Paleo Low Carb Zimtsterne
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Low Carb Zimtsterne

Die Zimtsterne dufteten so verführerisch – und ich sollte noch bis zum Samstag, unserem Naschtag, aushalten, bis ich sie essen darf? (Wir ernähren uns nämlich nach dem Paleo-Prinzip. Kohlehydrate sind also out, so lange sie nicht aus Gemüse stammen. Außer am Naschtag.) Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, wird mein Vorsatz, Paleo zu leben, echt auf die Probe gestellt.
Aber halt, sind Zimtsterne nicht quasi Paleo, weil sie gar kein Mehl enthalten? Wenn man mal die Unmengen Puderzucker ignoriert … ;o)

Low Carb-Plätzchen – ein Versuchsaufbau

Als Alternativen zum Süßen, die Eiweiß-kompatibel sind, ist mir Stevia eingefallen (pur, damit es das Eiweiß nicht beschwert) oder Sukrin Melis, die Puderzuckervariante von Sukrin. Mit 9,90 Euro für 500 g ein stolzer Preis, aber man braucht nicht so viel … Alternativ kann man vermutlich auch pudrigen Süßstoff nehmen, der backstabil ist.

Das Sukrin Melis war beim Bioladen ausverkauft, mein Foodoase-Päckchen hängt noch bei DHL. Also gab’s jetzt erstmal die Stevia-Variante. Was nicht geglückt ist (finde ich), ist die Eiweiß-Glasur. Ohne Puderzucker bleibt die sehr dünn und wird in der Dose wieder weich. Sie schmeckt auch nach Stevia, also bitter, anders als der Teig. Beim nächsten Versuch würde ich die weglassen. Ob es mit Sukrin melis eine schöne Glasur gibt, konnte ich noch nicht testen. Freue mich über eure Versuchsberichte! (Jetzt habe ich es getestet, Update unten im Post.)

Paleo Low Carb Zimtsterne
lecker, aber das mit der Eiweiß-Glasur üben wir noch … 😉

Zutaten für 24 Low Carb Zimtsterne (2 Bleche)

  • 4 sehr frische Eier
  • ein paar Körnchen Salz
  • 1/2 TL Stevia pur oder 150 g Sukrin Melis
  • 3 TL Zimt gemahlen
  • 400 g fein gemahlene Mandeln (wir haben die Version mit Schale genommen)
  • etwa 100 g gemahlene Mandeln zum Ausrollen

Zubereitung

  1. Ofen auf 140°C Umluft vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.
  2. Eier trennen. Das Eigelb für Frittata oder Omelett verwenden.
  3. Die Eiweiße in eine Rührschüssel geben, ein paar Körnchen (!) Salz dazugeben und zu sehr, sehr steifem Eischnee schlagen. Man muss wirklich die Schüssel umdrehen können und dann darf es sich nicht bewegen oder gar rausfließen!
  4. Ein wenig Stevia oder das Puderzucker-Sukrin zugeben und noch einmal gründlich durchrühren.
  5. Wer sich an einer Glasur versuchen will, nimmt 4 gehäufte EL von dem Eischnee ab und stellt sie beiseite.

Ab jetzt darf’s nur noch sacht weitergehen:

  1. 200 g Mandeln (1 Tüte) mit dem Zimt vermengen. Esslöffelweise über den Eischnee streuen und mit einem Backspatel oder Löffel sachte unterheben, ohne dass der Eischnee zusammenfällt. Wenn man (wie ich beim ersten Versuch mit Zimtsternen) wild rührt, fällt der Eischnee zusammen und man kann 3 Pakete Mandeln unterkneten und trotzdem bleibt der Teig ganz klebrig. Schmeckt am Ende trotzdem, aber ist schwierig auszurollen und auszustechen. Dann einfach flache “Zimt-Fladen” backen; handmade ist ja in ;- )
  2. Ganz sanft, Löffelchen für Löffelchen, die Mandeln unterheben, bis der Eischnee gesättigt ist (man merkt das, weil er keine Mandeln mehr aufnimmt und nicht mehr stark klebt). Das ist bei mir nach 200 g Mandeln soweit. Die übrigen 200 g schütte ich jetzt darüber und knete sie mit den Händen unter, der Teig bekommt eine schöne Konsistenz, noch etwas klebrig aber so fest, dass man ihn ausstechen kann.
  3. Auf einer Silikonbackmatte gemahlene Mandeln ausstreuen und darauf die Hälfte des Teiges unter einem Stück Klarsichtfolie ausrollen. So dünn ausrollen, dass man ihn gerade noch ausstechen kann. Wenn der Teig dick ausgestochen wird, gart er im Ofen nicht ganz durch. Das ist für den frischen Verzehr nicht schlimm, aber lange lagern würde ich die Plätzchen dann nicht.
  4. Wer mag, kann das Stern-Förmchen mit etwas Puderzucker ausreiben, damit der Teig nicht daran festklebt. Bei mir ließ er sich auch ohne Puderzucker gut lösen.
  5. Zimtsterne ausstechen und auf den Backblechen verteilen.
  6. Wer glasieren will, streicht mit einem Backpinsel den Eischnee darüber.
  7. Ab in den Ofen für 20 Minuten. Zwischendurch öffne ich ein, zwei Mal die Backofentür, damit der Dampf entweichen kann – die Zimtsterne sollen eher trocknen als backen.
  8. Ohne Glasur könnt ihr die Zimtsterne etwas länger backen, bis sie wirklich gebräunt sind. Mit Glasur müsst ihr sie nach etwa 20 bis 25 Minuten rausnehmen, bevor die Glasur zu dunkel wird.

Kenner schwören darauf, die präparierten, ungebackenen Zimtsterne über Nacht antrocknen zu lassen und sie erst am nächsten Tag bei ca. 180°C nur etwa 5 Minuten zu backen. Die Variante habe ich noch nicht ausprobiert, dafür sind meine Kinder-Backbegleiter und ich viel zu ungeduldig. Und der Hund hätte vermutlich auch reges Interesse an den Backblechen …
Unser Rezept ergibt eine Dose voll saftiger Zimtsterne, die bisher jedem Versuchskaninchen von 1 bis 69 Jahren geschmeckt haben. Allerdings musste ich mich an den Stevia-Geschmack in der Glasur arg gewöhnen. Werde daher beim nächsten Mal Sukrin Melis verwenden oder die Glasur weglassen.

Update 28.12.2012:

Sukrin Melis soll theoretisch so schmecken und zu verwenden sein wie Puderzucker. Im Versuchsaufbau habe ich mit 250 g Sukrin Melis gearbeitet, da das Originalrezept für Zimtsterne 250 g Puderzucker vorsah. Die Glasur war dünner als mit echtem Puderzucker, aber wurde schön knusprig, wie bei „richtigen“ Zimtsternen. Seltsam war, dass die Zimtsterne kühl schmecken. So als würde man Eiskonfekt zusammen mit Zimtsternen essen. Nicht unlecker, einfach nur ungewohnt. Nach ca. 1 Woche Lagerzeit bekamen die Zimtsterne einen etwas scharfen Beigeschmack. Schmeckten ansonsten aber noch gut und sind auch allen bekommen, also waren sie nicht verdorben. Wir nehmen an, dass es an dem Sukrin liegt. Mein momentaner Favorit ist Stevia ohne Glasur. Oder viel weniger Sukrin Melis (also um die 100-150 g).

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Keine Sorge übrigens: Es sind nicht nur Low Carb- und Paleo-Rezepte enthalten, sondern auch High Carb-Favoriten wie Gratins und Cremè Brulée oder Meersalz-Karamellbonbons ;- )

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