sogar vereinzelten Mozarella, der mit 0,1 % Kohlenhydrate so gut wie laktosefrei ist. Also ging das Lesen beim Einkaufen wieder los, aber plötzlich eröffnete sich mir eine riesige Käsevielfalt!
Diese Käsesorten sind meistens laktosefrei:

  • Appenzeller Käse
  • Bergkäse
  • Brie
  • Butterkäse
  • Camembert
  • Cheddar
  • Edamer Käse
  • Emmentaler
  • Gouda
  • Limburger
  • Parmesan
  • etliche Raclette-Sorten
  • Romadur
  • Tilsiter
  • Winzerkäse.

Schaut aber immer auf die Kohlenhydrat-Angabe, ob der Käse wirklich laktosefrei oder laktosearm ist! Und wie bei allen anderen Dingen bei Laktose-Intoleranz: jeder muss für sich testen, was und wie viel er verträgt!
Mittlerweile haben die Hersteller erkannt, dass man mit dem Hinweis „laktosefrei“ Käse besser verkaufen kann. Mir kann das nur recht sein, denn so erspare ich mir wieder einige Lesearbeit. Und ich finde so auch mal einen Käse, bei dem zwar mehr als 0,1 % Kohlenhydrate enthalten sind, die aber trotzdem wegen des Reifeprozesses laktosefrei sind.

Beispiele auf Käsepackungen:

Viel Spaß beim (Neu-)Entdecken der Käsewelt!

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